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Die "Rheingold-Loks" der Baureihe E10.12 (112)
waren für mich immer etwas Besonderes im großem
Meer der Einheits-Elloks. In der frühen blau/beigen
Lackierung verkörperten sie eine edle Eleganz
und Noblesse, die bis heute ihresgleichen sucht.
Noch besser gefiel mir allerdings die ab 1966
übliche TEE-Farbgebung rot/beige, die den Loks
den etwas despektierlichen Namen "Sanella-Lok"
einbrachte.
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Der Baureihe E10.12 / 112 habe ich mich auf meiner
Homepage jetzt etwas intensiver angenommen und
in bewährter(?) Weise die äußerlichen Bauartunterschiede
herausgearbeitet, die diese Baureihe trotz eines
zahlenmäßig geringen Gesamtbestands von nur 31
Maschinen aufzuweisen hat. Die Seite über die
Bauartunterschiede
BR 112 ist jetzt online.
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Für meine Seite habe ich, soweit möglich, Stand-
und Porträtaufnahmen herausgesucht, bei denen
das jeweilige Bauartmerkmal gut zu erkennen ist.
Zug- und Betriebsaufnahmen kommen da logischerweise
etwas zu kurz. Deshalb enthält mein Beitrag hier
im HiFo bevorzugt diese Spezies von Aufnahmen,
und das in chronologischer Reihenfolge.
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Den Anfang macht allerdings erst mal ein Standbild,
das den Beginn der Einsatzzeit dieser berühmten
Baureihe markiert. Die Werksaufnahme von Krauss-Maffei,
die mir freundlicherweise von Helge Hufschläger
zur Verfügung gestellt wurde, zeigt die erste
Rheingold-Lok, E10 1265, bei ihrer Werksprobefahrt
in München Ludwigsfeld im Okt. ’62, also noch
vor der Abnahme durch die DB.
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Bild 1:
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Da nächste Bild ist zwar von eher minderer Qualität
und zudem aus der absoluten Frühzeit meiner Eisenbahnfoto-
grafie, aber es ist andererseits eines der wenigen
Bilder, die ich von den E10.12 in ihrer ursprünglichen
blau/beigen Lackierung bekommen habe. Quasi im
Blockabstand hinter dem "Rheingold" (Bild 51 meiner
Varianten-Übersicht) trifft TEE22 "Rheinpfeil"
mit der Heidelberger E10 1267 in Köln Hbf
ein; 15.05.66. Ein blauer A4üm als Verstärkungswagen
war damals im Rheinpfeil durchaus noch üblich.
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Bild 2:
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Noch brandneu waren die 112.4, als mir am 19.10.68
die 112 497 vom Bw Frankfurt(M)-1 mit F34
"Gambrinus" vor die Linse fuhr. Leider nur bei
starker Vergrößerung zu sehen (und damit für meine
Seite ungeeignet): Die Lok ist mit einem Stromabnehmer
DBS54 mit Wanischwippe ausgestattet.
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Die Fotostelle in Wuppertal Langerfeld kurz hinter
der Überführung Kohlenstrasse über die Fernbahn
ist inzwischen völlig verändert, da heute (in
Blickrichtung rechts) neben der Fernbahn noch
zwei S-Bahn Gleise hinzugekommen sind.
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Bild 3:
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Und noch einmal die 112 497. Inzwischen
sind die 112 von den neuen 103.1 weitgehend aus
dem hochwertigen Fernverkehr verdrängt und zum
Bw Dortmund Bbf abgeschoben worden. Gelegentlich
fielen sogar Güterzugeinsätze an, wie hier mit
Dg44463 bei Hämelerwald am 21.08.76. Angesichts
einen solchen "Degradierung" verbirgt sich sogar
die Sonne schamhaft hinter einer Wolke ;-((
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Bild 4:
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Eilzüge gehörten in der Dortmunder Zeit zum täglichen
Brot der einstigen Starlokomotiven der DB.
Am 25.02.78 hat 112 270 den E2308 am Haken,
hier bei der Ausfahrt aus Oberhausen Hbf.
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Bild 5:
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Zu den standesgemäßen Leistungen der Dortmunder
112 zählten neben diversen Turnus-Sonderzügen
auch einige D-Züge. Bei Bochum Kornharpen ist
es am 07.10.78 D517, der mit 112 311 bespannt
ist.
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Bild 6:
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Eine Lok, die mir ständig vor die Linse gefahren
ist, war 112 497, die Lok mit den besonderen
Lüftungsgittern.
Am 13.04.79 legt sie sich mit E3229 beim Abzweig
Essen Kray Süd in die Kurve.
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Bild 7:
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Vor der Hochhauskulisse des Essener Bahnhofsviertels
verlässt 112 496 am späten Nachmittag des
15.05.80 mit E3388 den Hauptbahnhof in Richtung
Westen. Vom Wagenpark her könnte das durchaus
auch ein Schnellzug sein, nur halt ein bisschen
kurz. Inzwischen ist die Lok in Hamburg beheimatet,
aber an den Einsätzen hat sich dadurch wenig geändert.
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Bild 8:
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Zwischen Hagen-Eckesey und Schwelm war die "Rheinische
Strecke" (heute S-Bahn S8) elektrifiziert, um
vor allem für den Güterverkehr einen Bypass zur
vielbefahrenen Hauptstrecke über Ennepetal zu
schaffen. Der Personenverkehr war dagegen recht
dünn. Die planmäßige Bespannung des (P)5428 mit
einer Eidelstedter 112 war deshalb durchaus etwas
Besonderes. Am 16.04.83 ist es 112 267,
die soeben in Gevelsberg Hbf (!) zur Weiterfahrt
nach Schwelm
(- Wuppertal) aufbricht.
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Bild 9:
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Nachdem bei den 112.4 eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit
auf 140 km/h erforderlich gewesen war, erfolgte
zum 01.01.88 die Umzeichnung in die neue Baureihe
114. Nunmehr wurden sie nur noch im Personen-
und Sonder- verkehr eingesetzt.
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Nachdem bei den 112.4 eine Herabsetzung der Höchstgeschwindigkeit
auf 140 km/h erforderlich gewesen war, erfolgte
zum 01.01.88 die Umzeichnung in die neue Baureihe
114. Nunmehr wurden sie nur noch im Personen-
und Sonder-verkehr eingesetzt. Am 22.10.89 gab
es eine DB-Veranstaltung in Koblenz, zu deren
Programm "Rheingold"-Sonder-züge im Ringverkehr
Koblenz – linksrheinisch – Mainz, Kaiserbrücke
– rechtsrheinisch – Oberlahnstein – Koblenz gehörten.
Für diesen Einsatz wurden auch zwei der bereits
verkauften Aussichtswagen wieder zurückgeholt.
Zuglok war 114 502 vom Bw Hamburg-Eidelstedt,
die bei Namedy erwartet wurde. Leider war der
klassische Bellingrodt Blick aus dem Berghang
mit Rhein im Hintergrund auch 1989 schon völlig
zugewachsen. Und heute geht’s von unten wahrscheinlich
auch nicht mehr …
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Bild 10:
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Fern der Heimat und in niederen Diensten befördert
die Hamburger 114 499 am 10.05.91 den RSB3414
bei Wanne Röhlinghausen in Richtung Westen. RSB
= Regional-SchnellBahn, eine kurzlebige Zuggattung,
die heute schon fast wieder in Vergessenheit geraten
ist.
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Bild 11:
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Ozeanblau/beige war unter den Fotografen meiner
Alterstufe ja nun wahrlich nicht beliebt (auch
wenn sich das aus heutiger Sicht etwas relativiert)
und man meinte "schlimmer geht’s nimmer". Doch
dann kam orientrot – in meinen Augen der absolute
Tiefpunkt deutschen Farbdesigns, was Farbton und
Farbaufteilung betrifft. Auch die ehemaligen Rheingold-Loks
blieben davon nicht verschont. Als mir am 10.02.98
die Münchener 113 268 mit RE3423 bei Retzelfembach
begegnete, war orientrot generell schon weit verbreitet
und bereits 6 von 11 Loks der BR 113 in den roten
Farbtopf gefallen.
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Bild 12:
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Mit diesem Bild bin ich in der Neuzeit angekommen,
die in diesem Forum ja eigentlich nichts zu suchen
hat. Auch wenn mir persönlich die verkehrsrote
Farbgebung recht gut gefällt – einem Vergleich
mit dem Lieferzustand hält auch sie nicht stand.
Auf dem bekannten "Foto-Damm" in Gundelsheim kurvt
113 267 am 04.09.03 mit RE21115 gen Süden.
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Bild 13:
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Vor Auto- und Urlaubs-Express-Zügen bekamen die
Münchener 113 am Ende ihrer Einsätzzeit noch einmal
richtig Auslauf. Auch das Ruhrgebiet wurde an
Sonntagen planmäßig u.a. mit UEx13318 angefahren.
Am 07.04.02 war die designierte Museumslok 113
311 auf der "Tour de Ruhr" - hier zu sehen
am Heißener Berg in Mülheim(Ruhr), quasi direkt
vor meiner Haustür.
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Bild 14:
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Damit bin ich am Ende meines kurzen Streifzugs
durch die Einsatzgeschichte der Rheingold-Loks
E10.12 angelangt. Als letzte Maschine steht 113
267 heute noch gelegentlich im Einsatz bei DB-Autozug,
aber auch ihre Tage sind gezählt.
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Erfreulicherweise wird aber, wie wir alle wissen,
die im letzten Bild gezeigte 113 311 von der DB
als Museumslok in Koblenz-Lützel erhalten. Der
Zustand ist zwar derzeit noch alles andere als
historisch korrekt, aber mit dem Neulack in rot/beige
und der Vervollständigung der Blechregenrinne
ist ein guter Anfang gemacht. Hoffen wir also
noch auf ein DDL-Lüfterband (das wäre das Wichtigste,
aber teuer, teuer, da Neuanfertigung in Handarbeit),
Pufferverkleidung und Schürze und nicht zuletzt
auf richtige DB-Gußschilder.
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Zum Schluss noch ein persönliches Anliegen zum
Thema 112: Da es sich bei 31 Maschinen um einen
überschau- baren Bestand handelt, und die Loks
bei den Eisenbahnfreunden immer eine besondere
Beachtung fanden, ist der Zustand aller Loks über
ihre gesamte Einsatzzeit beinahe lückenlos dokumentiert.
"Beinahe" heißt andersherum aber auch: Es gibt
noch einige wenige offene Punkte. Um diese klären
zu können, wären Bilder von folgenden Loks in
dem angegebenen Zeitraum hilfreich:
112 266, 1984 - 1988 (Lüftungsgitter)
112 487, 1978 - 1979 (Lüftungsgitter)
112 308, 1979 - 1986 (diverse Merkmale)
112 311, 1983 - 1988 (Griffstange beidseitig/einseitig)
Wer passende Bilder hier nicht einstellen kann
oder möchte (Stichwort "Beweisbild"), kann sie
mir auch gerne per E-Mail schicken. JEDES Bild
aus den angegebenen Zeiträumen hilft weiter!
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So, und nun viel Spaß beim Anschauen von insgesamt
73 weiteren Bildern und beim Endecken der Vielfalt
kleinerer und größerer Unterschiede bei der Baureihe
112.
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Schönen Tag noch,
Ulrich B.
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