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10.1 - DIE Schnellzuglok der Bundesbahnzeit |
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In dem Anfang der fünfziger
Jahre aufgelegten Beschaffungsprogramm für elektrische
Lokomotiven war die Baureihe E10 hauptsächlich
für die Bespannung von Reisezügen im Fernverkehr
vorgesehen. Dementsprechend wurden im Lastenheft
folgende Zugförderungsleistungen im Schnellzugdienst
gefordert (und auch erreicht):
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- 855
t in
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0 ‰
Steigung mit 150 km/h
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- 560
t in
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5 ‰
Steigung mit 140 km/h
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- 355
t in
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10 ‰
Steigung mit 140 km/h
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Bei einem durchschnittlichen
Gewicht von 40 t für einen halb besetzten Wagen
sind das genau 14 Wagen, die auch in leichten
Steigungen noch mit 140 km/h befördert werden
können. 14 Wagen plus Lok entspricht im Übrigen
auch der maximalen Bahnsteiglänge von ca.
400 m.
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Natürlich bespannte die
E10/110 nicht nur Züge solchen Kalibers, also
i.d.R. D-Züge, sondern genauso auch F-Züge, Eil-
und Personenzüge, sowie in ganz seltenen Fällen
sogar Güterzüge.
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Diese Galerie zeigt die
Baureihe 110 in ihren klassischen Einsatzfeldern
im Zeitraum von 1969 - 90 in chronologischer Folge.
Vertreten sind Loks von allen Heimat-Bws der BR
110 in der Bundesbahnzeit.
Die Vielzahl der Aufnahmeorte verdeutlicht, dass
diese Baureihe überall auf dem elektrifizierten
Streckennetz der DB präsent war.
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Ich empfehle ausdrücklich,
auch auf die Wagengarnituren
zu achten. Als Lok-Fan habe ich selbst die Wagen
früher nur als Beiwerk betrachtet - leider.
Erst rückblickend
entdecke ich die Vielfalt und den den Reiz der
unterschiedlichsten Garnituren. Es ist wirklich
erstaunlich, was damals so alles hinter der Lok
hing.
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Weitere Seiten
zum Thema E10 in der Bundesbahnzeit:
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Eines meiner ersten Streckenfotos
der BR E10/110 zeigt E10 129 mit D 266
am 19.10.68 in Wuppertal Langerfeld. Damals war
die Umzeichnung auf die neue Nummer in vollem
Gange, und von sechs Zügen war dieses der einzige,
der noch mit einer Lok mit alter Nummer bespannt
war. Heute ist diese Stelle durch zwei neu hinzugekommene
S-Bahn Gleise nicht mehr wieder zu erkennen.
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Einsätze von 110 im Güterzugdienst
waren früher extrem selten. Am 02.10.70 hatte
ich das Glück, dieselbe Lok wie auf dem vorherigen
Bild vor einem langen Ganzzug aus zweiachsigen
Selbstentlade-Wagen im Rbf Hohenbudberg zu erwischen.
Inzwischen ist 110 129 vom Bw Köln Deutzerfeld
allerdings mit neuer Nummer versehen und auch
die Dachleuchte des Spitzenlichts ist bereits
auf die spätere Serienausführung umgebaut.
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D/E 507 von Basel nach Hagen
führte ab Offenburg SNCF-Kurswagen aus Nizza mit
sich, die dem Zug eine besondere Note verliehen.
Am 27.03.71 hat er soeben den Bahnhof Wuppertal
Vohwinkel und die Ausfädelung der Rheinschen
Strecke passiert und rauscht nun in voller Fahrt
in Richtung Elberfeld. Es führt 110 199 vom
Bw Dortmund Bbf.
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Einen klassischen D-Zug
hat die Deutzerfelder 110 143 am Haken,
als sie am 12.04.71 kurz hinter dem Bahnhof Ennepetal
die Talseiten wechselt. Der Zuglauf vereinigt
zwischen Hannover und Aachen den D 112 (Berlin
- Aachen) und
D 182 (Hannover - Paris Nord).
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Nachdem ab 1969 die 160
km/h schnellen 112.4 komplett dem Betrieb zur
Verfügung standen, wurden Einsätze der 110.1 in
F-Zug Diensten selten. Am "Tag der deutschen Einheit"
1971 (für JuFus: 17.06.71) ist 110 462
(KDfd) mit
F 148 "Porta Westfalica" unterwegs, abgelichtet
von der damals gerade erst wachsenden und deshalb
noch weitgehend bewuchsfreien Bauschutthalde bei
Bochum Kornharpen.
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Mit einem Reisebüro-Sonderzug
ist die Dortmunder 110 169 am 26.07.71
über die Tauern bis nach Klagenfurt gekommen.
Solche Langläufe vor schweren Zügen waren damals
keine Seltenheit. Bemerkenswert sind nicht nur
die beiden Stromabnehmer am Fahrdraht, sondern
auch die ungewöhnliche Schrifttype für die neue
Nummer, die bei einigen Dortmunder Loks zu finden
war.
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Eine berühmte Fotostelle,
die auch schon Altmeister Bellingrodt gerne aufsuchte,
ist die östliche Einfahrt nach Wuppertal Elberfeld.
Natürlich wäre mir eine 03.10 seinerzeit lieber
gewesen, aber eine Bügelfalten-E10 fast im Lieferzustand
ist auch nicht zu verachten. Am 01.10.71 ist es
die Deutzerfelder 110 462, die den Pariser
Schnellzug D 246 bespannt.
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Ungeachtet der noblen Wagengarnitur
ist es nur ein Nahschnellverkehrszug,
N 4796, den 110 364 (KDfd) bespannt. Die
Aufnahme entstand am 02.10.71 bei Gruiten, kurz
hinter der Verzweigung an der Kölner Strecke.
Bügelfalten-E10 mit Schürze, grüne
Schnellzug-Wagen, Formsignal und eine Kuh, die
nicht wegläuft - Fotografenherz, was willst
Du mehr.
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Die nächsten 3 Bilder entstanden
alle am 15.10.71 innerhalb einer Viertelstunde
an der Köln-Mindener Strecke, westlich des Bahnhofs
Wanne Eickel.
Den Auftakt macht 110 294 (Bw Offenburg)
mit D 411, der mit seinen vereinzel-ten Altbau-Wagen
typisch ist für die Zugbildung der Schnellzüge
dieser Zeit.
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Unmittelbar nach dem Schnellzug
folgt 110 201 (DoB) ganz unstandesgemäß
mit einem "popeligen" Personenzug, P 3016, der
allerdings aus einer sehens-werten Zuggarnitur
mit nicht weniger als fünf Post- bzw. Packwagen
besteht. Auch die Kasten-E10 befindet sich noch
weitgehend im Lieferzustand, man beachte z.B.
das große obere Spitzenlicht.
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Von der anderen Seite, also
aus Richtung Gelsenkirchen, kommt ein Post- bzw.
Expreßgutzug mit 110 452 vom Bw Köln
Deutzerfeld.
Drei Züge, dreimal 110, drei Zuggattungen, drei
sehenswerte Zuggarnituren - Bundesbahnzeit
eben!
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Klassische Bahnhofsszene
in Altenbeken: Abfahrbereit vor E 1644 nach Aachen
steht am 10.04.72 die Kölner 110 147 am
Bahnsteig. Heute finde ich dieses Bild mit Lok
hinter Fahrzielanzeiger interessanter als die
nachfolgend entstandene Aufnahme "ohne Alles"
bei der Ausfahrt. So ändern sich die Ansichten
…
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Die Nürnberger 110 wurden
schwerpunktmäßig auf der Strecke Frankfurt (M)
- Nürnberg - Passau eingesetzt. Am 12.08.72 wurde
eine längere Pause zwischen zwei Dampf-Zügen auf
der Nebenbahn Neumarkt/Opf. - Beilngries für eine
Aufnahme an der Hauptstrecke bei Sengenthal genutzt.
Leider kommt D 521 statt mit der erwarteten 118
mit 110 448, aber eine "vollverkleidete
Bügelfalte" ist mir heute sogar lieber!
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Um Lücken im Umlaufplan
zu schließen, wurden die 110 auch früher
schon vor Personenzügen eingesetzt. Mit N
2470 hat 110 125 (KDfd) soeben den Abstell-bahnhof
Wuppertal Langerfeld verlassen und rollt jetzt
über die Ortsgleise in Richtung Oberbarmen.
07.10.72.
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Zuerst wollte ich gar nicht
glauben, was ich da soeben gesehen und fotografiert
hatte: Eine Bügelfalten-E10 mit einzelnen Lüftungsgittern.
Und tatsächlich, in dieser Ausführung mit Doppeldüsen-LG
ohne Seitenfenster sollte die Hamburger 110
321 (neben 110 291) stets ein besonderer Exot
bleiben.
Am 03.05.74 eilt sie bei Wettmar (Krs. Großburgwedel)
mit E 1571 durch die südlichen Ausläufer der Lüneburger
Heide.
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Ein ganz besonderes Exemplar
war 110 365 mit ihren großen Warndreiecken
an der Lokfront. Ob der damit beabsichtigte erhöhte
Warneffekt gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern
erzielt wurde, wage ich zu bezweifeln. Auf jeden
Fall war es ein ästhetischer Fehlgriff erster
Güte. Am 02.02.75 besitzt die Lok noch ihre Pufferverkleidungen
und Schürzen, als sie mit D 292 "Tauern-Orient"
aus dem Bahnhof Rosenheim beschleunigt.
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110er im TEE-Einsatz. An
der österreichisch/italienischen Grenze am Brenner
hat die Münchener 110 329 den TEE 84 "Mediolanum"
übernommen, um ihn auf seiner letzten Etappe über
Innsbruck nach München zu bespannen. Der Zug ist
komplett aus den damals brandneuen TEE-Wagen der
FS gebildet. Kurz hinter dem Abzweig der Strecke
nach Holzkirchen legt sich der Zug am 02.02.75
bei Rosenheim in die Kurve.
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So ein Ärger: Zigmal hatte
ich 110 466 (HEid) mit ihren Versuchsdrehgestellen
(für BR 111) gesehen, aber als sie mir das erste
Mal vor die Kamera fuhr, hatte sie diese bereits
wieder gegen Regel-Drehgestelle eingetauscht.
"Total normal" und leider schon ohne Pufferverkleidung
und Schürze sehen wir sie hier am 22.04.75
mit E 2540 bei Isselhorst-Avenwedde, Strecke Brackwede
- Gütersloh.
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Die Güterumgehungsbahn in
Hannover wird nur selten von Reisezügen befahren.
So war es eine angenehme Überraschung, als die
Eidelstedter 110 382 mit einem Sonderzug,
gebildet komplett aus DR-Wagen, aus der Brücke
über den Lindener Seitenkanal auftaucht. Von rechts
fädelt sich die Eckverbindung von Hannover Leinhausen
ein. Ahlem (bei Hannover), 27.08.75.
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Ein paar Tage später, am
01.09.76, war ich wieder in Ahlem, dieses Mal
aber an der Hauptbahn Hannover - Wunstorf, quasi
am anderen Ende der oben genann-ten Eckverbindung.
Unter der damals noch vorhandenen Signalbrücke
hindurch braust 110 369 (ebenfalls Bw HEid)
mit Interzonenzug D 446 Leipzig - Köln gen Westen.
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Die Fotokurve bei Tamm war
nicht nur gut für Altbau-Elloks und Altbau-ETs
(z.B. Galerien schwäbische
Krokodile, ET-Direktion
Stuttgart), sondern auch für Einheits-Elloks
aller Art. Die Kölner 110 471 hat in Stuttgart
den D 214 "Rhein-Express" nach Hoek van Holland
übernommen und macht sich jetzt auf den langen
Weg nach Emmerich. Tamm, 08.04.76.
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Schon immer ein namhafter
internationaler Schnellzug war D 264 "Mozart".
Vor der imposanten Fabrikkulisse der (ehem.) Schuhfabrik
August Wessels in Augsburg Oberhausen macht er
sich auf den Weg zum nächsten Etappenziel,
Stuttgart Hbf. Am 28.08.76 ist die freimannblaue
110 226 (DoB) Zuglok des illustren Wagenparks
- das waren noch Züge ...
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Wenig später kommt aus der
Gegenrichtung, allerdings auf dem Streckengleis
aus Donauwörth, die Münchener 110 450 mit
D 1683. Was damals nur "Beigabe" zu diversen Altbau-Elloks
war, erfreut heute den Freund der Einheits-Elloks.
Augsburg Oberhausen, 28.08.76.
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Die erste ozeanblau/beige
Bügelfalten-110 in meiner Sammlung: Frisch im
Lack, mit neuen langen Klatte-Gittern und langer
Gummileiste, macht die Lok auch im neuen Design
eine gute Figur - nicht zu vergleichen mit der
Lieferausführung, jedoch immer noch besser als
das, was danach kommen sollte.
110 384 (MüH) mit P 4605 am 23.09.76
bei der Ausfahrt aus dem Bf. Murnau.
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Zurück zu blauen 110ern
und "standesgemäßen" Zügen: Mit D 1285 "Dolomiten-Express"
rauscht 110 298 (MüH) am 25.09.76
durch den Bahnhof Gablingen. Hier wurden auch
mit schweren Zügen die 140 km/h ausgefahren.
Damals war es noch nicht vorstellbar, dass sich
diese elegante Schnellzuglok am Ende ihrer Einsatzzeit
einmal mit Regionalzügen aus ein paar n-Wagen
würde herum-schlagen müssen.
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Von noch größerem
Kaliber als D 1285 auf dem vorangegangenen Bild
ist der
D 299 "Kärnten-Express". Die Eidelstedter 110
382 hat den schweren Zug mit knapp 600 t bereits
ab Hmb. Altona am Haken. Von Donauwörth bis Augsburg
und weiter nach München ist auch wieder zügige
Fahrt angesagt, mit solch' einem Zug kein leichtes
Spiel für eine 110, aber doch Auslegungsfall.
Mertingen, 12.07.77.
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Ob der Lack schon trocken
ist? Ganz frisch aus dem AW kam 110 331
(MüH), als sie mir am 16.07.77 bei Kutzenhausen
vor die Kamera fuhr. Lange Klatte-Gitter, lange
Gummileiste und Griffstange - alles Merkmale der
ersten ozean-blau/beigen 110.3.
Personenzug 4077 war übrigens ein Jahr zuvor
noch eine 117er-Leistung, doch inzwischen hat
die Verdrängung von oben nach unten durch
die neuen 111 beim Bw München Hbf bereits
voll eingesetzt.
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Über die kurvenreiche
Strecke Mühlacker - Bruchsal quält sich
110 392 vom Bw Stuttgart mit dem schweren
D 294 "Jugoslavia-Express". Erst später
stellte ich fest, dass ich hier einen absoluten
Exoten "erlegt" hatte: Die einzige Bügelfalten-110
in ob mit altem Lüfterband (abgesehen von
der Nachbau-Lok 110 360). Aufnahme bei Ölbronn
am 28.05.78.
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Mit E 2637 hat 110 303
soeben den Bf Essen Bergeborbeck hinter sich gelassen
und kurvt jetzt durch den sich anschließenden
Einschnitt, der in Zeiten frei-geschnittener Böschungen
ein schönes Motiv von der Brücke Bottroper Straße
aus bot. Dieser Zug war eine planmäßige Leistung
des Bw Hamburg Eidelstedt. Essen, 13.04.79.
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Positionswechsel am gleichen
Tag, 13.04.79: Gleich das nächste Bild auf dem
Film ist erneut eine 110. Und zwar die Kastenlok
110 135 (DoB) mit D 624 am Abzweig Essen
Kray Süd. Zwei Packwagen hinter der Lok waren
seinerzeit durchaus keine Seltenheit.
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Und weil mir die Stelle
so gut gefällt, gleich noch eine 110; dieses Mal
aber die Bügelfalte 110 465 (HEid). Gerade
passiert sie die berüchtigte Stelle am Abzweig
Essen Kray Süd, wo Fernbahn und Ortsgleise
zusammengeführt werden. Ein schlecht gemachter
Querneigungswechsel (Bogenweiche in der Überhöhung)
führte hier früher regelmäßig
zu einem heftigen Querruck, der eine 110 nicht
selten in die Queranschläge gehen ließ. 13.04.79.
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Nur wenige 100 Meter weiter
in Richtung Bahnhof Essen Kray Süd bot sich dieser
Blick auf das Viadukt der Schönscheidstraße über
die Bahn; in dieser Form auch damals schon nur
machbar, weil die Böschung neu bepflanzt
war. Ebenfalls am 13.04.79 sehen wir hier die
Dortmunder 110 437 mit D 713.
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Wie schon die 110.3 auf
dem letzten Bild, ist auch 110 440 (DoB)
bereits ihrer Schürzen und Pufferverkleidungen
beraubt und das schöne alte Lüfterband
ist durch sieben einzelne, lange Klatte-Gitter
ersetzt. Exakt an der Stelle, die D 443 soeben
passiert, kurz hinter Bochum Langendreer und genau
genommen sogar schon auf Dortmunder Stadtgebiet,
befindet sich heute die Ausfädelung der (Neubau-)
Strecke von Dortmund nach Witten. 19.05.79.
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Mit dem Saisonschnellzug
D 1842 läuft die Eidelstedter 110 351
am 13.07.79 in den Bahnhof Uelzen ein. Nach einer
Unfallausbesserung war diese Lok eine der ersten
110.3 ohne Blechregenrinne und ohne Gummileiste,
ohne DB-Gußschild und Pufferverkleidung,
aber immerhin noch mit Schürze.
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Geislinger Steige, Strecke
Stuttgart - Ulm (-München); hier kamen die
110er im Jahr 1979 noch im Blockabstand. Die Kölner
110 454 hat am 01.09.79 einen Autoreisezug
am Haken, den sie ohne Schub über den Berg
bringen muss.
7 Reisezug- und 2 Autotransportwagen - das dürfte
hart an der Grenzlast gewesen sein.
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Oben auf der schwäbischen
Alb bei Urspring ist es kurz darauf die Stuttgarter
110 294, die den stark verspäteten
IC 597 "Herkules" nach München
bringt. Zur Planzeit des IC war eine 103 mit zwei
IC-Wagen als kurzfristig eingelegter Ersatzzug
gekommen. 01.09.79.
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110 107 war eine
von vier 110ern, die formal als Wiederaufbau verunfallter
Loks geführt wurden, in Wirklichkeit aber
komplette Neubauten waren. Am 23.07.80 steht die
damals beim Bw Frankfurt(M) -1 beheimatete Lok
vor TUI-Ferien-express D 13003 in Dortund Hbf,
und wartet darauf, die Urlauber in den sonnigen
Süden bringen zu können.
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Zur Abkühlung eine
Winteraufnahme von der Ruhr-Sieg Strecke. Wir
schreiben den 16.02.83 und Bügelfalten-110
mit Pufferverkleidung und Schürze sind generell
schon passé; aber auch Loks mit altem Lüfterband
sind mittlerweile rar geworden; Eine solche ist
110 459 (KDfd), die mit (E) 3165 mühelos
und ohne Halt durch den Hp Kirchhundem bergwärts
schnurrt.
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110 483 war die erste
Lok ihrer Baureihe, die bereits mit neuer Nummer
geliefert wurde. Allerdings hatte sie da noch
Pufferverkleidung und Schürze, DDL-Band und
eine Front mit Griffstange und DB-Schild,
jedoch ohne UIC-Steckdose,
UIC-Griffe und Gummileiste.
An der gleichen Stelle, an der fast auf den Tag
genau 12 Jahre zuvor Bild 04 entstand, rollt sie
mit E 3124 gen Wuppertal. Ennepetal, 16.04.83.
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Die 110 244 war den
meisten Eisenbahnfreunden als besondere 110 bekannt,
hatte sie doch noch bis 7/91 die Schnellfahr-Drehgestelle,
die sie einst als provisorische Rheingoldlok erhalten
hatte. Davon allerdings ist aus dieser Perspektive
nicht viel sehen. Deutlicher ist da schon das
Klatte-Seitenfenster zwischen den DDL-Gittern.
Bei Westhofen ist die Dortmunder Lok am 24.09.83
mit D 816 in Richtung Schwerte unterwegs.
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Kurze Zeit später,
nur wenig weiter in Richtung Hagen, kommt mir
am gleichen Tag die noch relativ frisch umlackierte
110 402 (KDfd) mit D 2640 entgegen. Westhofen,
24.09.83; das war früher eine klassische
Fotostelle für die Hagener 03.10 - nur leider
vor meiner Zeit.
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Und gleich noch eine ozeanblau/beige
110, zur Abwechslung eine Kastenlok: Über
die Hohenzollerbrücke in Köln kommt
die Deutzerfelder 110 119 mit E 3009 gerumpelt.
Ich bekomme heute noch ein schlechtes Gewissen,
wenn ich sehe, wo ich damals fast eine Stunde
lang völlig unbehelligt gestanden habe. Das
wäre heute, zu Recht, nicht mehr möglich.
Köln Deutz, 13.10.83.
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Die Strecke Duisburg - Düsseldorf
ist motivlich nicht sehr spektakulär. Aber
sie weist eine extrem hohe Zugdichte auf, mit
vielen nationalen und internationalen Schnellzügen,
damals noch mehrheitlich mit 110 bespannt. Ein
kurzer Ausflug an die Strecke bei Kalkum am 23.04.84
war denn auch sehr ergiebig. Das erste Bild zeigt
110 148 (KDfd) mit D 15905, der einen schweizer
Kurswagen mit sich führt.
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Auch der direkt dahinter
folgende Zug, D 203 "Loreley", hat zwei
schweizer Kurs-wagen. Zuglok ist die Dortmunder
110 444, der offensichtlich ihre Gummileiste
über den Stirnfenstern abhanden gekommen
ist. Das Ankleben der Leiste gelang anfangs halt
nicht immer ganz perfekt. Kalkum, 23.04.84.
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Am 11.06.86 begegnete mir
110 476 (DoB) in Höhe des S-Bahnhofs
Dsd. Zoo. Für einen Gesellschafts-Sonderzug
ist der Zug mit nur drei Wagen reichlich kurz;
vielleicht ist es aber auch nur ein Leerreisezug.
Zusammen mit Schwesterlok 110 475 war die 476
eine der beiden 110er mit Flexicoilfeder-Drehgestellen.
Bemerkenswert auch
der Zustand mit Dachrinne und Klatte LG/Klatte
Seitenfenster.
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Schwerte, Block Heide am
07.07.84: Interzonenzug D 446 passiert die bekannte
Abzweigstelle unter der Autobahn A1, die in diesem
Moment auffällig Lkw-frei ist. Ohne Dachrinne,
Griffstange und Trittrost, dafür aber mit UIC-Griffen
und Klatte-Lüftungsgittern, präsentiert 110
249 (DoB) den typischen Ausrüstungszustand
der blauen 110 dieser Zeit.
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Zwei 110er vorm Zug, d.h.
Nutzvorspann, kam im Regelbetrieb so gut wie über-haupt
nicht vor; man konnte schon froh sein, wenn eine
zweite Lok als "Wagen" mitgeführt
wurde. Umso besser, wenn es zwei blaue waren.
So wie hier am 08.05.85, als 110 448 und
110 470 (beide DoB) vor FD 722 "Berchtesgadener
Land" in Düsseldorf Unterrath abgelichtet werden
konnten.
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Als designierte Museumslok
wurde 110 348 von ihrem Heimat-Bw Frankfurt
(M)-1 so gut es ging in einem angenäherten Ursprungszustand
gehalten. Am 11.05.88 steht sie mit D 1791 vor
der imposanten Bahnhofshalle des Frankfurter Hbfs.
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Früher guckten hier die
"Knackis" durch schwedische Gardinen auf die Strecke.
Am 14.06.88 ist von dem früheren Wuppertaler Gefängnis
in Unterbarmen nur noch ein Brachgelände übrig
geblieben, an dem die Dortmunder 110 511
mit
D 2842 entlang fährt. Diese Lok entstand in 04/85
durch Umbau aus 139 134. Dabei erhielt die Lok
auch beidseitig Doppellampen und eine ozeanblau/beige
Lackierung.
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Als ich am 10.07.88 die
Kölner 110 304 mit ihrem E 3075 in Hermannspiegel
aufnahm, hätte ich nicht gedacht, dass dieser
Ort später einmal zu einer der bekanntesten Fotopunkte
der Nord-Süd Strecke werden würde. Damals gab
es allerdings auch noch nicht die heutige Straßenbrücke.
Interessanter war da schon, dass 110 304 eine
der vier blauen 110.3 mit kurzen Klattegittern
ohne Mittelfenster war!
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Ein ganzes Stück weiter
südlich bei Marbach (Haune), kurz vor Fulda, entstand
ebenfalls am 10.07.88 das Bild der Frankfurter
110 345 mit D 454. Der Zug ist komplett aus
DR-Wagen gebildet - aber anders als in den Bildern
19 und 33 besitzen jetzt sowohl die Lok als auch
die Wagen die seinerzeit aktuelle Farb-gebung.
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Blaue 10er vor reinrassiger
IR-Garnitur - dazu gehörte 1990 schon ein wenig
Glück, denn so langsam wurden die blauen Maschinen
rar. Bemerkenswert an 110 245 (DoB) ist,
dass zwar die Blechregenrinne an den Frontseiten
entfernt, die Farbkante zum grauen Dach aber nach
wie vor unverändert ist.
IR 1640, Essen Frohnhausen, 08.03.90.
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Zum Schluß noch einmal
eine 110 im ach so ungeliebten Ozeanblau/Beige,
das erst rückblickend an Reiz gewinnt - zumindest
bei sauberen Fahrzeugen. Das trifft sicherlich
auf die Deutzerfelder 110 122 zu, die am
17.03.90 den Bahnhof Köln Deutz mit D 322 nach
Oostende verläßt. Die Zuggarnitur besteht
über- wiegend aus neuen belgischen I10-Reisezugwagen,
einer Nachfolgeserie der bekannten Eurofima-Wagen.
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