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Nachdem ich in meinem letzten
Beitrag mein
spärliches Bildmaterial zu den TEE-Zügen in der
Schweiz vorgestellt habe, bewege ich mich nun
wieder auf heimischen Terrain, dem Netz der DB
zur Bundesbahnzeit.
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Von allen in der Startphase der TEE-Züge verwendeten
Fahrzeugen war der deutsche Dieseltriebwagen VT11.5
sicher der komfortabelste und auch technisch modernste
Zug (dem Einwand des 'talentiertenThalys' folgend,
verlege ich den schweizer RAe-TEE Viersystem-ET
in die Phase 1b und nehme ihn damit aus der Konkurrenz).
Basierend auf der Grundkonzeption der Kruckenberg’schen
Schnelltriebwagen wurde mit dem VT11.5 ein für
damalige Verhältnisse sensationeller Stahl-Leichtbau
realisiert, der auch international große Beachtung
fand. Mit 2x 1000 PS Antriebsleistung (gleiche
Motoren wie in V100.10, V200.0 und VT08!) und
der Regelkonfiguration mit 5 Mittelwagen war es
kein Problem, die (ohnehin nur auf wenigen Streckenabschnitten
ausfahrbare) Höchstgeschwindigkeit von 140 km/h
zu erreichen.
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Durch die stetige Ausweitung des TEE-Angebots
und einen knappen Reserve-Bestand ergab sich in
den 60er Jahren schon mal die Notwendigkeit, Ersatzzüge
in Form von VT08 einzusetzen. Ich kann mich noch
gut daran erinnern, in Köln Hbf einmal einen solchen
Ersatzzug gesehen zu haben, mit einem verchromten
TEE-Enblem provisorisch an der Front befestigt
(mit einer Drahtschlaufe lose an der Scheibenwischerwelle
aufgehängt). Leider hatte ich damals noch keine
Möglichkeit, selbst zu fotografieren.
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Es war wiederum Köln Hbf, wo am 15.06.66 mein
erstes Bild eines VT11.5 entstand; Nummer
leider unbekannt. Als TEE 26 "Diamant" von Antwerpen
nach Dortmund hat er soeben die Domstadt erreicht.
Auch wenn es 1966 mit dem "Rheingold" und "Rheinpfeil"
schon 2 deutsche Lok-bespannte TEEs gab, der VT11.5
war und ist für mich bis heute der Inbegriff des
TEE schlechthin.
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Bild 8:
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Das folgende Bild zeigt den Gegenzug TEE 25 "Diamant"
bei der Einfahrt nach Duisburg Hbf am 08.04.68.
Die Köpi Reklame hinter der Bahn signalisiert
dem Reisenden (und heutigen Bildbetrachter) unverkennbar,
dass man sich hier in einer Stadt befindet, in
der nicht nur guter Stahl gekocht, sondern auch
ebenso gutes Bier gebraut wird. (Wat is schon
ne bayrische Leicht-Bier-Plörre gegen en lecker
Pilsken).
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Bild 9:
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Der Halt in Duisburg ermöglicht es, nach einem
knackigen Spurt den Bahnsteig entlang den Zug
noch einmal im südlichen Vorfeld des Hauptbahnhofs
bei der Ausfahrt aufzunehmen. Der TEE mit Triebkopf
VT11 5 002 am Schluss gibt erkennbar "Stoff",
um auf Geschwindigkeit zu kommen, denn auf dem
nun folgenden Streckenabschnitt bis Düsseldorf
kann der Schnelltriebwagen endlich mal wieder
seine Höchstgeschwindigkeit ausfahren.
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Bild 10:
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Mit dem nächsten Bild verlasse ich ein wenig
den Pfad der Tugend, d.h. des selbst gewählten
Themas.
Aber der VT11 5 010, der hier als F38 "Hans
Sachs" im Bahnhof Wuppertal Elberfeld hält (damals
noch nicht Haupt- bahnhof!), befindet sich noch
im vollständig im Originalzustand: Mit alter Nummer,
TEE-Enblem an der Stirnseite und ausgeschriebenem
"Trans Europ Express" an den Seitenwänden der
Motorwagen. TEEs hatte meine Wuppertaler Hausstrecke
nun mal nicht zu bieten. Da war es (zumindest
für den jungen Eisenbahnfreund aus dem Tal) eine
kleine Sensation, als das Zugpaar F37/38 für eine
Fahrplanperiode auf die eleganten TEE-Triebwagen
umgestellt wurde.
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Bild 11:
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Der nächste Zug ist aber wieder ein "echter"
TEE. Die Anreise zu der Sonderfahrt mit 18 316
am 12.05.68 wurde genutzt, um in Koblenz Hbf schnell
noch TEE 19 "Saphir" auf seinem Weg nach Paris
abzulichten. Notiert habe ich mir die Nummer VT11
5 019 für den führenden Motorwagen. Erstaunlich,
dass solch’ ein Paradezug im Mai ’68 noch nicht
umgezeichnet war.
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Bild 12:
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Zu letzten TEEs, die mit dem VT11.5 (neu BR 601)
gefahren wurden, zählte das Zugpaar TEE 17/18
"Mediolanum" München – Mailand. Am 09.05.71 sehen
wir 601 005 als TEE 18 bei der Einfahrt
nach München Hbf. Der "Trans Europ Exress" Schriftzug
an den Seitenwänden ist schon entfernt, da die
Züge zu dieser Zeit auch im regulären IC-Verkehr
eingesetzt wurden. In diesen Diensten wurde das
TEE-Emblem an den Stirnfronten mit einem einfachen
Blechschild mit aufgemaltem IC abgedeckt.
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Bild 13:
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Der Nachschuss in Richtung Bahnhofshalle auf
601 004 bringt auch noch die 118 054
ins Bild, die abfahrbereit vor D275 "Wörthersee"
steht. Für die Ausfahrt dieses Zuges hatte ich
mich eigentlich postiert, der zufällig einfahrende
TEE war nur eine willkommene Zugabe.
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Bild 14:
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Damit genug der VT11.5 und der schwarz/weiß Bilder,
es gab ja auch noch lokbespannte TEEs mit Dieselloks.
Diese waren allerdings eher rar und auf genau
zwei Zugpaare beschränkt.
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Das eine davon war TEE 66/67 "Bavaria", der nach
Abzug der schweizer RAm als Kurzzug mit 2 Sitzwagen
(DB) +Speisewagen (SBB) gefahren wurde. Dass das
nicht wirtschaftlich sein konnte, liegt auf der
Hand. Am Morgen des 03.05.77 bin ich TEE 67 auf
seiner Fahrt nach München extra bis an die nicht
elektrifizierte Strecke hinter Geltendorf entgegen
gefahren. Es führt 218 359, wie alle Kemptner
218 dieser Zeit im damals so verhassten ozeanblau/beige
– und dabei sieht es hier doch gar nicht so schlecht
aus.
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Bild 15:
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Am nächsten Tag wurde der Gegenzug TEE 66 in
München Laim abgepasst. Zuglok ist diesmal 218
467. Die Stelle gegenüber dem S-Bahnhof gleichen
Namens war zwar motivlich nicht so prickelnd,
aber dafür war hier extrem viel los. Züge im Minutentakt
und alle Baureihen, die München damals zu bieten
hatte. Gerade auf Dienstreisen (und das hier war
eine) galt schon mal das Motto "Masse statt Klasse".
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Bild 16:
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Hoch im Norden gab es den zweiten lokbepannten
TEE mit Diesel. TEE 34/35 "Merkur" wurde im Abschnitt
Hamburg – Puttgarden planmäßig mit 221 bespannt.
Bilder davon gibt’s auf meiner Homepage in der
Galerie "V200-Hochburg Lübeck", Bilder 17, 38,
43 und 44. Bisher noch nicht veröffentlicht ist
das Bild von 221 109 mit TEE 34 am 31.03.78
in Lübeck Genin, das bei etwas traurigem Wetter
entstand und es deshalb nicht in meine Galerie
geschafft hat. In dieser Richtung hatte TEE 34
stets nur zwei Wagen, ein Kinderspiel für die
221, aber kostendeckend??
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Bild 17:
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Zusammenfassend muss man feststellen, dass die
Diesel-betriebenen TEE im Deutschland nicht viel
Abwechslung boten (unabhängig davon, dass der
VT11.5 für mich stets etwas Besonderes darstellte).
Abgesehen von dem Provi- sorium VT08 kamen planmäßig
nur die drei Baureihen 601, 218 und 221 zum Einsatz.
Das war bei den E-bespannten TEEs ganz anders,
aber das zeige ich erst später in einem weiteren
Teil. Ihr könnt ja schon mal überlegen, welche
Baureihen da alle "zum Zuge" kommen.
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Bis dahin,
Ulrich B.
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