100
Jahre elektrische Eisenbahn - die Ausstellung
gewidmet Herrn Hans-Dieter Andreas (†) |
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Im Mai 1879 präsentierte Werner von Siemens auf
der Berliner Gewerbeausstellung auf einem kurzen
Rundkurs einen Ausstellungszug, der von einer
kleinen elektrischen Lokomotive gezogen wurde.
Wobei die Bezeichnung Lokomotive reichlich hoch
gegriffen ist, denn eigentlich war es nur ein
längs liegender Elektromotor auf Rädern, auf dem
der Bediener rittlings saß. Aber wie dem auch
sei - dieses Bähnchen gilt als die Geburtsstunde
der elektrischen Traktion im Eisenbahnwesen. Die
Lok ist heute noch im Deutschen Museum in München
zu bewundern, das dazu auch eine recht informative
Kurzbeschreibung
ins Internet gestellt hat.
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Der hundertste Jahrestag dieser wahrhaft bahnbrechenden
Erfindung veranlasste die DB, vom 24. bis 27.
Mai 1979 im AW München Freimann eine große Ausstellung
unter dem Motto "100 Jahre elektrische Eisenbahn"
zu veranstalten. Ausstellungen und Sonderfahrten
waren und sind zwar nicht unbedingt mein Ding,
aber solche Veranstaltungen waren nun einmal typisch
für die Bundesbahnzeit. Und die Ausstellung im
AW Freimann war zweifellos ein herausragendes
Beispiel.
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Einen wesentlichen Anteil daran hatte mein guter
Bekannter Hans-Dieter Andreas, der leider seit
2008 nicht mehr unter uns weilt und dem ich diese
Galerie widmen möchte. HDA, wie er in der Szene
kurz genannt wurde, war Betriebs- inspektor im
AW Freimann; ein ausgewiesener Fachmann auf dem
Gebiet der Unterhaltung elektrischer Lokomotiven,
ein Vollblut-Eisenbahner und gleichzeitig aktiver,
in allen Fragen der Eisenbahn-Geschichte bestens
beschlagener Eisenbahnfreund. So war es selbstverständlich,
dass er mit der Auswahl, Bereitstellung (Zuführung)
und Aufstellung der Exponate auf dem AW-Gelände
betraut wurde. Ihm ist es zu verdanken, dass nahezu
die gesamte damals verfügbare Bandbreite der elektrischen
Traktion in Deutschland präsentiert werden konnte.
Aus Gesprächen mit ihm weiß ich, wie sehr er sich
darum bemüht hat, auch von der DR einige Fahrzeuge
"herüber" zu bekommen - 211/242, 251 ebenso wie
E77, E95 und vielleicht einen Berliner S-Bahn
Zug - aber leider waren die politischen Verhältnisse
dafür noch nicht reif.
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HDA entwickelte einen ausgefeilten Stellplan
, nach dem die Fahrzeuge unter historisch und
technisch sinnvollen Gesichtspunkten gruppiert
wurden. Daneben sorgte er für eine Aufstellung
in möglichst fotografierfreundlicher Position
mit dem besonderen Clou, dass erstmals bei solchen
Veranstaltungen alle Fahrzeuge aufgebügelt waren!
Dafür gebührt ihm vor allem von den
Fotografen unter den Eisenbahnfreunden ein besonderer
Dank.
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Wie auf der Berliner Gewerbeausstellung vor 100
Jahren wurden die Besucher in Freimann 1979 am
Eingang mit einem kleinen Ausstellungszug begrüßt,
der von einem akku-betriebenen Nachbau der ersten
elektrischen Lokomotive gezogen wurde (das Original
stand in Halle 55) . Die Aufnahme von Hans-Dieter
Andreas entstand wenige Tage vor der Veranstaltungbei
Probefahrten mit AW-Personal.
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Auf dem AW Gelände wurde der Besucher dann
mit einer schier überwältigenden Anzahl
verschiedener elektrischer Lokomotiven und Triebwagen
konfrontiert. Wie schon gesagt: nahezu alle damals
noch vorhandene Baureihen waren hier vertreten,
dazu einige Gäste der benachbarten, mit dem
gleichen Stromsystem fahrenden Bahnen aus Österreich
und der Schweiz. Hier die Liste, wie sich aus
meinen Aufzeichnungen ergibt - Ergänzungen
gerne willkommen
(fett markiert sind die in dieser Galerie zu sehenden
Fahrzeuge):
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1. Ellok der Welt
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Berliner Gewerbeausstellung 1879, Deutsches
Museum München
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Siemens&Halske Nr. 1
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Drehstrom-Versuchslok von 1899, Verkehrsmuseum
Dresden
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103 002
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104 020
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Museumslok
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110 002
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Museumslok
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110 288 ob
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111 001 ob
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112 500
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116 009
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designierte Museumslok, noch nicht aufgearbeitet
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117 113
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in Halle 55
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118 010
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E19 01
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Museumslok, Ep II, rot
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E19 12
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Museumslok, Ep IIIa
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120 001
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in Halle 55
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E32 27
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Museumslok DGEG
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139 560 ob
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140 092 ob
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141 015 ob
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144 001
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Prototyp, designierte Museumslok
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144 507
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144 508
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designierte Museumslok, noch nicht aufgearbeitet
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145 162
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150 164
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151 128 ob
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KBayStb EP5 21534
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Museumslok Ep I (= DB E52 34)
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160 010
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163 002 AEG
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163 005 BBC
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designierte Museumslok, noch nicht aufgearbeitet
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LAG 1
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Denkmal im AW Freimann ( = DB E69 01)
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E71 28
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Museumslok
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181 212 ob
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182 021
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191 099
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designierte Museumslok
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193 012
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194 086
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E244 31
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Museumslok
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403 001 + 404 101 + 403 002
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420 004 + 421 004 + 420 504
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425 116 + 825 016 + 425 416
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426 002 + 826 602
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designierter Museums-Tw, noch nicht aufgearbeitet
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430 106 + 830 006 + 430 406
ob
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455 101 + 855 001 + 455 401
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456 104 + 856 004 + 456 404
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465 022 + 862 622
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471 103 + 871 003 + 471 403
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ET85 07
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Museums-Tw DGEG
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491 001
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zeitweise
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515 134 ob
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517 001
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Gäste aus Österreich:
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1042.600
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1044.28
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1670.06
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orange
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1189.05
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Museumslok
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Gäste aus der Schweiz:
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Re 6/6 11673
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Ae 8/14 11801
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Museumslok
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Ce 6/8 14253
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Museumslok
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Dazu kamen zwei Züge, die während der
Ausstellung im Stundentakt zwischen Münchener
Hbf und dem AW Freimann verkehrten:
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- Zug 1: 169 002 + Museumszug aus 12 zwei- und
dreiachsigen Personenwagen + 144 024
- Zug 2: 465 009+865 604 + 865 606+465 006 + 465
005+865 611
Diese Züge sind nicht Bestandteil dieser
Galerie, da sie zum Rahmenprogramm gehören,
das in einer eigenen Galerie 100
Jahre elektrische Eisenbahn - Rahmenprogramm
in der Bundesbahnzeit
behandelt wird.
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Bei der Vielzahl der ausgestellten Baureihen
und Unterbaureihen ist schnell aufgezählt,
was nicht vertreten war:
103.1 (unverständlich, da DIE Vorzeige-Lok
der DB), (110.1 Kasten), 181.0/1, 184.0/1, (194.2),
427 und ET183 05.
175 gab es nur noch als unabkömmliche Heizloks
und auch der ET11 01 war noch nicht aufgarbeitet.
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Leider habe ich damals nicht konsequent alle
ausgestellten Fahrzeuge fotografiert - schließlich
ahnte ich noch nicht, dass ich 30 Jahre später
einmal eine Bilder-Galerie über diese Veranstaltung
machen würde. Fahrzeuge, die nichts Besonderes
waren und/oder ungünstig standen (z.B. 117
113 in Halle 55), wurden schlicht negiert.
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Durch meine persönliche Bekanntschaft mit
HDA war es mir möglich, bereits die Aufstellung
der Fahrzeuge am Tag vorher zu beobachten und
mich dabei den ganzen Tag über frei im AW-Gelände
zu bewegen. Bei bestem Foto-Wetter entstanden
so die meisten Aufnahmen an diesem Tage. Während
der Ausstellung war das Fotografieren wie üblich
durch die Besuchermassen nur eingeschränkt
möglich. Angeordnet sind die Bilder im wesentlichen
chronologisch.
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23.05.1979 - Aufstellung der Fahrzeuge
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Die erste Aufnahme des Tages galt 163 002.
Anders als zunächst erhofft, wurde der Garmischer
"Rangierhobel" jedoch nicht zum Verschub
der Fahrzeuge auf dem AW Gelände eingesetzt,
sondern gehörte zu der Gruppe der bereits
fertig aufgestellten und aufgebügelten Loks
auf den beiden vorderen Gleisen.
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Auch wenn man kein Freund von Museumsloks im
Länderbahn-Zustand ist - die E52 34 als KBayStb
EP5 21534 ist in diesem Outfit sicher ein
Schmuckstück.
Mit einer Länge über Puffer von 17.210
mm galt die E52 bei der DR als längste Ellok
mit ungeteiltem Rahmen; die heutige 152, die ihre
Baureihen-Nummer in zweiter Besetzung übernommen
hat, kommt dagegen mit 19.580 mm locker auf fast
2,5 m mehr.
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Ebenfalls bereits in Ausstellungsposition befand
sich 191 099, die sich hier noch im letzten
DB Betriebs-Zustand präsentiert (Ep. IV).
Leider wurde die Maschine bei ihrer Aufarbeitung
als Museumslok in einen DRG Epoche II Zustand
zurück- versetzt.
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Als erste DB E04 wurde 104 020 am 20.01.77
abgestellt und am 31.03.77 ausge- mustert. Ausgerechnet
diese Lok wurde später zur betriebsfähigen
Museumslok hergerichtet.
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Wow, was für ein Anblick: E19 01
und E19 12, beide aufgearbeitet und wieder
mit Schürze versehen, vertreten die beiden
Spielarten der Nürnberger "Edelhirsche".
Meine Präferenz für die E19 12, sowohl
von der Bauart als auch von der frühen DB-Ausführung
her, ist hier allerdings ganz eindeutig.
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Die schweizer Gäste sind bereits eingetroffen.
Re6/6 11675 repräsentiert die damals
modernste Bauart elektrischer Lokomotiven der
SBB. Mitgebracht hat sie die beiden Museumsloks
Ae8/14 11801 und Ce6/8" 14253 , die beide
im Hinter- grund zu sehen sind.
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Für mich persönlich ein weiteres Highlight
war die Höllentalbahn-Lok E244 31.
Die zuvor im Deutschen Museum München und
später an der TU Karlsruhe ausgestellte Maschine
wieder auf "richtigen" Betriebsgleisen
fotografieren zu können, das hatte schon
was, auch wenn sie hier noch abgebügelt am
Rand steht.
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Vor den seitlich der großen Richthalle
angeordneten Nebenhallen 54 und 55, die regulär
der Inbetriebsetzung und Unterhaltung der BR 420
dienten, waren die elektrischen Triebwagen ausgestellt.
Aus Tübingen kam 455 101.
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455 101 (ganz hinten) stand in der Gruppe
der Triebwagen für den städtischen Verkehr:
Ganz vorne der klassische S-Bahn Triebwagen 471
403 aus Hamburg, daneben Tw 6212 von
der U-Bahn München. Das dürfte wohl
das einzige Mal gewesen sein, dass sich ein Hamburger
S-Bahn Wagen nach München verirrte.
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Zu den Regionalverkehrs-Triebwagen wurde die
"Limburger Zigarre" 517 001 gruppiert.
Der Akkumulator-Triebwagen gehörte 1979 noch
zum regulären Einsatzbestand und präsentierte
sich dementsprechend mit neuer Nummer und weiß
hinterlegten Frontfenstern.
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Die Entwicklungslinie der Regional-Tw (von rechts
nach links):
425 116 erster elektrischer Serien-Tw der
DRG für diesen Einsatzbereich
456 404 erster Nachkriegs-ET der DB, E-Teil
wie ET25, M-Teil: Neukonstruktion
430 406 M-Teil: Weiterentwicklung ET56,
E-Teil: Neukonstruktion.
Danach kam bis zum heutigen 425 lange Zeit nichts!
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Schade, musste es denn nun ausgerechnet ein ozeanblau/beiger
430 für die Ausstellung sein? Die Erklärung
liegt aber nahe: 430 406 hatte zwei Tage
zuvor (21.05.79) seine HU im AW Bad Cannstatt
abgeschlossen und befand sich quasi auf der Rückfahrt
zu seinem Heimat-Bw Hamm(Westf).
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Bis jetzt hatte ich die Zeit damit verbracht,
einen Rundgang über das Gelände zu machen
und die überall verstreut abgestellten Ausstellungsobjekte
auf's Celluloid zu bannen. Nun aber kam Bewegung
in die Sache. Zunächst verlässt 110
107 (Neubau nach Unfall, später nicht
auf der Ausstellung vertreten) ihren Platz vor
der großen Richthalle und setzt einen Güterwagen
um, auf dem als Gast aus Berlin die Siemens&Halske
Versuchs-Lok Nr.1 von 1899 verladen ist.
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Der Blick zurück auf die Gleise vor der
großen Richthalle zeigt, dass hier noch
einiges darauf wartet, in die endgültige
Position gebracht zu werden. Ganz rechts im Bild
hat sich ein Fernsehteam aufgebaut, das die vor
allem an den Gast-Loks aus der Schweiz interessiert
ist. Dafür wird Ce6/8 14253 (hier im Vordergrund)
einmal hin und her bewegt.
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Und da kommt es auch schon angerollt, das berühmte
Schweizer "Krokodil",
Museumslok Ce6/8" 14253 aus Erstfeld.
Als Rangierlok betätigt sich 150 164 vom
Bw Kornwestheim.
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Nachdem die Ce6/8 wieder genau an ihrem vorherigen
Standort abgestellt worden ist, kommt auch die
die Kornwestheimer 150 164 zu einem Foto.
Erst heute stelle ich fest, dass die Lok mit unterschiedlichen
Lüftergittern ausgerüstet war, nämlich
ganz vorn und ganz hinten mit einem Klatte-Gitter
der Vorausbauart und ansonsten mit Klatte-Seriengittern,
erkennbar an dem breiten Rand oben und unten.
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Nachdem die 150 zum nächsten Rangiermanöver
aufgebrochen ist, wird der Blick frei auf ein
weiteres Krokodil, und zwar die schwäbische
Artverwandte
193 012. Dazwischen im Hintergrund die
Mehrsystemlok 181 212.
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Film-Shooting für SBB Ae8/14 11801
- das Filmteam hatte es, wie gesagt, in erster
Linie auf die Schweizer Museumsloks abgesehen.
Mir als Fotograf sollte es recht sein - wenngleich,
mit gesenkten Stromabnehmern erschien mir das
Ganze wenig authentisch.
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Ein letzter Blick auf die Szenerie bringt folgende
Fahrzeuge ins Bild:
181 212, Ce6/8" 14253, Ae8/14
11801 und E244 31.
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In der Zwischenzeit hat die Sonne soweit gedreht,
dass auch
Aufnahmen gegen die Richthalle möglich
sind. Optimal im Licht stehen jetzt auf dem vorderen
Gleis die bereits aufgebügelten Maschinen.
Da ist zunächst einmal die als bayrische
EP5 21534 aufgemachte ehemalige E52 34/152
034, ...
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... hinter der E71 28 (ex preußische
EG 528) als perfekt aufgearbeitete
Museums- lok aufgestellt ist. Dass die
Wiedergabe des Epoche IIIa/DB Zustands mein vollstes
Wohlgefallen findet, brauche ich inzwischen wohl
nicht mehr besonders hervorzuheben.
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Auf dem Nebengleis lassen sich jetzt auch noch
einmal die beiden Bauarten der insgesamt in nur
acht Exemplaren beschafften E-Rangierloks Baureihe
E63 ins Bild setzen. Vorn 163 002 als Vertreter
der AEG-Type, dahinter mit 163 005 das
entsprechende BBC Pendant.
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163 005 (ausgemustert 26.10.78) war mir
als zukünftige, aber noch nicht aufge- arbeitete
Museumslok wohl nicht gut genug für ein Farbdia.
Deshalb kann ich hier nur ein schwarz/weiß-Bild
zeigen, bei dem der arg heruntergekommene Zustand
der Lok weniger auffällt.
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Von den beiden E19 Bauarten gefiel mir die Siemens
Variante wegen ihres hohen Dachaufbaus immer besser
als die AEG Schwestern. Aufgearbeitet in edlem
Blau mit mittigem Zierstreifen und Schürze
ist das Erscheinungsbild von E19 12 beinahe
perfekt. Nur die gesenkten Stromabnehmer trüben
noch ein wenig das Vergnügen.
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Auch 104 020 wird trotz des abgebügelten
Zustands noch einmal vor der Richt- halle verewigt.
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Besser im Licht steht jetzt auch der Hamburger
S-Bahn Triebwagen 471 403 ff, was mir eine
weitere Aufnahme dieses Triebwagen Klassikers
wert ist.
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In Halle 55 war das modernste elektrische Triebfahrzeug
der DB, die erste Lok der neuen Baureihe 120 ausgestellt,
mit der die Drehstrom-Leistungsübertragung
Einzug auch bei der DB hielt. Hier, vor 120
001, fanden auch die offiziellen Eröffnungs-Feierlichkeiten
statt. Daneben, und leider von mir nicht fotografiert,
stand als Vertreter der konventionellen Technik
mit 117 113 die 1. ausgelieferte Maschine des
DRG Beschaffungsprogramms für elektrische
Lokomotiven.
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Zurück in die (damalige) Gegenwart: Im Gleisvorfeld
der großen Richthalle setzt 139 560
- eine E40 mit elektrischer Widerstandsbremse
- in ein anderes Gleis um.
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Direkt hinterher kommt als Gast aus Österreich
die Arlberglok 1670.06, leider bereits
in der neuen Farbgebung - wobei mir das rotorange
mit dunklem Rahmen und silbernen Dach erheblich
besser gefiel als das heimische ozeanblau/beige
"ohne Dach".
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Die für die Ausstellung georderte 111
001 wies bei ihrer Ablieferung und auch noch
im Jahr 1979 eine kleine Besonderheit auf: Die
Fahrzeugnummer war seitlich im beigen Bereich
direkt unter dem DB-Logo angeordnet und nicht,
wie bei allen weiteren Loks der BR 111, im blauen
Feld.
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Während ÖBB 1670.06 bereits
ihren endgültigen Standplatz einnimmt, muss
111 001 zuvor noch eine kleine Rangieraufgabe
übernehmen: Und zwar den Verschub der beiden
nicht mit eigener Kraft fahrfähigen DGEG
Museumsloks ...
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... E32 27 und E244 31. Leider
kam das Licht jetzt sehr ungünstig fast genau
in Gleisachse von hinten, so dass das Fahrwerk
und die Front total im harten Schlagschatten "absäuft".
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Trotz des harten Mittagslichts genehmigte ich
mir ein Bild der drei anderen Gast- loks aus Österreich:
1042.600, 1044.28 und 1189.05. Ganz hinten
steht 139 560.
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Durch die Querlage der Hallen 54 und 55 stand
die Sonne für die hier aufge- stellten E-Triebwagen
natürlich wesentlich besser. Noch einmal,
aber jetzt von der anderen Seite, die Entwicklungslinie
der Regional-Tw mit 425 416, 456 104
und 430 106 (vgl. Bild 11).
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Beide Baureihen der "Elektro-Eierköpfe"
nebeneinander - das dürfte es höchst
selten im regulären Betrieb gegeben haben.
Deshalb hier noch eine weitere Ansicht von 456
104 neben seinem jüngeren Bruder 430
106.
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Das Freilassinger Pärchen aus 144 507
und 144 508 war eigentlich nur eine Notlösung.
Angefordert waren ursprünglich je eine 144.5
der ersten und der zweiten Bauart. Da die vorgesehene
144 502 aber leider nicht kommen konnte und kein
leerer Platz im sorgsam ausgeklügelten Stellplan
bleiben sollte, wurde kurzerhand die ausgemusterte
144 508 von den Schrottgleisen hinter der Halle
geholt.
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Auch wenn ich 163 002 in ihrer kurzen
Garmischer Zeit leider nicht vor Ort "erwischt"
habe - bei der Ausstellung im AW Freimann konnte
ich sie dank exponierter Stellung von allen Seiten
mit gut lesbarer Anschrift "Bw Garmisch"
ablichten.
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Noch stehen die drei "Kurzhauber" abgebügelt
vor der Halle:
Die Osnabrücker 104 020, die Freiburger
145 162 und 144 001 aus Garmisch.
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Das deutsche Krokodil wurde durch die Ingolstädter
194 086 vertreten.
Der Rallye-Streifen an der Seitenwand weist die
Lok als ehemalige "Ostlerin"
(d.h. vom Bw München Ost) aus.
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Jetzt wurde es ernst: Alle Bügel hoch. Damit
die Stromabnehmer bei langsam ausgehender Luft
nicht herunter fielen, wurden sie einfach am Fahrdraht
fest- gebunden. Ich hätte nie gedacht, dass
so etwas jemals genehmigt würde - aber wahrscheinlich
hat man gar nicht erst nachgefragt.
Für die Fotografen bedeutete das: Alle Maschinen
noch einmal aufnehmen.
Den Anfang macht 144 001,
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... und schließlich 110 002. Mehr
war direkt vor der Halle nicht machbar.
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Etwas weiter vorn war dann das Pärchen der
Nürnberger Edelhirsche "dran",
E19 01 und E19 12.
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Die rote E19 01 war bewusst
so aufgestellt, dass sie zu beinahe jeder Tages-
zeit auch in Schrägansicht aufgenommen werden
konnte.
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E44 Prototyp (144 001) und
letzte Serienausführung mit elektrischer
Bremse (145 162) Seit' an Seit', das war
natürlich auch kein Zufall.
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Allein dafür hätte sich
der Besuch im AW Freimann gelohnt: Die Höllentalbahnlok
E244 31 aufgebügelt auf Betriebsgleis
- das hätte ich mir vorher nie träumen
lassen. Dahinter ist die DGEG Museumslok E32 27
platziert.
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Aus heute nicht mehr erklärlichen
Gründen habe ich der E32 27 kein Dia
spendiert, sondern mich auf eine einzige(!) schwarz/weiß-Aufnahme
beschränkt.
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In diesem Ensemble erkennt man unschwer
die große Liebe von Hans-Dieter Andreas
für große Gelenklokomotiven. Im schönsten
Abendlicht kommt es zu einem einzigartigen deutsch/österreichisch/schweizerischen
"Krokodil-Treffen" von 194 086,
193 012, ÖBB 1189.05, SBB Ce6/8"
14253 u. SBB Ae8/14 11801.
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Urplötzlich und ehe ich mit
meiner Fototour fertig war, verschwand die Sonne
hinter einer abendlichen Dunstschicht, so dass
die erst spät aufgestellte Garmischer 160
010 leider nur noch ohne richtige Beleuchtung
dokumentiert werden konnte.
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Im allerletzten Büchsenlicht
kam beim Verlassen des Werks irgendwie auch noch
der moderne Fahrleitungs-VT 704 001 auf
den Film. Die ausgefahrene Leiter zeigt an, dass
nun alles fertig ist für die am nächsten
Morgen beginnende Groß-Veranstaltung "100
Jahre elektrische Eisenbahn".
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24.05.1979 - Ausstellung 1.Tag
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Eine Stunde vor dem offiziellen
Einlass gab es für eine schon erheblich größere
Schar von Fotografen als am Vortag die Möglichkeit,
noch ein paar Aufnahmen vor dem großen Besucheransturm
zu machen. Der Auftakt für mich war die Doppel-Lok
Ae8/14 11801, die, wie man unschwer erkennen
kann, im Prinzip aus zwei kurzgekuppelten Ae4/7
besteht (bei leicht geänderter Achsfolge).
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Sechs Achsen für ein hohes
Reibungsgewicht und drei zweiachsige
Drehgestelle für eine gute Kurvenläufigkeit
- das ist die Grundkonzeption der damals modernsten
Gotthard-Lok Re6/6 11675. Dahinter die
ursprünglich ebenfalls für den Betrieb
auf der Gotthard-Bahn entwickelte Gelenk-Lok Ce6/8"
14253.
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Entlang des Haupt-Querwegs vor der
Richthalle (und quasi in der 3. Reihe)
ergab sich folgender Anblick (v.l.n.r.):
SBB Re6/6 11675, ÖBB 1044.28,
181 212, 182 021, 112 500,
151 128,
ÖBB 1670.06, E32 27.
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Vertreter der modernen Technik aus
drei Ländern:
SBB Re6/6 11675 (konventionelle Wechselstrom-Technik)
ÖBB 1044.28 (Thyristor-Technik)
DB 181 212 (Thyristor-Technik, Mehrsystem)
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Aus Saarbrücken waren die beiden
Mehrsystem-Loks 181 212 und 182 021
angereist.
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Das aktuelle Farbschema vertraten
u.a. 112 500 und 151 128.
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Als nächste Lok war der ÖBB-Klassiker
1042.600 "dran", der in 4. Reihe
hinter 1670.06 aufgestellt war.
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Jetzt wurde es langsam Zeit, sich
um die Loks zu kümmern, die direkt vor der
Richthalle platziert waren. Auf dem ersten Gleis
stand, wie schon auf den Bildern 02 und 20 zu
sehen, die bayrische EP5 21534 alias E52
34 bzw. 152 034.
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Dann auch hier zunächst der
Blick "longline" mit:
144 001, 145 162, 104 020,
110 002, 103 002, 110 288,
140 092 und 141 015. Heute bedauere
ich es sehr, dass ich mich nicht weiter um die
drei oceanblau/ beigen Einheits-Elloks am Ende
der Reihe gekümmert habe, von denen die 140
noch mit den alten Schweiger-Gittern ausgerüstet
war.
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Das "Kurzhauber-Tripel"
mit 144 001, 145 162 und 104
020 hatte ich am Vortag schon einmal von der
anderen Seite aufgenommen (Bild 38).
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Auch wenn der Schlagschatten der
Nachbarlok (191 099) unschön auf das Fahrwerk
von 144 001 fällt - der Prototyp der
erfolgreichen Baureihe E44 war mir allemal ein
Bild Wert. Immerhin wurde damit die laufachsenlose
Lok-Bauweise mit Drehgestellen in Deutschland
eingeführt.
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Zwei Prototypen, zweimal 002: 110
002 und 103 002.
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Zwei blaue DB-Renner: Zum einen
E19 12 in der für mich schönsten
Form mit Zierstreifen und Schürze, sowie
118 010 "oben ohne", und deshalb
in meinen Augen leicht verunstaltet.
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Morgens ließ sich die blaue
E19 12 auch in Schrägansicht vor der
Richthalle aufnehmen. Der Anblick dieser Lok versetzt
mich noch 30 Jahre später in helle Begeisterung
- was für eine zeitlose Eleganz! Schade,
dass die Maschine später ebenfalls noch in
einen roten Epoche II Zustand zurückversetzt
wurde.
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Kaum weniger eindrucksvoll die rote
E19 mit (abgedecktem Hakenkreuz-) Geier. E19
01 wurde übrigens kurz nach der Ausstellung
an die Herstellerfirma AEG für das Verkehrsmuseum
Berlin abgegeben.
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Edelhirsche im Epochen Vergleich:
E19 01 (Ep II) und E19 12 (Ep IIIa).
Mit dieser Aufnahme wurde der morgendliche AW-Besuch
beendet und der restliche Tag an der Strecke verbracht,
wo mit den Pendelzügen zwischen dem AW und
München Hbf sowie dem regulären Verkehr
für reichlich Abwechslung gesorgt war. Dazu
mehr in der Galerie
"100 Jahre elektrische
Eisenbahn - das Rahmenprogramm"
(in Vorbereitung).
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Am Abend des 24.05. gab es dann
noch einen weiteren Kurzbesuch im AW, bei dem
allerdings nur diese Aufnahme des Turmtriebwagens
701 113 abfiel.
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25.05.1979 - Ausstellung 2.Tag
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Neuer Tag, gleiches Spiel. Erwartungsgemäß
hat sich auf dem Ausstellungs- gelände nichts
verändert und so wird lediglich das 3-Länder-Krokodil-Ensemble,
bestehend aus DB 193 012, ÖBB 1189.05
und SBB Ce6/8" 14253, verewigt, das
ich am Vortag irgendwie "übersehen"
hatte.
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Zum Abschluss noch einmal die beiden
klassischen Krokodile nebeneinander:
Das österreichische, 1189.05, und
das schweizerische Ce6/8" 14253.
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