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Der Grundgedanke des TEE-Systems war die Schaffung
von schnellen, hochkomfortablen grenzüberschreitenden
Zugverbindungen in (West-) Europa. Erstmals wurde
eine Grenzabfertigung im fahrenden Zug angeboten,
was einen enormen Zeitgewinn bedeutete.
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International gesehen war das elektrifizierte
Streckennetz in Europa zum Zeitpunkt der Einführung
1957 noch sehr lückenhaft. Und so sich denn elektrische
Strecken an der Grenze berührten, stießen dort
fast ausschließlich unter- schiedliche Stromsysteme
aufeinander. Mehrsystemfahrzeuge oder Lokwechsel
wäre die unausbleibliche Konsequenz gewesen. Das
erklärt, warum alle beteiligten Bahnverwaltungen
zunächst mit Dieseltriebzügen an den Start gingen.
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Neben der SNCF war es vor
allem die DB, die trotz ihres Paradezugs VT11.5
recht bald auch lokbespannte Wagen- züge im TEE
Verkehr einsetzte. Diese Wagenzüge wurden, soweit
sie unter Fahrdraht verkehrten, natürlich elektrisch
bespannt. In Deutschland waren es die beiden TOP-Züge
der DB, der "Rheingold" und der "Rheinpfeil",
die zum Sommerfahrplan 1965 als TEE 9/10 bzw.
TEE 21/22 den TEE Status erhielten. Eigens für
diese Züge waren die sogenannten "Rheingold-Loks"
beschafft worden, die aus der Serienbeschaffung
der BR E10 abgeleiteten E10.12.
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Aus meiner ganz ganz frühen Fotozeit (Bild Nr.
18 von heute ca. 60.000) stammt dieses Bild der
E10 1265, die am 15.05.66 soeben mit dem
TEE10 "Rheingold" die Hohenzollernbrücke passiert
hat und nun langsam in den Kölner Hbf einfährt.
Vom Licht her leider völlig von der falschen Seite
und zudem stark überbelichtet, war diese Aufnahme
nur unter Aufbietung aller meiner (bescheidenen)
Bildbearbeitungskünste in einen vorzeigbaren Zustand
zu versetzen. Noch präsentiert sich der ganze
Zug in den klassischen Rheingoldfarben blau/beige,
die kurz darauf den standardisierten TEE-Farben
weinrot/creme weichen mussten.
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Bild 18:
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Weitere Farbbilder von
blau/beigen E10.12 oder rot/beigen E10.12 mit
alter Nummer in Farbe waren mir leider nicht vergönnt.
Hier gab es aber kürzlich ganz hervorragende Bilder
im Beitrag
von railroadwilli zum gleichen
Thema.
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Bei mir ging’s jetzt erst
mal weiter mit der schwarz/weißen Phase, aus der
ich zwei Bilder von den 112.4 zeigen möchte. Die
20 Loks 112.4 verstärkten ab 1968 den Bestand
an 160 km/h-fähigen Loks für den schnellen Fernverkehr
mit F- und TEE-Zügen.
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Die erste Lok dieser Nachbeschaffung,
die Frankfurter 112 485, sehen wir hier
am 26.07.69 mit TEE21 "Rheinpfeil" auf seinem
Weg nach Süden. Die Stelle direkt neben dem Bw
Aschaffenburg dürfte vielen bestens bekannt sein.
Und die meisten waren hier sicher nicht wegen
der E-Loks auf der Hauptstrecke (u.a. Altbau-E-Loks
110.0, 119, 144 und 194), sondern hauptsächlich
wegen der Dampfer BR 64 und 65.
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Bild
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112 504 war die
letzte Lok der 112.4-Serie. Am 22.02.70 steht
sie mit TEE76 "Helvetia" abfahrbereit im Bahnhof
Hamburg Altona. Das diesige Februar-Wetter konnte
mich nicht davon abhalten, den Namensgeber des
von mir initiierten Pfiffclubs aufzunehmen.
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Bild 20:
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Der "Blaue Enzian" gehörte
zu den allerersten lokbespannten TEEs bei der
DB und war zudem die Starleistung der neuen E03.
Am 26.08.66 ist es E03 003, die mit TEE56
bereits 542 km seit dem Start in Hamburg Altona
hinter sich gebracht hat und in Würzburg den vorletzten
Stopp vor dem Endziel München einlegt. Leider
ist die Aufnahme spitz von vorn mit Zug völlig
missraten, so dass ich nur ein Lokfoto zeigen
kann.
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Bild
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Gleich zwei der vier E03-Prototypen
geben sich am 23.06.68 ein Stell-Dich-Ein im Münchener
Hbf. Während 103 002 den TEE55 "Blauer
Enzian" am Haken hat, bespannt 103 004
den F27 "Rheinblitz". Letzterer war ebenfalls
ein renommierter Fernzug der DB, der es allerdings
mangels grenzüberschreitenden Zuglaufs nie zu
TEE-Ehren brachte.
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Jetzt wird’s
wieder farbig. Zunächst mit einem Zug, der mit
seinen 3 Wagen hinter einer 103 geradezu lächerlich
wirkt - damit hat 103 117 bestimmt keine
Mühe. Zu sehen ist TEE29 "Heinrich Heine" in Mülheim
(Ruhr) am Heißener Berg, und zwar am 14.05.82.
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Bild
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Schon
von einem anderem Kaliber ist TEE15 "Bacchus",
der am 26.09.79 bei Langenbrücken mit 103 229
nach Süden rauscht – 7 Wagen für einen reinen
1. Klasse-Zug sind nicht schlecht. Das große Gebäude
im Hintergrund ist übrigens Schloß Kislau, dessen
Ur-Anfänge bis in die Zeit um 100 n.Chr. zurückgehen.
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Das folgende
Bild werden so manche von meiner Homepage
her kennen. Serien-110 vor TEE/IC Wagen, das ist
mir einige Male vor die Linse gekommen, aber mit
einem "richtigen" TEE nur dieses einzige Mal:
Am 02.02.75 legt sich die Münchener 110 329
bei Rosenheim vor TEE84 "Mediolanum" in die Kurve.
Ich hoffe, man sieht mir die Wiederholung nach.
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Gut zwei
Jahre später haben die zunächst ausschließlich
nach München angelieferten 111 diese Leistung
über- nommen. Wir schreiben den 07.05.77, als
111 065 mit eben jenem TEE84 "Mediolanum"
durch den Bahnhof von Großkarolinenfeld düst.
Das Düsen ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen,
denn der Maschinenwagen der FS-Wagengarnitur fiel
mir stets unangenehm durch seine Motorgeräusche
auf. Typisch für die FS-Wagen auch der etwas pastellfarbene
Farbton, der dem üblichen TEE-weinrot nicht entsprach.
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Der Mangel
an 103 nach Einführung des IC-Verkehrs im Stundentakt
führte dazu, dass die 111 vereinzelt in IC und
sogar TEE-Diensten planmäßig eingesetzt wurden.
Dazu zählte auch TEE75 "Roland", den wir hier
am 05.05.79 bei Neustadt am Rübenberge sehen.
Bespannt ist er mit 111 109, die gut 2
Jahre später am 27.08.81 bei einem schlimmen Unfall
in Wels/Österreich völlig zerstört wurde und als
erste Lok ihrer Baureihe ausgemustert werden musste.
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E16 09
am 01.09.67 vor TEE22 "Rheinpfeil" in München
Hbf. Ja, das gab’s wirklich! Allerdings blieb
die Lok nicht bis Nürnberg Hbf, sondern nur bis
München Pasing vor’m Zug. Die meisten werden es
wissen: Das waren die für München typischen Leerzug-Überstellungen
vom Hbf ins Pasinger Wagenwerk. Schade, dass ich
damals als Anfänger noch so lokbetont fotografiert
habe. Solch ein Zug auf der Strecke – das wär’s
…
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Auch das
nächste Bild zeigt einen Leerzug. Und zwar wiederum
den aus TEE22 "Rheinpfeil", der am 23.06.68 von
der Augsburger E44 036 nach Pasing geschleppt
wird. Inzwischen war ich auch soweit, darauf zu
achten, dass der ganze Zug ins Bild kommt.
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Bild
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Wenn wir
jetzt zu den Ellok-Baureihen zurückkehren, die
planmäßig TEE-Züge befördert haben, kämen jetzt
eigentlich die Mehrsystemloks an die Reihe. Da
ist zunächst der TEE50/51 (später 24/25) "Goethe"
zu nennen, der zwischen Frankfurt und Metz anfangs
mit den Vorserienloks 181.0/1 und später mit den
Serienloks 181.2 bespannt wurde. Leider habe ich
davon keine eigenen Bilder und auch sonst keine
auftreiben können. Aber vielleicht kommt ja noch
etwas aus dem HiFo-Kreis.
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Fehlanzeige
auch bei den 184 im TEE-Zugdienst zwischen Köln
und Lüttich. Aber dafür habe ich ja meinen Freund
Martin Welzel, der mit Bildern aus der Region
Aachen überreichlich gesegnet ist.
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Von ihm stammt
das Bild der 184 001, welches TEE33 "Parsifal"
am 31.10.78 bei der Einfahrt nach Aachen Hbf zeigt.
Noch ist die Fahrleitung über dem Bahnsteiggleis
auf belgische 3000 V= geschaltet, erst nach dem
Halt wird umgeschaltet auf den heimischen Saft.
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Bild
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Ja, auch
die Lufthansa-Tiefflieger durchs Rheintal waren
TEEs – zumindest fahrplantechnisch. Korrespondierend
zu den Flugnummern LH 1001ff wurden die Züge bahnintern
als TEE61 ff geführt. Mit dem ursprünglichen TEE-Gedanken
hatte das natürlich gar nichts mehr zu tun. Die
Gattung TEE stand inzwischen nur noch für einen
hochkomfortablen und schnellen Zug der Extraklasse.
Nördlich von Remagen am Schloß Marienfels kurvt
der Lufthansa-Express TEE65 (LH1005) über die
linke Rheinstrecke gen Süden. Eingesetzt ist am
31.05.84 eine vierteilige Garnitur mit 403
001 an der Spitze.
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Bild
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Damit bin
ich am Ende meines kleinen Exkurses durch die
Vielfalt der deutschen TEE-Züge. Ich fasse noch
einmal zusammen, welche Fahrzeuge planmäßig zum
Einsatz kamen.
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Diesel:
Baureihen 210, 218, 220, 221, 601 und VT08 (als
Provisorium)
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Elektrisch:
Baureihen 103.0, 103.1, 110.1, 111, 112.2/3/4,
181.0/1, 181.2, 184 und 403 (unechter TEE)
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Dazu kamen
außerplanmäßige Bespannungen mit Ersatzloks und
Leergarnitur-Überführungen mit allen gängigen
Lokbaureihen der damaligen Zeit. Zwischen München
Hbf und Pasing halte ich selbst den Einsatz von
175 und 191 für durchaus möglich, waren diese
doch seinerzeit noch in diesen Diensten beschäftigt.
Davon eine Zugaufnahme in Farbe – das wäre der
absolute Brüller!! Ob wir das hier im HiFo wohl
irgendwann noch zu sehen kriegen?
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Schönen Tag
noch,
Ulrich B.
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