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Essen
Hbf 1956 - 1963
Eine
Gästegalerie mit Bildern von Herbert Schambach
Bildbearbeitung und
Texte: Ulrich Budde
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Essen - einwohnerstärkste
und bedeutendste Großstadt im polyzentrischen
Städte-Konglomerat des Ruhrgebiets,
Essen - nächstgelegene Großstadt vom
damaligen Wohnort des Fotografen aus gesehen,
Essen - heutiger Wohnort des Fotografen und des
Webmasters (faktisch),
Essen - zentraler Verkehrsknoten im Nah- und Fernverkehr,
mit dem Hauptbahnhof als Mittelpunkt,
Essen - Hauptbahnhof, einer der am häufigsten
genannten Aufnahmeorte im Bildarchiv von H.S..
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Beim Scannen der Filme
aus der Anfangszeit des Fotografen Herbert Schambach
fiel mir recht bald die ungeheure Typenvielfalt
der allein in Essen Hbf abgelichteten Fahrzeuge
auf. Baureihen, die ich, ohne nachzuschlagen,
nie mit Essen in Verbindung gebracht hätte,
waren da plötzlich im Hauptbahnhof zu sehen.
Und wo es um Baureihen geht, die in den späten
50er, frühen 60er Jahren als "total
normal" einzustufen waren, wurden gezielt
Bauart-Exoten und "Einser"-Nummern auf's
Korn genommen. Und, nicht zu vergessen: Obwohl
stets die Dampfloks im Mittelpunkt des Interesses
standen, wurde auch die moderne Traktion, wenn
es sich denn ergab, nicht verschmäht.
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Die Bilder sind chronologisch
angeordnet, um auch die Veränderungen im
Bahnhofsumfeld über die Zeit verfolgen zu
können. Außerdem erschien mir eine
Bildfolge nach Baureihen oder Fahrzeugnummern
zu steril, obwohl auch dass sicher einen Reiz
gehabt hätte. Aber so kann sich jeder, der
möchte, selbst eine Aufstellung machen, was
es damals alles in Essen Hbf zu sehen gab.
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Fast wie ein Bild aus Reichsbahnzeiten:
38 3771 vom Bw Düsseldorf Hbf, mit
großen Windleitblechen, 2-Licht-Spitzensignal
und Kastentender, vor einem Zug aus Abteilwagen,
in Essen Hbf mit alten Bahnsteigdächern -
lediglich der fehlende Zentralverschluss verrät
die Bundesbahnzeit.
Die älteste Aufnahme dieser Galerie entstand
im Sept. 1956.
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Mit vereinten Kräften
verlassen 01 232 (HmP) und eine weitere
01 der 2.Bauserie mit einem schweren Schnellzug
den Hauptbahnhof in Richtung Westen. Den sichtbaren
Wagen nach zu urteilen könnte es sich auch
um einen Reisebüro- Sonderzug handeln.
Die führende
01 232 ist übrigens die letztgebaute Serien-01
und erhielt 1959 einen Neubaukessel. Aufnahme
ebenfalls 09.56.
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Für den Rangier- und
Bauzugdienst im Essener Hbf waren die kräftigen
Tender- loks der Baureihe 93.5, ex preußische
T14.1, zuständig. Mit 93 935 sehen
wir eine solche vor der klassischen Essener Hintergrundkulisse
mit Handelshof und Hauptpost, deren Haupteingang
ein großer goldener Bundesadler zierte (gerade
noch über dem vorderen rechten Puffer zu
sehen).
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Auch wenn der Tender angeschnitten
ist - 41 073 (Wan) als Vorspann vor einer
Lok der Baureihe 50 mit großen Windleitblechen
und Abteilwagenzug, das ist schon eine außergewöhnliche
Zugbildung, die dem Fotografen da im Sept. 56
vor die Linse kam.
Die 41er erhielt knapp drei Jahre später,
am 08.06.61, einen Neubaukessel, wurde gleichzeitig
auf Ölfeuerung umgebaut und blieb damit noch
bis Feb.77 in Betrieb.
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Seit dem 22.05.54 ist die
Neubau-Lok 65 013 jetzt schon in Essen
beheimatet. Für den Fotografen eine vergleichsweise
brandneue Maschine, an die nur wenige Bilder ver(sch)wendet
werden. Die Wendezug-Einrichtung ist bereits vorhanden.
Der Abteilwagen hinter der Lok lässt allerdings
in diesem Fall auf einem ganz normalen Personenzug
schließen. Nur
schade, dass so wenig vom Wagenpark zu sehen ist.
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Die V200 waren in den 50er
Jahren unbestritten DIE Star-Loks der modernen
Bundesbahn. Im September 1956, als diese Aufnahme
entstand, begann die Lieferung der Serienloks.
Bis dahin standen nur die 5 Prototypen zur Verfügung.
Deren Umlauf führte mehrfach auch durch Essen,
wo am späten Nachmittag die Griesheimer V200
005 vor D720 nach Frankfurt(M) zu sehen ist.
Noch hat die Lok kein drittes Spitzenlicht!
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Für den hochwertigen
Fernschnellverkehr waren die Dieseltriebzüge
der Bau- reihe VT08 bestimmt, mit denen die DB
nahtlos an die glorreiche SVT-Epoche der Deutschen
Reichsbahn anknüpfte. Eine dreiteilige Einheit
mit Steuerwagen VS08 507 (DoB) an der Spitze
verlässt hier als Ft74 "Saphir"
mit Ziel Oostende den noch völlig unverdrahteten
Essener Hbf.
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Vermutlich über die
Kettwiger Strecke kam der Altbau-Dieseltriebwagen
VT36.5 mit Steuerwagen VS145 157
nach Essen. Zwar nur ein Nachschuss und von der
Schattenseite, aber, weil selten fotografiert,
eine willkommene Abwechslung damals wie heute
in dieser Galerie. Als erstes Fahrzeug dieser
Galerie trägt der Steuerwagen bereits ein
Dreilicht-Spitzensignal.
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Einheitsloks mit großen
Windleitblechen, zumal Schnellzugloks, wurden
ab 1955 so langsam rar. Die Osnabrücker 03
244 fuhr damit noch im Okt. 56 herum. Gut
steht ihr auch der alte Tender der Bauart 2'2'T32neu,
womit damals allerdings noch zahlreiche 03 gekuppelt
waren.
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Kurz vor der Umbeheimatung
nach Oldenburg erwischte der Fotograf Anfang Nov.
56 die seinerzeit noch in Paderborn stationierte
23 030 in Essen Hbf.
Die gerade einmal zwei Jahre alte Maschine befindet
sich noch ganz im Liefer- zustand, ohne drittes
Spitzenlicht und mit deutlich erkennbaren blanken
Kessel- ringen.
Erstaunlicherweise ist von den mit Hochdruck laufenden
Elektrifizierungsarbeiten noch nichts zu sehen.
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24er in Essen Hbf - so etwas
hätte ich mir nie träumen lassen, obwohl
eigentlich nahe liegend: Aus dem Münsterland
kamen die Gronauer "Steppenpferde" der
Baureihe 24 über Coesfeld in die Ruhrmetropole
- so zum Beispiel 24 016, aufgenommen im
April 57.
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Gemischtes Doppel: 03
197 (OsH) leistet einer V200 Vorspann
vor einem Zug in Richtung Duisburg. Jetzt, im
April 57, macht die Fahrleitung schon einen ziemlich
fertigen Eindruck. Leider ist vom Zug nicht viel
zu sehen, aber allein der erste Wagen ist durchaus
beachtenswert.
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Bereits vor der Aufnahme
des elektrischen Betriebs am 02.06.57 absolvierte
der ab 03.57 in Dortmund beheimatete ET30 006
einige Versuchsfahrten zur Fahr- zeitüberprüfung
unter realen Bedingungen - schließlich wollte
man mit den spurt- starken ET30 den Nahverkehr
im Ruhrgebiet drastisch verkürzen.
Die Ruine des Hansa-Hauses auf der Südseite
des Hauptbahnhofs zeugt von den schweren Kriegsschäden
im Essener Stadtgebiet.
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Eine 05 in Essen Hbf - die
fehlte noch in der Sammlung. Ein kurz entschlossener
Sprung aus dem abfahrbereiten Anschlusszug nach
Hattingen und ein schneller Sprint quer durch
den Bahnhof ermöglicht am 31.05.57 die Aufnahme
von 05 001 (HmP), die sich mit D126 gerade
in Bewegung setzt.
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Die Kulisse der Ruhrkohle-Verwaltung
hinter dem Hbf war sicher nicht das Ziel des Aussichts-Triebwagens
VT90 500 vom Bw Köln Nippes. Wahrscheinlich
war er wieder einmal auf Sauerland-Tour mit Zustieg
in den Revierstädten. Allzu viele Aufnahmen
von diesem formschönen Triebwagen gibt es
nicht, und so gehört diese Aufnahme vom Juni
1957 in Essen Hbf sicher zu den Raritäten
dieser Galerie.
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Zum Fahrplanwechsel am 02.06.57
wird grenzüberschreitend das Top-Angebot
im europäischen Fernverkehr eingeführt
- der Trans Europ Express. Die DB stellte
dafür mit den neu entwickelten Dieseltriebzügen
der Baureihe VT11.5 die im internationalen Vergleich
modernsten und komfortabelsten Fahrzeuge auf die
Schienen.
Noch brandneu, ist VT 11 5 002 als TEE74
"Saphir" nach Oostende denn auch bei
regnerischem Wetter dem Fotografen eine
Aufnahme wert; 28.07.57.
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Mitte der fünfziger
Jahre buhlten mehrere Firmen mit Eigen-Entwicklungen
von Dieselloks der 2000 PS Klasse um die Gunst
potentieller Kunden. So auch die renomierte Firma
Klöckner-Humboldt-Deutz, die kurzzeitig eine
DG2000BBM
bei der DB im Probeinsatz laufen hatte. Bei grottenschlechtem
Wetter bespannt sie am 28.07.57 den D363 in Richtung
Hamm.
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Baugleich mit 3 Lokomotiven
für die Jugoslawische Staatsbahn (dort Reihe
66) fertigte Krauss-Maffei auf eigene Rechnung
eine 4. Lok des Typs ML2200CC, quasi eine
V200 mit dreiachsigen Drehgestellen. Am 22.08.57
verkehrt sie im Plan einer V200 des Bw Hamm P
vor D720.
Später wurde diese Lok mit zwei 1500 PS Motoren
leistungsmäßig hochgerüstet (neue
Bezeichnung ML3000CC) und so an die DB als V300
001 verkauft.
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Viel älter als die
zuvor gezeigten Diesel-Triebfahrzeuge ist die
Essener 65 015 auch nicht - bei der Aufnahme
am 13.10.57 sind gerade einmal 1¾ Jahr seit der
Abnahme vergangen. Die schöne Seitenansicht
zeigt, dass die Lok zwar bereits mit Wendezugeinrichtung,
aber noch nicht mit drittem Spitzenlicht ausgestattet
ist.
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Preußische T18 mit
Scheibenrad-Vorläufer waren höchst selten,
und gleich zwei davon hat Herbert Schambach vor
die Kamera bekommen. Eine davon, 78 231
vom Bw Essen Hbf, präsentiert sich am 13.10.57
dem Fotografen.
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Eine erste Ausweitung des
im Sommer 1957 eingeführten TEE Verkehrs
erfolgte zum Winterfahrplan mit TEE155/190 "Parsifal",
der Tagesrandverbindung von Paris ins Ruhrgebiet.
Dieser Kurs wurde mit französischen Triebwagen
der Baureihe X 2771 ff gefahren. Eine dreiteilige
Einheit dieses Typs verlässt am Morgen des
27.10.57 als TEE155 den Essener Hbf zum Endziel
Dortmund.
Man beachte auch Dampflok-Behandlungsanlage rechts
im Hintergrund.
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Eine weitere 2000 PS
Diesellok von KHD (Klöckner-Humboldt-Deutz)
war der Prototyp einer sechsachsigen Maschine
für die norwegische Bergen-Bahn (Bergensbanen).
Die Lok wurde aber von der NSB nicht übernommen
und ging zunächst als Lok D I
an die Regentalbahn, bevor sie als Lok V 201 an
die TWE gelangte.
Am 05.11.57 befindet sie sich noch in der Vorerprobungsphase
bei der DB und läuft hier vor D719 wiederum
im Plan einer Hammer V200.
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Diese Aufnahme zeigt sehr
schön die unterschiedliche Ausführung
der Front- partie bei den Serien-Loks der Baureihe
V200 durch die beiden Lieferfirmen:
Bei V200 022
(HmP) aus dem Hause MaK formen die Alu-Zierleisten
ein deutlich flacheres "V" als bei der
Krauss-Maffei Lok V200 042 (HmP), rechts
im Bild.
Welchen F-Zug die MaK-Lok am 10.12.57 am Haken
hat, ist leider unbekannt.
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Seit dem 02.06.57 ist das
elektrische Zeitalter auch in Essen angebrochen,
wenn auch zunächst nur im Inselbetrieb auf
der Strecke Düsseldorf - Essen - Hamm. Dementsprechend
beschränken sich die Einsätze schwerpunktmäßig
auf den Nahverkehr. Das ist nicht wirklich prickelnd
für den Fotografen, aber bei N2845, bespannt
mit den beiden blauen E41 042 und E41
040 (beide DoB), hat er dann doch einmal auf
den Auslöser gedrückt; 22.03.58.
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Zurück zum Dampfbetrieb:
Auch Rheiner Maschinen kamen gelegentlich nach
Essen, wie zum Beispiel 03 057 am 13.06.58.
Wie etliche Loks des Bw Rheine ist auch diese
mit einem Kurztender 2'2T30 gekuppelt, bei dem
die beiden hinteren Radsätze fest im Tenderrahmen
gelagert sind. Nur mit diesem Tender passten die
im grenzüberschreitenden Verkehr eingesetzten
Loks BRn 01, 03 u. 41 auf die Drehscheibe in Hengelo/NL.
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Erst 1½ Monate, genauer
gesagt seit dem 03.06.58, besitzt 01 216
ihren neuen Kessel. Am 15.07.58 repräsentiert
sie damit die moderne Bundesbahn!
Zum Aufnahmezeitpunkt war die Lok offiziell im
Bw Koblenz-Mosel stationiert. Erstaunlich, dass
Loks dieses Bws bis nach Essen kamen. Als Zugnummer
wurde D464 notiert.
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Von einer der seinerzeit
modernsten 01 zu der 01 mit der niedrigsten Betriebs-
nummer: 01 001, abgenommen am 29.01.26,
war zwar nicht die erste an die Deutschen Reichsbahn
gelieferte Einheitslok, aber mit ihrer exclusiven
Nummer stets ein besonderer Hingucker.
Nahezu ihr gesamtes Lokleben beim Bw Hamm P beheimatet,
konnte sie am 09.08.58 vor D102 in Essen Hbf abgelichtet
werden.
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Vor der für den Essener
Hbf typischen Kulisse des Hotels Handelshof
mit der berühmten Dachreklame
"Essen - Die Einkaufsstadt" sehen wir
am 16.08.58 die Hagener 03 1056 ausfahrend
mit einem Zug in Richtung Osten. Noch besitzt
die Lok ihren alten Kessel. Charakteristisch und
nur bei dieser 03.10 zu finden ist die spezielle
Mittelschürze vor der Rauchkammer (vgl. Bild
31).
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Ein ebenso klassischer Hintergrund
für Bahnhofsaufnahmen in Essen Hbf wie der
Handelshof ist das Gebäude der Hauptpost.
Vor diesem macht sich 38 3423 vom Bw Duisburg
Hbf mit Volldampf auf den Weg in Richtung Heimat
- 29.01.59.
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Privatloks auf Bundesbahngleisen
- das war damals noch höchst selten. Wahrscheinlich
handelt es sich um eine Überführungsfahrt
zu einem Kunden, auf der sich Lok 31 der
Westfälischen Lokomotivfabrik Hattingen (Reuschling)
befindet, als sie am 29.01.59 durch den Hauptbahnhof
dampft.
Bei der Humboldt Maschine (1051/1914) handelt
es sich um die ehemalige
Lok 20 der Köln-Frechen-Benzelrather-Eisenbahn.
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Und noch eine Altbaukessel-03.10:
03 1049 vom Bw Hagen Eck verlässt am
29.01.59 den Essener Hbf in östlicher Richtung.
Bemerkenswert ist, dass der Tender bereits mit
Kohlenkasten-Klappen versehen ist, die hier ordnungsgemäß
geschlossen sind.
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Obwohl es rings um Essen
von 94.5 nur so wimmelte, verirrten sich wohl
nur selten Exemplare der preußischen T16.1
in den Hauptbahnhof - jedenfalls konnte Herbert
Schambach nur ein einziges Mal eine solche dort
ablichten.
Wir schreiben immer noch den 29.01.59, als 94
843 vom Bw Essen Nord als Lz durch den Bahnhof
rumpelt.
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Die erste DB 03.10, die
mit einem neuen Kessel ausgerüstet wurde
(16.04.57), war 03 1045. Besonderes Merkmal
dieser (wie auch der 03 1016, 2. Umbaulok) war
ein Kranzschornstein; schön zu sehen auf
dieser Aufnahme vom 03.02.59, einem krachend kalten
Wintertag.
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Preußische P10 ließen
sich in Essen nur selten sehen. Planmäßig
wohl gar nicht. Da brauchte es schon Sonderleistungen
wie diesen Sonderzug aus dem Siegerland, den die
Gießener 39 243 am Haken hat, als
sie am 18.02.59 ostwärts durch den Essener
Hbf dampft.
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41 366 - die letzte
Lok der Baureihe 41 - mit altem Kessel die "schöne
Mikado". Wie ihre Wanner Kollegin aus Bild
4 erhielt auch sie 1961 einen Neubaukessel. Ohne
Ölfeuerung reichte das aber nur noch für
eine Untersuchungsperiode; sie wurde am 10.08.67
abgestellt (Z) und am 12.03.68 ausgemustert.
Als echte Mehrzwecklok war die 41 häufig
auch im Reisezugdienst zu finden, wie hier am
21.02.59.
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Das Bw Essen Nord beheimatete
einige Umbau-G8.1, DR Baureihe 56.2.
Da liegt es nahe, dass auch 56 548 dort
stationiert war. Am 07.03.59 steht sie bei trübem
Wetter auf den Durchfahrgleisen des Essener Hauptbahnhofs.
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Erst 20 Jahre jung, mit
Schürze und kleinen Windleitblechen - so
bietet die Baureihe 50 ein sehr harmonisches und
angenehmes Erscheinungsbild.
Die Wanner 50 008 stammt aus dem ersten
Liefer-Los der Firma Henschel aus dem Jahr 1939.
Sie hat inzwischen ihren ursprünglichen,
4-domigen Kessel gegen einen ÜK-Kessel eingetauscht.
Essen Hbf, 03.05.59.
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Mit einem Inox-Schlafwagen
(Typ P N°2 der CIWL) und einem französischen
Kurswagen an der Spitze verlässt 01 193
(HmP) am Vormittag des 03.05.59 den Hauptbahnhof
in östlicher Richtung. Bei dem Zug handelt
es wahrscheinlich um D 109 Paris - Warschau.
Auch diese 01 erhielt gut ein Jahr später
einen Neubaukessel.
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In den Kopfgleisen auf der
Nordostseite des Hauptbahnhofs war anscheinend
der Stammabstellplatz für die im Hbf eingesetzten
Rangier- bzw. Arbeitszugloks, wenn diese einmal
eine Pause einlegten. Jedenfalls liegen von hier
etliche Bilder von Essener T14.1 vor, wie z.B.
von 93 1247 am 17.06.59.
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Die typische Bundesbahn-P8:
Mit kleinen Witte-Windleitblechen und Wannen-
tender steht 38 3075 vom Bw Düsseldorf
Hbf abfahrbereit vor einem Eilzug Richtung Westen.
Essen Hbf, 21.06.59.
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Diese 01 ist wieder etwas
ganz Besonderes: 01 011 ist die ehemalige
02 001, die glücklose Vierzylinder-Verbund
Variante der neuen Einheits-Schnellzuglok der
Deutschen Reichsbahn. Nach dem Umbau 1937 in eine
Zweizylinder-Lok mit einfacher Dampfdehnung entsprach
die Lok weitgehend den 01 Prototypen und erhielt
die ursprünglich für eine andere Lok
freigehaltene Nummer 01 011.
29.08.59.
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Die letzten 52er der DB
waren die Nachkriegs-Fertigbauten der Jahre 1948/49,
von denen 52 129 - 143 und 875 - 892 als Versuchsloks
für verschiedene Vorwärmerbauarten dienten.
52 138 (Wed) erhielt als einzige einen
Henschel Dreitrommel-Mischvorwärmer, gut
zu erkennen seitlich des Schornsteins.
Am 26.09.59 passiert sie den Essener Hbf ostwärts
mit einem Güterzug.
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Die Baustelle ist das Motiv!
Am 15.07.61 sind die Arbeiten am Neubau der Überführung
Lindenstraße/Freiheit voll im Gange, und
das mitten im Bahnsteig- bereich. Hinter der Brückenbaustelle
steht rechts die Gronauer 38 1562, während
an der anderen Bahnsteigkante wieder ein E41-Pärchen
zu sehen ist.
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Bisher noch nicht richtig
zum Zuge, besser gesagt zum Bilde gekommen ist
die Baureihe 78, die damals in und um Essen den
Charakter einer Landplage gehabt haben dürfte.
Nicht nur, dass zahlreiche 78er in Essen stationiert
waren (Bild 20), auch aus den benachbarten Städten
kamen die kräftigen und vorwärts wie
rück- wärts gleich schnellen Tenderloks
hierher. Wie etwa am 04.11.61 die 78
523 vom Bw Recklinghausen.
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Gleich noch eine T18, dieses
Mal vom Bw Münster, und eine Schnapszahl
dazu: 78 078. Mit rundem Führerhaus-Dach
ist die Maschine ein typischer Vertreter der ersten
Bauserien.
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Die Dreizylinderloks der
Baureihe 01.10 waren eigentlich für den schweren
Schnellzugdienst bestimmt und wurden in den 60er
Jahren auch überwiegend entsprechend eingesetzt.
Als Füll-Leistungen wurden aber auch andere
Züge bespannt. So hat die Osnabrücker
Kohlelok 01 1091 am 20.04.63 einen kurzen
Eilzug am Haken, der vermutlich Richtung Münster
befördert wird.
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Die Galerie schließt
ab mit der Schnellzug Dampflok Baureihe, die als
letzte planmäßig im Essener Hbf zu
sehen war, der Baureihe 01.10 mit Ölfeuerung.
Auch dieser Zug ist alles andere als standesgemäß
und möglicherweise der gleiche, wie auf dem
Bild vorher. Am 20.07.63 hat das Bw Osnabrück
Hbf allerdings die Öl-Lok 01 1001
nach Essen geschickt.
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