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Zur Geschichte und Bedeutung der Baureihe 01
beim Bw Hof ist bereits im Vorspann zur Galerie
Hofer
01 - 1968/69 alles Wesentliche
gesagt worden. Ich verzichte deshalb auf eine
Wiederholung und betrachte hier statt dessen etwas
genauer die Bestandsentwicklung in den beiden
letzten Einsatzjahren 1972 und '73.
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Wie man der nebenstehenden Stationierungsliste
unschwer entnehmen kann, standen dem
Bw Hof zu Beginn des Sommerfahrplans
am 01.06.72 folgende 13 Loks der Baureihe
001 zur Verfügung (Loks mit Neubaukessel
unterstrichen): 001 008, 088,
103, 111, 131,
168, 173, 180,
181, 187,
192, 202 und
211. Dazu kamen am 17.06.72
als letzte Neuzugänge 001 150
und 227 aus Ehrang.
Andererseits musste 001 192
am 08.07.72 abgestellt werden, wodurch
der Bestand wieder auf 14 Maschinen
sank, wobei Loks mit alten und mit
neuem Kessel gleich stark vertreten
waren. Bei dieser Besetzung blieb
es bis zum Ende der Fahrplanperiode.
Damit konnte ein 10-tägiger Umlauf
einigermaßen zuverlässig gefahren
werden.
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Für den Winterfahrplan 1972/73 wurde ein 9-tägiger
und ein 3-tägiger Umlaufplan aufgestellt, letzterer
ausschließlich mit Nahverkehrszügen in der Relation
Hof - Regensburg, in dem auch Loks der BR 50 eingesetzt
werden konnten. Davon musste im Laufe der Zeit
zunehmend Gebrauch gemacht werden, da nach und
nach folgende Loks abgestellt werden mussten:
001 103, 181,
187, 202, 211
und 227. Dass es sich hierbei mit
Ausnahme der 001 202 um Loks mit Neubau-Kessel
handelte, war fristbedingt und hatte nichts mit
einer schlechteren Eignung dieser Bauartvariante
zu tun.
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Die Wahrnehmung der Eisenbahnfreunde war allerdings
eine andere. Die stellten nur fest, dass am Ende
des Winter- fahrplans von den acht übrig gebliebenen
Maschinen - 001 008, 088, 111,
131, 150, 168, 173,
180 - nur noch zwei mit Neubaukessel
ausgerüstet waren, und zogen daraus manch
unbedarfte Schlüsse.
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Zum Planwechsel am 03.06.73 war offiziell Schluss
mit den Einsätzen der Baureihe 01 beim Bw Hof
und bei der DB generell. Unzählige Eisenbahnfreunde
aus aller Welt zog es deshalb im Frühjahr '73
nach Oberfranken, um noch ein paar Aufnahmen dieser
berühmten Baureihe in den Kasten zu kriegen. So
ganz zu Ende war es aber dann doch nicht, denn
im folgenden Sommerfahrplan 1973 wurden noch einige
01 als Reserve vorgehalten und ziemlich regelmäßig
im 50er-Umlauf vor einem Personenzugpaar nach
Regensburg eingesetzt. Dazu kamen spontane Ersatz-Leistungen
für ausgefallene Dieselloks. Schöne Bilder
aus dieser letzten "Nach-Plan-Zeit" gibt's bei
Rolf Schulze auf seiner Seite Traktionswandel
in der Galerie "01-Abschied
im Fichtelgebirge" zu sehen.
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Die hier präsentierten Bilder entstanden bei
zwei Eisenbahntouren nach Oberfranken im August
'72 und Mai '73. Zur letzten Reise ist zu bemerken,
dass sie per Bahn erfolgte, was die Beweglichkeit
vor Ort doch ziemlich einschränkte. Die Anordnung
der Bilder erfolgte chronologisch.
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Dieses Motiv hat wohl jeder, der die Hofer 01
in ihren letzten Betriebsjahren foto- grafiert
hat. Ich möchte hier aber dennoch nicht darauf
verzichten, zeigt es doch mit Bamberg den westlichsten
Punkt ihres Einsatzgebiets.
Am 05.08.72 hat 001 173 den E 1649 in Bamberg
übernommen und beginnt nun ihre 127 Streckenkilometer
lange Fahrt über Lichtenfels, Kulmbach, Neuenmarkt-Wirsberg
und die Schiefe Ebene nach Hof.
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Der nächste Tag stand zwar hauptsächlich
im Zeichen der Altbau-Elloks, aber an der Strecke
Lichtenfels - Bamberg ließ sich das sehr
gut auch mit 01 Planzügen verbinden. Am 06.08.72
war das u.a. 001 173 mit dem Doppel-Eilzug
E 658+852, die bei Unter-Neuses eine spektakuläre
Vorstellung bietet.
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Die Fotostelle bei Unter-Neuses bot reichlich
Abwechslung (s. Galerie
E10.0 -
die Prototypen), so dass wir auch
zwei Stunden später noch vor Ort waren, als
001 173 mit E 1649 aus Bamberg zurück kam.
Auch dieses Mal scheint das Lokpersonal den Ellok-Jägern
zeigen zu wollen, dass die Dynamik einer volles
Rohr daher kachelnden Dampflok von keiner anderen
Traktionsart geboten wird.
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Nachdem die Hofer 01 zwei Tagen lang etwas im
Schatten der Altbau-Elloks gestanden hatten, rückten
sie am 07.08.72 wieder ganz in den Mittelpunkt
der Aktivitäten. Frühmorgens steht E 1791 auf
dem Programm, bespannt mit dem wieder auferstandenen
Prototyp 001 008, aufgenommen bei Horb
(Main), kurz hinter dem Abzweig von der Frankenwaldbahn.
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Bei Burgkunstadt verläuft die Stecke abschnittsweise
direkt am Ufer des Mains. Für eine perfekte
Spiegelung ist der Fluss natürlich zu unruhig,
aber für einen schönen Vordergrund für
001 111 mit E 1794 reicht es schon. 07.08.72.
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Es dauert nicht lange, dann kommt 001 173
mit E 1649 aus der Gegenrichtung heran gerauscht
- leider so dampf- und rauchlos wie die meisten
01-bespannten Züge. Die Personale verstanden
eben ihr Handwerk. Burgkunstadt, 07.08.72.
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Am nächsten Morgen, wir schreiben inzwischen
den 08.08.72, geht es weiter mit 001 202,
die bei Kulmbach mit E 1622 abgepasst wird.
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Am Block Streitmühle an der Schiefen Ebene
bot sich von der Hangseite aus ein herrlicher
Blick weit in Landschaft. Allerdings kam das Licht
hierfür nur morgens richtig und da gab es
bergwärts fahrend nur einen 01-bespannten
Zug: E 1791, Neuenmarkt-Wirsberg ab 8:45 Uhr.
Am 08.08.72 ist dieser Frühzug mit 001
173 bespannt.
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Bereits mehr als die Hälfte der Schiefen
Ebene hat 001 202 bereits geschafft, als
sie sich am 08.08.072 mit E 1863 die Steigung
hinauf kämpft. Kämpfen ist hier wörtlich
zu verstehen, denn mit sechs Wagen bleibt der
Zug nur deshalb knapp unter der Grenzlast von
226 t, weil fünf davon leichte n-Wagen ("Silberlinge")
sind. Dafür gibt's keine Schiebelok.
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Auch der nächste Zug, D 853 mit 001 180
an der Spitze, hat sechs Wagen.
Mit den schweren Schnellzugwagen wird die Grenzlast
allerdings deutlich überschritten, was zum
Nachschub durch eine 211 führt.
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Bei talwärts fahrenden Zügen war die
Anzahl der Wagen egal, weil sich jedes Fahrzeug
selbst bremsen können muss. Immer noch am
08.08.72, sehen wir
001 173 mit dem langen Doppel-Eilzug E
658+852 die Schiefe Ebene hinab rollen.
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Die letzte 01-Zugaufnahme vom 08.08.72 zeigt
001 202 bei Fattigau, die hier bereits
wieder mit E 1794 nach Lichtenfels unterwegs ist.
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Der Tag endet mit einem kurzen Besuch im Bw Hof.
Gerade fährt 001 211 aus dem Schuppen,
eine Neubaukessel-Lok, die ich schon aus ihrer
Hannoveraner Zeit kannte, in Hof jedoch zu den
eher selten gesichteten Maschinen zählte.
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Der 09.08.72 beginnt am frühen Morgen in
Hof Hbf mit der Ausfahrt des E 1648 nach Bamberg
(- Mannheim). 001 008, die schon einmal
vom 05.12.68 - 10.08.70 auf "Z" gestanden
hatte, legt sich voll ins Zeug und demonstriert,
dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
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Bei einem weiteren Blitz-Besuch im Bw Hof entsteht
nur eine einzige Aufnahme, nämlich die von
001 202 auf der Drehscheibe.
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Zurück an die Regensburger Strecke bei Fattigau,
wo 001 103 am 09.08.72 mit
P 3282 aus Marktredwitz heran gerollt kommt. Diese
große Lok, die früher schwere Schnellzüge
mit 12 und mehr Wagen befördert hat, vor
solch einem lächerlichen Personenzug zu sehen,
ist schon ein deutliches Zeichen des Niedergangs.
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Dieser Zug steht einer 01 schon besser zu Gesicht.
E 1648 nach Mannheim, bis Bamberg mit 001 202
bespannt, wartet am Morgen des 10.08.72 im Hofer
Hbf auf Abfahrt.
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Bei Döhlau hatte man von einer kleinen Bergkuppe
aus einen schönen Blick auf die Streckenführung
vom (ehemaligen) Rbf Oberkotzau, ganz im Hintergrund,
in Richtung Hof Moschendorf. 001 150 hat
mit dem nun schon öfters zu sehenden E 1791
fast Hofer Stadtgebiet erreicht.
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Nun kommt auch noch einmal 001 168 zu
einem Auftritt. Mit D 854 rauscht sie am 10.08.72
durch den Bf. Markschorgast und beginnt jetzt
ihre Talfahrt die Schiefe Ebene hinab nach Neuenmarkt-Wirsberg.
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Der nächste talwärts fahrende Zug auf
der Schiefen Ebene war E 658/852, am 10.08.72
geführt von 001 150. Wenn die bekannten
Standard-Motive erst mal im Kasten sind, dann
werden halt solche wie "Lok durch Bäume"
ausprobiert.
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Der Gegenzug E 659 "Frankenland" ist
mit 001 202 bespannt. Schödlas, 10.08.72.
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Südlich von Oberkotzau zweigt die Strecke
zur Schiefen Ebene und weiter nach Lichtenfels
von der Strecke Hof - Weiden - Regenburg ab. Unmittelbar
hinter der Verzweigung in der Nähe der Ortschaft
Fattigau sehen wir am 10.08.72 den
E 1974 mit 001 008, unverkennbar an dem
für die Prototypen charakteristischen Führerhaus.
Der Zug fährt nach Lichtenfels, dahinter
und etwas höher am Hang verläuft die
Regensburger Strecke.
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Am frühen Abend stand für die Hofer
01 ein kleiner Ausflug nach Feilitzsch auf dem
Programm, also zur bundesdeutschen Grenzstation
nördlich von Hof.
Am 10.08.72 wurde diese Leistung von 001 202
erbracht. Die Hinfahrt (Hof ab 18:02 Uhr) erfolgte
zusammen mit der Weidener 044 597 und einem
Güterwagen als Lr 75177. Soeben überquert
diese Fuhre das Saaleviadukt bei Unterkotzau.
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In Feilitzsch übernahm die 01, am 10.8.72
also 001 202, ein paar Güterwagen,
um sie als Ng 19019 zurück nach Hof zu bringen.
Diesen Zug hätte man auch locker mit einer
86er fahren können, die ja zu dieser Zeit
in Hof noch ausreichend zur Verfügung standen.
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Nach zwei Wochen Altbau-Elloks in Bayern führte
der Rückweg wieder über Hof. Bei Lamplmühle,
im Tal der Waldnaab nördlich von Neustadt
a.d.W., ist 001 227 am 24.08.72 in Richtung
Marktredwitz unterwegs. Dort werden gut 2 Stunden
Pause eingelegt und dann geht's mit derselben
Garnitur als P 3282 weiter nach Hof (s. Bild 16).
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Auch P 3215, der am gleichen Tag bei der Ausfahrt
aus dem Bahnhof Weiden auf den Film gebannt wurde,
ist nur ein "mickriger" Personenzug,
der bei einem 01-Mangel notfalls auch mit Loks
der BR 50 bespannt werden könnte. Wie die
meisten 01-Leistungen auf dieser Strecke ist auch
dieser Zug mit einer Neubau- kessel-Lok bespannt,
in diesem Fall 001 103.
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Standesgemäße Züge für die
01 gab es 1972 nur noch auf der Strecke nach Lichtenfels.
Zum Beispiel D 853, der am 26.08.72 mit 001
111 in den Bahnhof Münchberg ausrollt.
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Der Morgen des 27.08.72 beginnt, wie so oft auf
dieser Tour, mit E 1791. Bei Seulbitz wird der
Zug erwartet. "Lok vom Dienst" ist 001
150, die vor gut zwei Monaten aus Ehrang wieder
heimgekehrte Lok.
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D 854 ist am 27.08.72 mit 001 202 bespannt.
An einer kleinen Feldwegbrücke bei Schödlas
konnte jetzt endlich das Motiv umgesetzt werden,
das ich schon seit Beginn der Reise machen wollte,
was aber zuvor zeitlich nie realisierbar war.
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Zurück an die elektrifizierte Frankenwaldbahn.
Die Rückleistung zu D 854 vom letzten Bild
ist für 001 202 wesentlich anspruchsloser.
P 2846 ist von Bamberg nach Lichtenfels zu befördern,
also auf dem ganzen Laufweg unter Fahrdraht -
eine typische Füll-Leistung im Umlaufplan.
Zapfendorf, 27.08.72.
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Eine gute halbe Stunde später folgt 001
150 mit dem E 1649, aufgenommen bei Hallstadt,
direkt nördlich von Bamberg. Auf der "Rennstrecke"
bis Lichtenfels kann die 01 zeigen, dass sie als
Schnellzuglok für zügiges Fahren konzipiert
wurden. Nach dieser Kür kommt dann später
auf der Schiefen Ebene noch harte Arbeit auf Personal
und Maschine zu.
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Mit diesem Bild leite ich über zur letzten
01-Tour nach Hof im Mai 1973. Zum Ende der Planeinsätze
veranstaltete der BdEF seine Jahrestagung in Hof.
Die Anreise erfolgte in drei alten Rheingoldwagen,
die ab Bamberg in E 659 einge- stellt waren, und
eine Doppelbespannung erforderlich machten. Allerdings
spielte das Wetter nicht mit, als 001 168
und 001 173 am 31.05.73 in Hof eintreffen.
Aus diesem Grund zeige ich hier auch nur eine
schwarz/weiß Aufnahme.
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Das offiziell letzte Einsatz-Wochenende der Baureihe
01 bei der DB kann ich mit einigen Farbaufnahmen
dokumentieren. Wie damals üblich, waren die
Loks fast alle mit irgendwelchen Abschiedssprüchen
versehen. Eine Kreideanschrift "Letzte Fahrt"
und etwas Grünzeug auf der Kesseltür
ziert 001 131, die am frühen Morgen
des 01.06.73 mit P 2801 aus Neuenmarkt-Wirsberg
nach Münchberg gekommen ist. Nach gut einer
Stunde Aufenthalt geht es weiter als
P 2803 nach Hof.
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01 Kreuzung bei Münchberg.
Während 001 168 mit E 1622 auf Münchberg
zurollt, bricht im Hintergrund
001 131 mit ihrem kurzen P 2803 auf zur
nächsten Etappe ihres heutigen Umlaufs. Um
7:00 Uhr morgens ist die Luft noch klar, aber
die Wolken am Horizont verheißen nichts
Gutes.
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Ganz geklappt hat's mit der Begegnung leider
nicht. Der talwärts fahrende E1622 ist schon
fast im Hintergrund verschwunden, als 001 131
mit P 2803 angetobt kommt. Münchberg, 01.06.73.
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Hier kommt die kleine Feldweg-Brücke ins
Bild, von der aus die beiden letzten Aufnahmen
entstanden. 001 088 hat E 1791 am Haken,
den Paradezug für bergwärts fahrende
Züge auf der Schiefen Ebene, wie er in Bild
8 zu sehen war.
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Dieselbe Stelle, Blickrichtung Osten. Aus Hof
kommt 001 111 mit P 2814 heran gerollt.
Für einen einfachen Personenzug ist die Wagengarnitur
recht beachtlich. Münchberg, 01.06.73.
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Als letzte Neubaukessel-01 war 001 131
am 01.06.73 unermüdlich im Einsatz. Nach
dem morgendlichen P 2803 steht nun standesgemäß
ein Schnellzug auf dem Programm, D 854, den sie
bis Bamberg bespannen wird. Inzwischen befinde
ich mich westlich von Münchberg bei Poppenreuth,
was fußläufig noch ganz gut zu erreichen
war.
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Wenn ich die rechts im Hintergrund zu sehende
Schule besucht hätte, wäre wohl nichts
aus mir geworden - die andauernd vorbeifahrenden
Dampfzüge mit 01 hätten mich bestimmt
zu sehr abgelenkt. ;-)
So wie hier der von 001 168 geführte
E 1863. Einziger Zierrat an der Lok sind ein paar
Zweige an der Kesseltür. Poppenreuth, 01.06.73.
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Nur ein paar Meter weiter zurück entstand
wenig später das Bild der 001 111
mit D 853. An der Kesseltür prangt die Kreideanschrift
"Sachsen-Express" und am Tender steht
geschrieben "Unsere letzte Fahrt mit der
001". Das dürfte das Werk von mitreisenden
Eisenbahnfreunden gewesen sein.
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Ein letztes Bild aus Poppenreuth zeigt noch einmal
eine 01 Doppelbespannung. Mit 12 Wagen hat der
aus zwei Zugstämmen gebildete E 658 + E 852
eine ganz ordentliche Länge und zwei Loks
an der Spitze sind sicher angebracht. Am 01.06.73,
dem vorletzten Tag des Winterfahrplans, haben
001 008 und 001 088 diesen Dienst
übernommen.
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Samstag, 02.06.73 - der letzte Tag der planmäßigen
01 Einsätze ist gekommen. Bei der Lok für
die "Oberfranken Rundfahrt" im Rahmen
der BdEF Verbands- tagung hat es sich die Werkstatt
des Bw Hof nicht nehmen lassen, 001 173
noch einmal auf Hochglanz zu bringen. Gerade rollt
die Lok auf die Drehscheibe, um danach an den
Zug zu setzen.
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Einige Zeit später und in den letzten Sonnenstrahlen
des gerade angebrochenen Tages, macht sich der
Sonderzug von Hof aus auf die Reise. Auf dem ersten
Teil der Fahrt übernimmt es 001 173
alleine, den GesE 23408 "Oberfranken-Express"
zu befördern. Obwohl es von Hof aus eigentlich
bergab geht, legt das Personal für die Fans
eine zünftige Ausfahrt hin.
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Um den Sonderzug auf der Rückfahrt noch ein weiteres
Mal zu erwischen, begab ich mich nach Münchberg,
wo sich zuerst noch einmal 001 131 mit
E 1863 die Ehre gab. Mit einer fulminanten Anfahrt
gelingt es dem Personal, das triste Wetter und
den dreckigen, farblosen Zustand der Lok vergessen
zu machen. Rückblickend kommt es mir so vor, als
seien die Neubaukessel-01 prädestiniert für spektakuläre
Rauchpilze gewesen.
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Ein freundlicher Hobby-Kollege nahm mich dann
mit zur Schiefen Ebene, wo die Fotografen dicht
gedrängt, quasi Spalier stehend, den Sonderzug
erwarteten.
Die Zugnummer für die Rückfahrt lautete GesE 23409,
und am Zug sind jetzt drei Maschinen: Zuglok 001
173, Vorspann 001 111 und Schub 086
809. Auch wenn das Wetter nicht mitspielte,
allein das akustische Erlebnis der drei schwer
arbeitenden Dampfer bleibt mir unvergesslich.
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Oben angekommen, gab es den wohl einmaligen Fall
eines Fotohalts in der Steigung kurz vor dem Bf.
Marktschorgast. Zusätzlich zu den vielen nebenher
fahrenden Fotografen kamen nun auch noch die aus
dem Zug hinzu, da war ein "normales"
Bild nicht mehr machbar. Ich habe mich deshalb
dafür entschieden, die ganze Situation aus einiger
Entfernung in Szene zu setzen.
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Damit die Galerie nicht mit traurigen Schlecht-Wetter-Bildern
endet, habe ich dieses Bild, das eigentlich an
den Anfang der Farbaufnahmen gehört, hierhin
platziert. Bei Seulbitz, oberhalb der Schiefen
Ebene, geben 001 008 und 001 150
im letzten Abendlicht des 31.05.73 vor E 1649
noch einmal eine glänzende Abschiedsvorstellung.
So sind sie mir in Erinnerung geblieben, die Hofer
01.
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