| Heimat-Bw
Wuppertal Vohwinkel - Teil 1 |
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In Wuppertal bin ich aufgewachsen, in Wuppertal
entwickelte sich meine Leidenschaft für die Eisenbahn.
Als ich 1966 damit begann, Eisenbahnen zu fotografieren,
gab es in Wuppertal noch zwei aktive Bahnbetriebswerke:
Bw Wuppertal Steinbeck und Bw Wuppertal Vohwinkel.
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Das Bw Steinbeck war reines Diesel-Bw und damit
aus damaliger Sicht nicht so interessant. Die
letzten Altbau-Trieb- wagen Baureihe VT36 waren
gerade abgestellt worden und die allgegenwärtigen
V36 waren überall, nur nicht in ihrem Heimat-Bw
anzutreffen. Zudem war es von je her schwieriger,
eine Genehmigung zum Besuchs des Bws zu erhalten
und es bot fotografisch weniger Möglichkeiten.
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Die Dampfloks waren im Bw Wuppertal Vohwinkel
konzentriert. 1966 waren hier noch die Baureihen
44, 50, 78, 86 und 94.5 stationiert. Für
die letzte 78 gab es 1967 noch einen eintätigen
Umlauf, während die 86 bereits seit Mitte
1966 abgestellt waren.
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Das Bw Wuppertal Vohwinkel besaß zwei Drehscheiben,
einen 8-ständigen Lokschuppen und eine große Bekohlungs-
anlage. Der Lokschuppen lag an der vom Eingang
aus gesehen vorderen Drehscheibe, die zusammen
mit einigen Freiständen seit 1964 elektrifiziert
war. Hier wurden die Diesel- und E-Loks abgestellt,
aber natürlich auch Dampfloks, insbesondere
auch Fremdlokomotiven auf der Durchreise. Die
zweite, hintere Drehscheibe (ohne Schuppen), war
dagegen fast ausschließlich den Dampfloks
vorbehalten. Weitere Infos zum Bw Vohwinkel und
über die Eisenbahnen in Wuppertal gibt's
bei Bahnen-Wuppertal.de.
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Auch wenn Vohwinkel, vom Elternhaus aus gesehen,
genau am anderen Ende der Stadt lag, war es natürlich
der erste Anlaufpunkt für mich jungen Eisenbahnfreund
und in den ersten Jahren sicherlich die am häufigsten
besuchte DB-Dienststelle - eben mein Heimat-Bw.
Im Laufe der Jahre entstanden so viele Aufnahmen
in Vohwinkel, daß ich zwei Galerien daraus
gemacht habe: Teil 1 zeigt eine Auswahl der ältesten
Aufnahmen aus dem Jahr 1967, in Farbe und nach
Fahrzeugen geordnet , während Teil
2 einige der schwarz/weiß
Fotos aus den Jahren ab 1968 enthält.
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Vor dem Schuppen sonnen sich am 25.09.67 die
Schürzenlok 44 484 und
50 2336. Es liegt nicht an dem alten Dia -
die Loks, der Schuppen und die ganze Umgebung
waren wirklich so farblos und dreckig, daß
das Bild schon fast wie ein schwarz/weiß
Foto wirkt.
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Den
Zustand von 44 488 kann man nur als "absolut
sauig" bezeichnen.
Leider war das nicht untypisch für die Vohwinkler
Loks. Juli 1967.
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Von
den Freigleisen an Scheibe 1 wird 44 1318
zur Wartung/Reparatur in den Schuppen geholt.
Für diese Fahrten im Bw war auch das Schuppenpersonal
fahrberechtigt. Vohwinkel, 19.10.67.
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Endlich einmal eine etwas sauberere Lok: 44
1558, heute Museumslok bei den Hammer Eisenbahnfreunden,
verläßt am 25.09.67 ihren Abstellplatz
an der hinteren Drehscheibe und bricht auf zu
ihrem nächsten Einsatz.
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An
der Lokleitung legt 44 1558 noch einmal
einen kurzen Zwischenhalt ein, bevor es über Scheibe
1 auf die Strecke geht. Das Personal freut sich
über den jungen Fotografen und bittet um ein Bild.
Das war natürlich Ehrensache und brachte als Dankeschön
ein paar alte Dampflok-Lehrbücher aus dem Fundus
des Lokführers ein.
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Ruhepause
an der hinteren Drehscheibe. Hinter 50 1544
steht 86 491 kalt abgestellt, während
94 526 im Hintergrund noch angeheizt ist.
März 1967.
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Schwesterloks nebeneinander: 50 2336 und
50 2337 gleichen sich auch in ihrem extrem
schlechten äußeren Zustand, der durch das diesige
Licht noch verstärkt wird; Vohwinkel, 24.07.67.
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Auf
den Freigleisen neben dem Schuppen warten 50
2857 und 94 1651 am 19.10.67 auf ihren
nächsten Einsatz.
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Ausnahmsweise
ein Bild einer kalten Lok. Eigentlich geht es
hier aber auch nicht um 50 3016, sondern
um die dahinter stehende 86 491. Am 05.11.66
war das eine der beiden letzten 86 des Bw Vohwinkel,
zwar noch im Betriebsbestand, aber bereits dauerhaft
kalt abgestellt. So wurde die Lok "natürlich"
nicht fotografiert - man mußte ja Film sparen.
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Die
letzte Lok eines ehemals großen 78iger Bestands
des Bw Vohwinkel war
78 159, eine ehem württembergische T18.
Im März 67 kommt sie aus dem Schuppen, fährt
auf die Drehscheibe, um ...
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um nachmittags noch ein Zugpaar über die
Wuppertaler Nordbahn nach Wuppertal Oberbarmen
zu bespannen.
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Doch
bevor es an den Zug geht, wird noch einmal Wasser
nachgefaßt. Dem Heizer gefällt es gar
nicht, daß da ein junger Fan auf dem Dienstweg
zwischen den Gleisen steht und fotografiert.
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78
159 war auch eine von den Vohwinkler Loks,
die meist durch einen extrem schlechten Zustand
negativ auffiel. Wenige Wochen vor ihrer Abstellung
wurde die Lok jedoch überraschend noch einmal
neu lackiert und auf Hochglanz gebracht. Anlaß
war die Sonderfahrt am 25.03.67 mit 57 2559 von
Vohwinkel aus durch's Angertal und zurück.
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Die
älteste Vohwinkler T16.1 war 94 526,
zu erkennen u.a. an dem Tonnendach und den Seitenfenstern
des Führerhauses. Im März 1967 steht
sie vor 94 593 auf dem Gleis, auf dem sehr oft
die betriebsbereiten 94iger abgestellt wurden.
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Am
gleichen Tag im März 1967 war auch 94
1122 unter Dampf.
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Im Juli 1967 waren es gleich vier Loks, die auf
dem 94iger Stammgleis hinter- einander aufgereiht
stehen. Allerdings ist nur die erste, 94 1651,
angeheizt.
Ist das nicht eine beachtliche Gleislage?
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Von den Freiständen an Scheibe 1 fährt
94 1653 am 24.07.67 auf die Dreh- scheibe,
um ihren nächsten Dienst anzutreten.
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Eine
halbe Drehung, und schon steht sie optimal im
Licht.
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Als zweite Vohwinkler Maschine neben 44 1558
überlebte 94 1730 als Museums- lok
beim Deutschen Dampflokmuseum in Neuenmarkt-Wirsberg.
Daran dachte im April 1967 allerdings noch keiner.
Im Hintergrund 50 2336.
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Im
Ausfahrgleis des Bw Vohwinkel steht 94 1730
am 19.10.67 startbereit zur Nachmittagsschicht
im Rbf Vohwinkel.
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Ein
repräsentativer Querschnitt des Vohwinkler
Lokbestands am 25.09.67.
Hinter einer unbekannten 50er reihen sich auf:
94 1653, 44 1558, 50 2782, 44
488, 50 3132 und 50 1568.
Die letzten Loks der Baureihen 78 und 86 waren
zu diesem Zeitpunkt bereits endgültig abgestellt
(78 159: Z 29.05.67, 86 491: Z 30.05.67).
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Ein Dia für abgebügelte E-Loks wurde
damals in der Regel nicht "verschwendet".
Heute bin ich froh, daß ich E41 296
am 25.09.67 doch mal farbig auf's Zelluloid gebannt
habe.
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Lang wie hoch wie breit - Kdl 01-12 ist
ihrer Nummer nach eigentlich gar keine richtige
Lok, sondern ein Nebenfahrzeug. Offiziell in Dieringhausen
beheimatet, diente sie in Vohwinkel hauptsächlich
dazu, die E-Loks von der Drehscheibe in die nicht
elektrifizierten Schuppengleise zu schieben und
umgekehrt.
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