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In den siebziger und achtziger
Jahren, in der Bundesbahnzeit,
war die Bundesbahndirektion Stuttgart eine Hochburg
für alte und neue Elektrotriebwagen. Diese Fahrzeugart
war damals bei weitem noch nicht so stark vertreten
wie heute und eigentlich eher die Ausnahme im
Personennah- und Regionalverkehr (außer S-Bahn).
Schon bei meiner ersten Reise durch die BD Stuttgart
(1965 auf dem Weg zur IVA in München) fielen mir
die vielen Elektrotriebwagen unter- schiedlichster
Bauart auf, die ich bis dahin nur aus Büchern
kannte. Später, in der Altbau-Ellok-Phase, sollten
sie für mich neben den württembergischen Krokodilen
der Baureihe 193 zum Charakteristikum dieser Region
werden.
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Vorab ein paar kurze Bemerkungen
zu den hier eingesetzten Triebwagen-Baureihen:
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Die ältesten Triebwagen
der Region waren die ET/ES65 (465/865),
die ab 1933 in drei Liefer-Serien speziell für
den Vorortverkehr in und um Stuttgart beschafft
worden waren. Von 25 gebauten Triebwagen kamen
noch 23 zur DB; fehlende Steuerwagen wurden durch
Umbau von EB/ES51 und ES25 ersetzt. Durch den
Umbau des technisch sehr ähnlichen ET51 01 in
den ET65 031 konnte noch ein weiterer Zug gebildet
werden.
Die Triebzüge wurden Anfang der 60er Jahre einer
grundlegenden Rekonstruktion unterzogen, bei der
die alten zwei- achsigen Mittelwagen (ex württ.
Personenwagen) durch farblich angepasste Vierachs-Umbauwagen
(B4yge) ersetzt wurden. Der Einsatz der ET65 erfolgte
hauptsächlich auf der Strecke Bietigheim - Stuttgart
- Plochingen (- Tübingen) und endete nach mehr
als vierzig Dienstjahren mit dem Sommerfahrplan
1978.
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Auch die Geschichte des
ET25 (425) ist eng mit der Direktion Stuttgart
verbunden. Bereits der erste Zug der neuen Triebwagen
für den Städte-Schnellverkehr, der elT 1801a/b
und heutige Museumszug ET25 015a/b, wurde 1935
werksneu dem Bw Tübingen zugewiesen. Seitdem waren
immer einige Züge in der BD Stuttgart beheimatet,
wechsel- weise in Tübingen oder Esslingen, bis
im Sommer 1970 alle 17 bei der DB verbliebenen
Triebwagen BR 425 im Zuge einer Typenbereinigung
beim Bw Tübingen zusammengefasst wurden. Von hier
aus wurden sie bis zum Ende des Plandienstes im
Sommer 1985 großräumig und bis über die Direktionsgrenzen
hinaus eingesetzt.
Auch die ET25 wurden ab 1962 einer umfassenden
Generalüberholung unterzogen, die eine erhebliche
Änderung des äußeren Erscheinungsbildes zur Folge
hatte: Die ursprünglich abgerundete Kopfform mit
stirnseitigen Übergängen wurde durch eine zeitgemäße,
eckigere Form ersetzt - nicht gerade schöner,
aber doch irgendwie typisch für die Bundesbahnzeit.
Die Steuerwagen, die früher als Einzelwagen an
den zweiteiligen Triebwagen angehängt wurden,
wurden zu Mittelwagen umgebaut, wodurch sich die
neue Zugkonfiguration ETa+EM+ETb ergab.
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Die ET55 (455) waren
bis auf eine geänderte Getriebeübersetzung baugleich
mit dem ET25. Zunächst wurden vier Züge beschafft
(1939), vier weitere entstanden 1942 (2), 1951
und 1955 durch Umbau aus ET25. Anfang der sechziger
Jahre erfolgte in gleicher Weise wie beim ET25
eine Generalüberholung, nach der sich die Triebzüge
ebenfalls mit eckigen Köpfen und in der Konfiguration
ETa+EM+ETb präsentierten.
1981 wurden die bis dahin in Tübingen stationierten
Triebwagen an des Bw Heidelberg abgegeben.
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Aus technikgeschichtlicher
Sicht ein Zwitter ist der ET56 (456), der
erste E-Triebwagen Neubau der DB nach 1945. Der
E-Teil war weitgehend baugleich mit dem des ET25,
unter Nutzung zahlreicher, noch vorhandener Ersatzteile
für diesen. Der wagenbauliche Teil dagegen war
eine Neukonstruktion, bei der die neuesten Erkenntnisse
des Fahrzeug- Leichtbaus berücksichtigt wurden.
Charakteristisch, und ähnlich wie bei dem zeitgleich
entwickelten VT08, war die dreidimensional abgerundete
Kopfform, die den Zügen den Spitznamen "Eierköpfe"
einbrachte.
1968 waren noch alle sieben Züge in Tübingen stationiert
und wurden von dort aus vornehmlich im Eilzugdienst
nach Stuttgart und Heilbronn eingesetzt. Im Sommer
'70 wurden sie im Tausch gegen 425 nach Heidelberg
abgegeben.
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Als direkter Vorläufer (wenn
auch nicht Prototyp) des neuen S-Bahn-Triebwagens
BR 420 ist der 1964 in 5 Exemplaren gebaute ET27
(427) anzusehen. Mit drei Einstiegen/Wagenseite
und 4 angetriebenen Radsätzen pro Endwagen war
dieser ET speziell für den schnellen Personen-Nahverkehr
in Ballungsräumen konzipiert. Wie die ET65 waren
diese Triebwagen, abgesehen von kurzen Probeeinsätzen
in anderen Netzen, Zeit ihres Lebens im Stuttgarter
Raum beheimatet.
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Die Bilder sind in chronologischer
Reihenfolge angeordnet und dokumentieren, dass
die BD Stuttgart in der Bundesbahnzeit
ein wirkliches Eldorado für Freunde alter
und neuer E-Triebwagen war.
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Meine ersten brauchbaren
ET-Aufnahmen entstanden bei einem ausgedehnten
Zwischenhalt in Stuttgart am 05.09.67 auf einer
Bahnfahrt von München zurück ins heimatliche Wuppertal.
Bevor es ins Bw ging, gelang im Hauptbahnhof noch
ein Bild des ausfahrenden ET65 013, damals
noch ohne Werbung und ohne
DB-Keks an der Stirnseite, dafür aber mit
alten SBS 10 Stromabnehmern.
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Im Bahnbetriebswerk Stuttgart
Hbf gab es zwar leider keine Dampfloks mehr zu
sehen, aber zwischen etlichen Altbau-Elloks fand
sich auch der erste Neubau-ET der DB, ET56
001. Man beachte die als Blend- bzw. Sonnenschutz
verwendeten Gardinen hinter den Frontfenstern
- Epoche III pur.
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Nächstes Ziel war Bad Cannstatt,
wo sich damals das einzige Ausbesserungs- werk
für E-Triebwagen im Bereich der DB befand. Im
Top-Zustand präsentiert sich der Tübinger ET56
005. Die ursprüngliche Farbgebung mit den
schwarz hinterlegten Frontfenstern und dünnen
Zierstreifen steht dem Zug ebenso gut wie seinem
Nachfolger ET30 (siehe Galerie "ET30
- Der Ruhrgebietssprinter").
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Aus Regensburg ist ET26
003 ins AW Bad Cannstatt gekommen. Die Abstellung
auf Hilfsdrehgestellen im Außenbereich deutet
darauf hin, dass größere Repara- turen am Triebdrehgestell
bzw. den Fahrmotoren vorzunehmen waren.
Dieser Triebwagen entstand 1957 durch Umbau aus
dem Isartalbahn ET182 21 (ex S-Bahn Berlin ET165
636), bei dem der Wagenkasten eine komplett neue
Kopfform erhielt.
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Ein weiterer Triebwagen-Exot
stand, leider nur von vorn fotografierbar, in
der Abnahmehalle des AW: ET45 01 vom Bw
Heidelberg, den ich einige Tage zuvor in Baden-Oos
schmerzlich vermisst hatte.
Hierbei handelt es sich um den ehemaligen ET255
01, der seinerseits 1950 aus dem ET25 026 für
den 25kV / 50Hz Versuchbetrieb auf der Höllentalbahn
hergerichtet worden war.
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Vor der Weiterreise am
05.09.67 blieb noch etwas Zeit für einige Aufnahmen
im Stuttgarter Hbf. Den Anfang macht ET25 001a
am Schluss eines Zuges in Richtung Bietigheim.
Bei der Nummer handelt es sich um eine Zweitbesetzung.
Der originale ET25 001a/b wurde im Krieg so stark
beschädigt, dass nur der
a-Wagen als ET26 102a (!) wieder aufgebaut
werden konnte ('52 in ET25 105a", '65 in
ET25 023a"). Dieser Zug hier war dagegen
ursprünglich ET25 109.
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ET25 001 war allerdings
weder in Erst- noch in Zweitbesetzung wirklich
der erste ET25. Das war vielmehr der 1935 in Dienst
gestellte Triebwagen mit der DRG Nummer elT 1801,
der ab 1941 als ET25 015a/b bezeichnet
wurde und heute noch als Museumszug vorhanden
ist. Hier verlässt er Stuttgart Hbf am Schluss
einer ET25-Doppel-Einheit, vermutlich als E 4861
nach Bietigheim.
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Kurze Zeit später ist
es sogar eine Dreifach-Einheit mit ET25 016a
am Zug-schluss, die sich durch das Gleisgewirr
des Bahnhofsvorfelds schlängelt. Beinahe
hätte mir die einfahrende E41 207 noch einen
Strich durch das vorher ausgeguckte Motiv mit
Bahnhofsschild und E10 gemacht; etwas früher
abdrücken mußte ich aber schon.
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Nach gut drei Jahren Betriebsdienst
präsentiert sich ET27 002a noch ganz im
Lieferzustand. Mit seinen um die Ecke gezogenen
und hellgrau hinterlegten Führerstandsfenstern
ist er ein typischer Vertreter des sechziger-Jahre
Designs. Auch hier kann ich die Zugnummer nur
unter Vorbehalt angeben, da erst Jahre später
rekonstruiert: Vermutlich fährt er als N
3146 nach Weil der Stadt.
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Und auch ein ET65 gibt sich
noch einmal die Ehre, und zwar ET65 005
am Schluss einer ausfahrenden Doppel-Einheit.
Bedauerlicherweise zeigte sich bei diesem Nachschuss
die einfache Kameratechnik (1/125 sek Festeinstellung)
den am Bahnsteigende bereits erreichten Geschwindigkeiten
des zügig anfahrenden Triebwagens nicht gewachsen
(das gilt leider auch für die andere Aufnahmen
dieses Tages aus dem Stuttgarter Hbf).
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Aus meiner schwarz/weißen
Zeit (1969 - 1972) zeige ich nur zwei Aufnahmen
des ET56, da dieser danach nicht mehr im Stuttgarter
Raum anzutreffen war:
Direkt neben dem Bw Heilbronn, an der Strecke
nach Eppingen, entstand am 06.07.68 die Aufnahme
einer Doppeleinheit ET 56 mit ET56 005a
an der Spitze. Auch wenn es so aussieht - dieses
war keine Zugfahrt, sondern eine aufgerüstet abgestellte
Leergarnitur, die auf die Rückfahrt nach Tübingen
wartet.
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Der nächste Tag, also
der 07.07.68, begann im Hauptbahnhof von Heilbronn
mit ET56 007b, der als E 4854 auf Ausfahrt
wartet; Fahrziel ist Tübingen. Nach Heilbronn
kamen die 456 auch später noch, dann aber
von ihrer neuen Heimat Heidelberg aus über
die Neckarstrecke. Auf diesem Bild sieht man auch
schön die im Sinne des Wortes "hervorragende"
Befestigung des Indusimagneten vorn rechts.
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Ab 1973 konnte ich auch
wieder farbig fotografieren. Nach 3 äußerst ergiebigen
Tagen in und um Freudenstadt (siehe Galerie "Mit
der P8 durchs Kinzigtal") lag auf der
Rückfahrt das Bw Tübingen am Weg. Alte Preußen
gab es hier schon nicht mehr zu sehen, aber interessante
ETs nach wie vor: Am 06.04.73 warten 425 418
und 427 101 neben dem Schuppen auf neue
Aufgaben.
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In Vaihingen Österfeld,
etwa dort, wo sich heute die gleichnamige S-Bahn
Station befindet, hatte man am 06.04.76 einen
schönen Blick auf die Gäubahn, die sich hier in
einer lang anhaltenden Steigung aus dem Stuttgarter
Talkessel hinauf nach Böblingen windet. Kein Problem
für 427 402, der als P 4957 mühelos den
Berg hinauf schnurrt.
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Nach drei anstrengenden
Tagen Seminar war am 08.04.76 endlich Zeit, mich
meinem Hobby zu widmen. Bevor es an die Strecke
ging, kam im Stuttgarter Hbf noch 425 401
+ 425 420 als E 3611 bei der Ausfahrt nach
Tübingen auf's Cellu- loid. Verglichen mit Bild
6 trägt der "Einser" jetzt Werbung und
ein DB Logo an der Front.
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Der Umbau des Bahnhofs Ludwigsburg
für den S-Bahn Betrieb war am 08.04.76 bereits
in vollem Gange. Das machte diesen Ort nicht gerade
fotogen und daher belasse ich es bei einer Aufnahme
von 465 019, der zusammen mit einer weiteren
465 Einheit den P 4206 nach Bietigheim bildet.
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Schon länger gereizt
hatte mich die Strecke von Ludwigsburg nach Bietigheim,
die neben einem überaus dichten und vielseitigen
Verkehr auch noch die alte Reichsbahn-Fahrleitung
mit Querfeldern über (nur) drei Gleise aufwies
- man beachte die vertikalen Stäbe in den
Querfeldern, an denen die Fahrdraht Seiten-halter
befestigt sind. In der Fotokurve bei Tamm, gegenüber
dem heutigen Breuningerland, begegnet mir 425
415 + 425 418 als P 4222.
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Zu einer 425 Doppeleinheit
ohne Werbung gehörte 1976 schon ein wenig
Glück. Deshalb gab's auch einen Nachschuss
auf P 4222, bei dem die alte Signal- brücke
ins Bild kommt, die später dem viergleisigen
Ausbau zum Opfer fiel.
Die Fahrzeugreihung in dieser Blickrichtung ist
jetzt logischerweise
425 118 + 425 115. Auch hier ein
Blick auf die Stromabnehmer: 425 118 besitzt Altbau-Stromabnehmer
SBS 10/54, 425 115 dagegen Neubau-SA DBS 54.
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Direkt unter besagter Signalbrücke
heult am 08.04.76 eine 465 Doppel-Einheit, bestehend
aus 465 018 und 465 006, als P 4239
Richtung Ludwigsburg. Äußerst selten:
Die erste 465 Einheit mit 465 018 an der Spitze
verkehrt nur zweiteilig, ohne Mittelwagen! Wie
etliche andere 465 auch, ist 465 018 mit einem
DBS 54 Neubau-Stromabnehmer ausgerüstet.
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Bei Zügen Steuerwagen
voraus habe ich oft die Kamera sinken lassen,
vor allem bei schlechtem Wetter. Aber zum Glück
habe ich bei diesem Exoten doch abge- drückt,
handelt es sich doch um den früheren ES25
002, deutlich erkennbar an den Schiebetüren
und dem im Einstiegsbereich nach unten gezogenen
Rahmen.
865 634 + 865 624 als P 4214 bei
Tamm, 08.04.76.
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Die 3. Bauserie, ET65 022
- 025, unterschied sich von den vorangegangenen
durch einen geschweißten Wagenkasten und
eine eckigere Kopfform. Das blieb auch nach der
Generalüberholung so. Kurz vor dem Bahnhof
Tamm begegnet mir am 08.04.76 die Doppel-Einheit
465 022 + 465 010 als P 4259 auf
dem Weg nach Ludwigsburg.
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Am 08.04.76 war das Wetter
ein Lotteriespiel. Aber als 425 110 dieselbe
Stelle wie im Bild zuvor Richtung Bietigheim passiert,
meint es der Wettergott gnädig mit mir. Bei
der Zugleistung handelt es sich um eine Leerfahrt,
mit der der 425 zu seinem nächstem Einsatz
überführt wird.
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Vorstadt-Idylle in der Bundesbahnzeit.
Nächste Fotostelle am
08.04.76 war der Bahnhof Tamm (Württ). Hier
legen 465 015
+ 465 013 mit P 4265 einen kurzen Halt
im ein, bevor es weiter nach Ludwigsburg geht.
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Bei solchen Lichtverhältnissen
stellte sich für mich die Frage "Steuerwagen
auf- nehmen, ja oder nein?" nicht ernsthaft.
Selbstverständlich habe ich abgedrückt,
als 865 607 mit P 4252 am Inselbahnsteig
im Bf. Tamm zum Halten kommt.
Die Einheit 465 007 + 865 007 +865 607 war übrigens
eine der wenigen, die nummernrein im Einsatz war.
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Beim Nachschuss auf P 4252
kommt nicht nur der Motorwagen 465 007
ins Bild, sondern auch das seltsam tief aufgestellte
Bahnhofsschild und die Fahrleitung in alter Reichsbahn-Bauart.
Tamm, 08.04.76.
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Leider ist mir 465 031
nur einmal, und das bei äußerst schlechtem
Wetter, vor die Linse gekommen. Eine andere Fensteraufteilung,
das etwas tonnenförmigere Dach und viele
kleine Details verraten, dass es sich hier um
den ehemaligen ET51 01 handelt. P 4195 im verregneten
Bf. Stuttgart Bad Cannstatt, 27.03.77.
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Mit Nördlingen erreichten
die Tübinger 455 planmäßig den
Freistaat Bayern und damit einen Wendepunkt außerhalb
der Direktion Stuttgart. Am 15.07.77 steht 455
108 fertig für die Rückfahrt als
P 5462 nach Stuttgart im Nördlinger Bahnhof.
Kleines technisches Detail am Rande: Im Gegensatz
zu den 425 (und 465) waren alle 8 Züge mit
Neubau-Stromabnehmern des Typs DBS 54 bestückt.
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Die Rückansicht auf
455 408 zeigt, wie man es in der Bundesbahnzeit
verstand, mit geringem Aufwand ein ansprechendes
Erscheinungsbild zu erzeugen: Blumenkästen
auf den Prellböcken und Blumenkübel
sorgen für ein einladendes Ambiente.
P 5462 im Bf. Nördlingen, 15.07.77.
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Ein anderer Endpunkt des
Einsatzgebiets der Tübinger 455 war Böblingen.
Hier traf ich am 19.07.77 auf 455 403,
der im Bahnhof auf das Abfahrtssignal zur Rückfahrt
als P 4956 nach Stuttgart wartet.
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Ebenfalls ein besonderer
Steuerwagen war 865 632. Er entstand 1960
im Zuge der Generalüberholung aus EB51 01.
Gegenüber den "normalen" ES65 besitzt
er eine etwas andere Fensteraufteilung, einen
kleineren 1. Klasse-Bereich und ein tonnenförmigeres
Dach. Am 19.07.77 ist er zusammen mit 865 017
und 465 017 als P 6228 bei Oberesslingen auf dem
Weg nach Stuttgart.
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Beim Warten auf einen mit
193 bespannten Güterzug kam aus dem Rücken
eine 425 Doppel-Einheit, die nur noch als Nachschuss
abgelichtet werden konnte. In dieser Blickrichtung
sind es 425 420 + 425 423, die als
E 3730 vorbeirauschen. Metzingen, 19.07.77. Auch
dieses 425 Pärchen besitzt, wenn auch nicht
so gut sichtbar, Stromabnehmer unterschiedlicher
Bauart.
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Die 2. Bauserie ES65 umfaßte
die Betriebsnummern 017 - 024 und entsprach der
3. Bauserie ET65 - also geschweißter Wagenkasten,
flaches Dach und eckige Kopfform. Ein solcher
Steuerwagen bildet die Spitze einer Doppel-Einheit,
bestehend aus 865 624 und 865 633,
die als P 6234 einen kurzen Halt in Wendlingen
(Neckar) einlegt. 05.09.77.
Weitere Bilder von ES der 2. bzw. ET der 3. Bauserie
gibt es übrigens in der Galerie "Murnau
- Oberammergau"
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Über einen Zeitraum
von exakt 50 Jahren war die Verbindung Stuttgart
- Tübingen die klassische ET25 Strecke schlechthin.
Am 05.09.77 waren davon aber bereits 42 Jahre
vorbei, als uns bei Oberboihingen, eine Station
hinter Wendlingen, das 425-Pärchen 425
403 + 425 424 als E 3611 entgegen kommt.
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Frisch aus dem Farbtopf
gefallen war 427 402, als er am 05.09.77
im Bahnhof Böblingen abgelichtet wurde. Nach
meinem persönlichen Geschmack gehört
der 427 zu den wenigen Alt-Baureihen, denen die
ozeanblau/beige Farbgebung ausgesprochen gut stand.
Als P 4970 macht er sich gerade auf den Weg ins
Tal.
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Einmal Stuttgart Hbf und
zurück, und schon ist 427 402 wieder
in Böblingen. Die Zugnummer lautet jetzt
P 4971. Aufgenommen wurde der Zug im Vorfeld des
Bahnhofs Böblingen - dafür brauchte
man damals noch keine Warnweste.
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Die Strecke Ludwigsburg
- Bietigheim stand bei meiner großen Altbau-Ellok/ET
Tour 1977 natürlich auch wieder auf dem Programm.
Bei Bissingen ist es zuerst der 465 007,
der als Nachschuss unter einer alten Signalbrücke
abgelichtet wird.
P 4200 am 06.09.77.
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Noch einmal die gleiche
Stelle, jetzt aber mit Zug aus der richtigen Richtung.
425 121 ist wie der 465 auf dem vorangegagenen
Bild im Nahverkehr eingesetzt und hat P 4219 von
Bietgheim nach Stuttgart zu fahren.
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Zurück auf's Hochland
bei Böblingen. Inzwischen ist die Gäubahn
bis Horb elektrifiziert, so dass der Stuttgarter
Vorortverkehr bis Herrenberg und partiell sogar
bis Horb ausgedehnt werden konnte. Bei Ehningen,
kurz vor Böblingen, kommt uns am 06.09.77
beim Warten auf einen DC mit 221 der Neubau-Triebwagen
427 103 entgegen, der als P 4968 von Horb
nach Sindelfingen verkehrt.
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Nachdem er wahrscheinlich
vor allem Mitarbeiter von Mercedes-Benz zur Spätschicht
nach Sindelfingen gebracht hat, wartet 427
403 im Bahnhof auf die Rückleistung als
P 4973, mit dem er die Frühschicht zurück
in die südlich gelegenen Wohngebiete bringt.
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Morgens um 7:15 Uhr sind
die Schatten noch lang, aber ein 427 stand eigentlich
auch gar nicht auf dem Programm. Fast lautlos
hat sich 427 102 von hinten "angeschlichen",
als wir noch ganz auf die im Bf. Herrenberg rangierende
193 fixiert waren. P 4956 am 07.09.77.
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Am Vortag hatte uns E 3603
bei mäßigem Wetter mit einer einer
Dreifachtraktion an einer dafür eigentlich
ungeeigneten Stelle überrascht. Deshalb musste
am 07.09.77 eine Stelle her, bei der die ganze
Länge dieses Zuges auch zur Geltung kommt.
Dieses gelang schließlich von einer Straßenbrücke
bei Kirchentellinsfurt. Die Reihung der Dreifacheinheit
(in Blickrichtung): 425 124 + 425 103
+ 425 401.
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An der schon aus Bild 31
bekannten Stelle bei Metzingen kommt uns E 3610,
gebildet aus 425 420 + 425 103,
entgegen. Erstaunlich, dass die zweite Einheit
ausgerechnet die mittlere aus der ca. 75 Minuten
zuvor aufgenommen Dreifach- traktion aus dem vorangegangenen
Bild ist.
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Zahlreiche Nahverkehrszüge
auf der Strecke Plochingen - Tübingen wurden
mit 465 gefahren. So auch P 6235, der sich hier
am 07.09.77 bei Neckartailfingen in die Kurve
legt. Die Doppeleinheit besteht aus 865 606
+ 865 631.
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Auch der Nachschuss ist
zeigenswert: Von hinten gesehen sind es 465
016 und 465 006, die sich mit dem 465-typischen
Fahrmotorheulen gen Tübingen davon- machen.
P 6235 bei Neckartailfingen, 07.09.77.
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Die ersten 420 sind in Plochingen
eingetroffen und werden bis zur Aufnahme des S-Bahn
Betriebs für die Personalschulung eingesetzt.
Das bringt diese Baureihe auch auf die Strecke
nach Tübingen, wo sie später mangels
S-Bahn Ausbaus bis heute nicht planmäßig
verkehrt. 420 251 als Dsts 83723 bei Metzingen,
07.09.77.
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Ein letztes Mal geht's an
die Strecke bei Tamm. Das Wetter ist wieder äußerst
"durchwachsen", aber 465 001
war mir bei jedem Wetter eine Aufnahme wert. Zusammen
mit 465 003 bedient er am 09.09.77 den
Personenzug Pendelverkehr zwischen Ludwigsburg
und Bietigheim; hier ist es P 4265.
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Stuttgarter Hofbräu
meets Plochinger Waldhorn Bräu - Werbeduell
zweier Bier- marken in Heilbronn Hbf. Möglich
wird's durch 425 421, der zusammen mit
425 124 als E 3730 von Tübingen nach
Heilbronn gekommen ist; 26.05.78.
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Zeitweise sogar bis Ulm
kamen die 427 und mußten dabei natürlich
auch die Geislinger Steige überwinden, wofür
diese Baureihe mit ihrer hohen Antriebs- leistung
und 8 angetrieben Achsen geradezu prädestiniert
war. In den ersten Sonnenstrahlen des 01.09.79
rauscht 427 402 als P 5211 völlig
unberührt von der Steigung die Steige hinauf
nach Amstetten.
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Die Rückleistung von
Ulm erfolgte als P 5240. Da hatte ich mich bereits
auf die bekannte Fotoposition oberhalb des Knoll
Denkmals begeben, wo man einen herrlichen Panoramablick
auf die Steige hat(te). Hauptziel waren natürlich
die bergwärts fahrenden Züge mit 103,
110, 140, 150, 193 und 194, aber auch ein Nachschuss
auf den ins Tal rollenden 427 402 wurde
nicht ausgelassen. Von oben erkennt man recht
gut die hochgezogen seitlichen Dachschürzen,
hinter denen sich die Dachgeräte verbergen.
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Die letzten Aufnahmen dieser
Galerie sind dem 455 auf seiner Stammstrecke von
Stuttgart nach Aalen (- Nördlingen) gewidmet.
Zunächst ist es die Doppel- Einheit 455
408 + 455 401, die als P 4247 nach
Aalen unterwegs ist.
Lorch, 01.09.77.
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Wenig später kommt
aus der Gegenrichtung der Einzeltriebwagen 455
103 als
P 5240, Aalen - Stuttgart. Die Aufnahme entstand
am 01.09.77 bei Urbach, östlich von Schorndorf.
Danach gingen mehr als 25 Jahre (!) ins Land,
bis ich wieder ET's im Stuttgarter Raum fotografierte
- 425 hießen die auch, sahen aber ganz anders
aus, als die hier gezeigten ET25 ;-))
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