| Ottbergen
und die Königin der Mittelgebirge |
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Ottbergen, ein kleines, eher unbedeutendes
Örtchen mit circa 2200 Einwohnern am Rande des
Weserberglands
(heute ein Stadtteil von Höxter), war und ist
außerhalb der Region im Allgemeinen wohl nur wenigen
bekannt.
Bei Eisenbahnern und Eisenbahnfreunden war das
jedoch ganz anders. Vor allem die etwas älteren
Semester, die den ausklingenden Dampfbetrieb der
Bundesbahnzeit noch miterlebt haben, bekommen
bei der Erwähnung dieses Ortes glänzende Augen:
Ottbergen, das stand in einer Reihe mit Rheine,
Hof, Lauda und anderen großen Namen der Dampflokzeit.
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Ottbergen war die vorletzte Einsatzstelle der
Baureihe 44 bei der DB. Diese bärenstarken 1'Eh3
Einheitsloks waren mit ihren 5 Treibachsen und
dem gleichmäßig drehenden Dreizylindertriebwerk
bestens für den schweren Güterzugdienst auf den
schwierigen Mittelgebirgsstrecken des Weserberglands
geeignet - die Bezeichnung "Jumbo" kam nicht von
ungefähr. Die seinerzeit verfügbaren Dieselloks
jedenfalls konnten ihr das Wasser nicht reichen.
Erst die Aufnahme des elektrischen Zugbetriebs
auf der Strecke Lehrte - Braunschweig - Helmstedt
am 30.05.76 ermöglichte der DB eine großräumige
Verlagerung des Ost-West Verkehrs und damit die
Beendigung des Dampfbetriebs in der BD Hannover
(Alt-Bezirk ohne Emsland). Damit blieb die Baureihe
44 bis zum Ende ihrer Einsatzzeit unbestritten
das, was sie seit ihrem Erscheinen auf deutschen
Schienen war: Die Königin der Mittelgebirge!
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Ab Ende der sechziger Jahre zog die BD
Hannover beim Bw Ottbergen alle Loks dieser
Baureihe aus ihrem Direktionsbezirk zusammen.
Aus Löhne, Minden, Hameln, Lehrte, Hildesheim,
Braunschweig, Bremen, zuletzt Emden, und
darüber hinaus aus dem ganzen Bundesgebiet
wurden die schweren Güterzugloks ins
Weserbergland versetzt. Zeitweise waren
hier bis zu 45 betriebsfähige Maschinen
beheimatet. Eine Aufstellung aller im Bw
Ottbergen beheimateten 44 und ihrer Bauartbesonderheiten
findet sich in der nebenstehenden Stationierungsliste.
Ferner enthalten sind dort Bestandsübersichten
zu verschiedenen Stichtagen zwischen 1968
und 1976.
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Die Einsätze erfolgten überwiegend
in den südlichen und östlichen
Regionen Niedersachsens. Neben dem Heimat-Bw
setzten auch die Bw Altenbeken, Braunschweig,
Hameln, Hildesheim, Göttingen, Goslar,
Lehrte, Löhne, Northeim und Seelze
die Ottbergener Maschinen ein. Exemplarisch
habe ich den Umlaufplan vom 29.09.74 (nur
Di-Fr) aufbereitet, der zwecks besserer
Lesbarkeit im PDF-Format wiedergegeben ist
(633 kB). Zusätzlich zu diesen planmäßigen
Einsätzen waren stets zahlreiche Sonderleistungen
zu fahren, wofür acht bis zehn weitere
Maschinen in den Einsatz-Bw's bereit gehalten
wurden.
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Am häufigsten anzutreffen waren die Ottbergener
44er auf der Strecke (Seelze -) Lehrte - Braunschweig
(- Helmstedt), über die es später einmal eine
separate Galerie in der Bundesbahnzeit
geben wird. Hier dagegen geht es speziell um die
beiden Ottbergener Hausstrecken im Weserbergland,
Altenbeken - Ottbergen - Northeim (- Herzberg
- Ellrich/DDR) und Ottbergen - Kreiensen (- Seesen
- Braunschweig) und die Jahre ab 1973.
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Die Ottbergener Jumbos im Weserbergland, das
war eindrucksvoller Dampfbetrieb mit schweren
Zügen in herrlicher Mittelgebirgs-Landschaft
und nach meinem Empfinden der letzte Höhepunkt
dieser Traktionsart in Westdeutschland. Das Datum
29.05.76 markiert denn auch für mich das
"gefühlte Ende" des Dampfbetriebs
bei der DB. Die restlichen Einsätze im Ruhrgebiet
und Emsland waren zwar sicher nicht uninteressant,
aber eben Auslaufbetrieb mit allen dafür
typischen Begleiterscheinungen. Nein: Ottbergen
- DAS war's!
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Das heißt, so ganz war es das dann doch
nicht. Denn wenigstens im Maßstab 1:87 wird
die Erinnerung an glorreiche Zeiten in Ottbergen
wachgehalten: Mit einer wunderschön und liebevoll
gestalteten Modellbahn in Bad Driburg, die unter
dem Namen "Modellbundesbahn"
überregional bekannt ist.
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Die ersten Farbaufnahmen von Ottbergener Jumbos
nach meiner schwarzen/weißen Phase entstanden
als Neben- produkt einer Tour zu ihren Öl-Schwestern
vom Bw Kassel. Nachdem wir dort überraschend bereits
die Ottbergener Kohle-Lok 044 525 angetroffen
hatten, sollten es auf der Rückfahrt nach Hannover
noch zwei Güterzüge auf der Solling-Westrampe
sein.
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Eine für beide Fahrtrichtungen gut geeignete
Stelle war die langgezogene Kurve oberhalb von
Uslar bei Bollensen. Hier rollt zunächst 044
407 mit Dg 6770 von Herzberg nach Altenbeken
talwärts.
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Kurz darauf, und schon lange vorher zu hören,
stampft 044 672 mit dem Gegen- zug Dg 6769
bergan. Eine 44 mit Schürze war zu der Zeit ja
nicht SO etwas Besonderes, aber diese hier hatte
außerdem noch vorn liegende Pumpen. Das gab es
sonst bei der DB schon seit Jahren nicht mehr.
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Die langsame Bergfahrt des Dg 6769 machte es
einfach, den Zug zu verfolgen und kurz vor dem
Scheitelpunkt bei Volpriehausen erneut zu stellen.
Von hinten kommt unerwartet 044 173 mit
einem Gz Richtung Ottbergen angerauscht, während
sich 044 672 mühsam und mit Schrittgeschwindigkeit
den Berg hinauf kämpft. Da fehlte nicht viel,
und der Zug wäre am Berg liegen geblieben! Auf
die weiteren Bilder verzichte ich angesichts der
traurigen Lichtverhältnisse.
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Mehr als 2 Jahre sollten vergehen, bevor ich
wieder ins Weserbergland kam - und das nur per
Zufall. In Herzberg hatte ich von einem Lokpersonal
erfahren, dass an diesem Tage wieder einmal der
Bedarfsgüterzug Gag 57422, Langelsheim - Kreiensen
- Ottbergen - Altenbeken - Gladbeck-West, verkehren
würde. Das konnte ich mir natürlich nicht entgehen
lassen, und so wurde die ursprüngliche Tagesplanung
umgehend abgeändert und der Weg nach Kreiensen
angetreten.
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Unterhalb der Burgruine Greene windet sich die
Strecke mit stetiger Steigung aus dem Leinetal
hinauf in das Weserbergland. Gag 57422 ist mit
044 085 bespannt, die sich vor dem langen
Zug aus Druckgaskesselwagen mächtig ins Zeug legen
muss. Wegen Bauarbeiten an der Strecke erfolgt
die Bergfahrt auf dem Gegen- gleis.
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Nach dem Wechsel von 135mm Tele auf Normalobjektiv
kommt die ganze Länge dieses Zuges schön zu Geltung.
Für die Baureihe 44 dürfte das sicher Grenzlast,
eventuell sogar mit der zulässigen Überschreitung
von +5%, bedeutet haben. Aber genau das waren
die Züge, vor denen unsere 44 zeigen konnte, dass
sie wahrhaft die "Königin der Mittelgebirge"
war.
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Nachdem der Heizer der 044 085 gut aufgelegt
hat, kann er sich auch mal eine kurze Pause gönnen
und einen Blick auf die Fotografen werfen, die
an einem schönen Sommertag nichts Gescheiteres
zu tun haben, als einem alten
Dampfer hinterher zu hecheln. Eine Tonaufnahme
wäre hier auch sehr ergiebig gewesen, denn
das akustische Erlebnis war weitaus imposanter
als das optische.
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Kurz vor Naensen ist der Ansteig aus dem Leinetal
fast geschafft. Nun ist auch für 044 085
Kämpfen angesagt. Die Fahrgeschwindigkeit war
jetzt soweit ein- gebrochen, dass man bequem zu
Fuß nebenher laufen konnte. Aber anders als bei
der Situation in Bild 03 hatte man nicht den Eindruck,
dass der Zug noch liegen bleiben könnte.
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Mit hartem Auspuffschlag, Meter um Meter, geht
die Fahrt langsam aber stetig voran. Und, Gott
sei Dank, das Signal steht auf Fahrt. Das war
mir noch einen Nachschuss auf 044 085 mit
ihrem Gag 57422 wert, den ich hier auch zeigen
will.
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Oben angekommen, nahm der Zug deutlich Geschwindigkeit
auf, und die weitere Autoverfolgung wurde schwieriger.
Auf die Schnelle gelangen nur noch zwei mittelmäßige
Motive, bevor Ottbergen erreicht wurde. Nach dem
Wassernehmen im dortigen Rbf ging's mit neuem
Elan in die letzte Etappe nach Altenbeken. Auch
hier sind noch einige ordentliche Steigungen zu
nehmen, und deshalb kachelt 044 085 "volles
Rohr" aus dem Bahnhof.
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Das letzte Bild des Gag 57422 entstand am Block
Hembsen, knapp 5 km westlich von Ottbergen gelegen.
Inzwischen befindet sich der Zug wieder in einer
Steigung, die von 044 085 mit kräftigem
Schlag und schöner Rauchfahne, aber doch vergleichsweise
mühelos bewältigt wird.
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Einmal "vor Ort", wurde natürlich auch der übliche
Planverkehr mitgenommen. Kurze Zeit hinter dem
"Langelsheimer" folgt Dg 53842 aus Herzberg, bespannt
mit 044 389. Das war der zuletzt wohl bekannteste
Zug der Strecke, der in der letzten Einsatzperiode
häufig Vorspann ab Ottbergen erhielt. Am
29.08.75 verkehrte er jedoch ganz gewöhnlich mit
nur einer Lok.
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Mit einer kräftigen schwarzen Rauchfahne, die
wahrscheinlich nur Fotografen als schön empfinden,
arbeitet sich 044 389 die Steigung hinauf.
Das animierte zu einer weiteren Aufnahme von der
Lok aus nächster Nähe.
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Der ständige Wechsel der Straße von einer Seite
der Bahn auf die andere mittels Bahnübergängen
behinderte eine Autoverfolgung enorm und so konnte
der Zug erst hinter dem Reelser Tunnel wieder
eingeholt werden.
Im tief stehenden Abendlicht erklimmt 044 389
die letzten Kilometer zum Scheitelpunkt der Strecke
in Langeland, der jetzt schon "in Sichtweite"
ist.
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Das Licht reichte auch noch für den unmittelbar
danach kreuzenden Ng 63247, der mit einer unbekannt
gebliebenen 044 talwärts Richtung Ottbergen
rollt.
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Auf der Durchreise vom Ruhrpott an die Leine
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An diesem trüben Wintertag war eigentlich
gar kein Wetter zum Fotografieren, aber ich war
ohnehin nur auf der Durchreise. So entstand nur
dieses eine Bild der Schürzenlok 044 084,
auf dem auch einmal der Wasserturm des Bw Ottbergen
zu sehen ist, der wahrscheinlich den meisten Modelleisenbahnern
bestens bekannt ist.
Dieses Motiv wäre bei Sonne nicht möglich gewesen,
weil völlig gegen das Licht.
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14 Tage später herrschte prächtiges Winterwetter
im Weserbergland, ausnahmsweise sogar mit Schnee.
Also die Freundin zu einem kleinen Winterausflug
überredet und, oh Zufall, im Solling an der Strecke
Northeim - Wehrden - Ottbergen gelandet.
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Und, noch ein "Zufall", kurz nachdem wir die
bekannte Brücke unterhalb des Ertinghäuser Tunnels
erreicht hatten, kommt Dg 53840 mit 044 180
an der Spitze den Berg hinaufgedonnert. Wie gut,
dass der Zug an diesem Tag auf die Minute pünktlich
war. Demonstration geglückt, so schön kann ein
Dampfzug sein.
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Da Dg 53840 planmäßig einen längeren Betriebshalt
in Ottbergen einlegte, war es trotz gemütlicher
Fahrt durch die herrliche Winterlandschaft möglich,
den Zug noch einmal westlich von Ottbergen abzupassen.
In der großen Kurve oberhalb von Hembsen brauchten
wir nicht lange zu warten. Mit Volldampf und abblasenden
Sicherheitsventilen gibt 044 180 ein eindrucksvolles
Schauspiel.
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Das Ganze noch einmal mit Normalobjektiv und
Zug mehr aus der Nähe.
Und noch immer bläst der Ackermann …
(Für die Nicht-Dampfkundigen: Die Dampfkessel
der Baureihe 44 waren mit Sicherheitsventilen
der Bauart Ackermann ausgestattet)
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Bisher war ich immer nur auf Stippvisite im Weserbergland
gewesen. Doch je näher das Ende des Dampfbetriebs
rückte, desto mehr wuchs die Erkenntnis, dass
hier noch viele lohnenswerte Motive auf mich warteten.
In der ersten Maiwoche wurde deshalb der erste
Urlaub meines gerade erst begonnen Berufslebens
genommen. Neben einigen anderen Zielen standen
vor allem auch mehrere Tage Ottbergen und Umgebung
auf dem Programm.
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Vier einsame Tannen auf einer Weide bei Amelunxen
markieren den höchsten Punkt der Strecke zwischen
Wehrden (Weser) und Ottbergen. Nachdem Weserbergland-typischer
Hochnebel mir den Vormittag verdorben hatte, gelingt
hier die erste Aufnahme mit Sonne von Dg 53842,
bespannt mit 044 210.
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In Ottbergen werden vorne im Zug zwei Wagen ausgestellt,
dafür kommen am Schluss noch einige hinzu. Das
bedeutet - planmäßig - Vorspann.
044 534 hat sich bereits vor 044 210
gesetzt und beide heizen jetzt schon mal kräftig
für die bevorstehende Bergfahrt vor.
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In der Steigung vor Hembsen wird der Zug erwartet.
Selbst in dieser Perspektive ist kein Ende der
Wagenschlange auszumachen, die 044 534
+ 044 210 mit vollem Einsatz den Berg hinauf
schleppen.
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Die mäßige Geschwindigkeit des bergfahrenden
Dg 53842 ermöglicht einen fußläufigen Stellungswechsel
und ein weiteres Bild der schwer arbeitenden Maschinen
044 534 + 044 210.
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In Bad Driburg wurde i.d.R. noch einmal Schwung
geholt, bevor es in die letzte Steigung nach Langeland
ging. Dank ausreichender Zugkraft der beiden bären-
starken Jumbos (sorry, zoologisch nicht ganz korrekt)
hat Dg 53842 aber bereits vorher seine Höchstgeschwindigkeit
erreicht und kachelt "volles Rohr" in den Kurort
hinein. Wahrlich ein Augen- und Ohrenschmaus erster
Güte!
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Der nächste Tag, dasselbe Spiel.
Wieder beginnt es mit Dg 53842, aufgenommen bei
der Fahrt durch den Bahnhof Wehrden (Weser). Zuglok
ist 044 180. Damals waren die weitläufigen
Anlagen dieses Inselbahnhofs noch weitgehend intakt,
wenngleich die kreuzende Strecke Holzminden -
Wehrden - Scherfede bereits kurz vor der Stilllegung
stand.
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In Ottbergen macht sich die Vorspannlok 044
067 bereit, 044 180 bei der letzten
Etappe bis Altenbeken tatkräftig zu unterstützen.
Ein Schürzen-Jumbo, und dann noch vorn, das war
natürlich etwas für die zahlreichen Fotografen.
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Inzwischen stehen beide Maschinen vor dem Zug
und kochen fleißig Dampf.
044 067 und 044 180 vor Dg 53842
im Rbf Ottbergen.
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Nur wenige hundert Meter weiter als am Vortag
wird der Zug wiederum bei Hembsen abgepasst. Der
optische Eindruck kann allerdings mit dem akusti-
schen nicht mithalten, denn 044 067 arbeitet
zwar kräftig mit, lässt sich das aber leider kaum
ansehen.
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Während die Zuglok des 53842 (044 180) als Leerfahrt
nach Ottbergen zurück- kehrt, übernimmt die Vorspannlok
als Rückleistung den Dg 53853 von Altenbeken nach
Herzberg. Zum Glück deutlich vor Plan und
leicht vor sich hin räuchernd rollt 044
067 im warmen Abendstreiflicht auf den Hp
Hembsen zu.
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Zu diesem Doppel aus 044 180 und 044
210 gibt's zwei Anmerkungen:
1. Die Schlussscheibe vorn an der führenden Lok
entspricht sicher nicht den
1. Vorschriften.
2. Was wie eine Lz aussieht, ist eigentlich ein
Nahgüterzug.
2. Ng 64449 besteht
bei der Abfahrt in Ottbergen jedoch aus null Wagen.
2. Im weiteren Verlauf
der Fahrt über Kreiensen
nach Braunschweig dürfte aber 2.
noch ein richtiger Zug
daraus geworden sein.
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Da es 1976 noch keine Sommerzeit gab, waren auch
Bilder "vor dem Aufstehen" möglich. Gegen 5:30
Uhr taucht 044 534 mit Dg 53845 aus dem
Frühdunst über Hembsen auf. Für diese Aufnahme
musste ich das Hotel durch das Fenster verlassen,
da die Haustür noch verschlossen war ;-))
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Obwohl Dg 53845 planmäßig einen Betriebshalt
in Ottbergen hatte, bedurfte es einer "angestrengten
Fahrweise", um den Zug noch einmal in Amelunxen
zu erwischen. In der feuchten Luft des morgendlichen
Dunstes bleibt die Dampf- fahne schön über dem
Zug stehen.
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Nur kurze Zeit später kommt aus der anderen
Richtung 044 067 mit Ng 63242 angedampft.
Richtig im Licht war dieser Zug eigentlich nirgendwo
zu erlegen, dann lieber gleich die totale Streiflicht-Aufnahme
im milchigen Licht über Amelunxen
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Jetzt war erneut Beeilung angesagt, denn aus
Richtung Kreiensen war Ng 64442 im Anrollen. Bis
Arholzen-Deensen gelang es noch, dem Zug entgegen
zu fahren, dann wurde es ratsam, sich eine Fotostelle
zu suchen. Zuglok war die schon von beiden Vortagen
bekannte 044 210.
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Nach einem kurzen Rangieraufenthalt in Holzminden
geht Ng 64442 auf seine letzte Etappe nach Ottbergen.
Das Lokpersonal der 044 210 scheint Spaß
daran zu haben, das schöne Holzmindener Reiterstellwerk
mal so richtig einzunebeln. Im Hintergrund der
Schuppen des Bw Holzminden, das damals nur noch
Schienenbusse und 2 Loks der BR 236 beheimatete.
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Angekommen in Ottbergen, fährt 044 210
umgehend zum Restaurieren ins Bw. Die beengten
Platzverhältnisse erschwerten das Fotografieren
im Bw erheblich und machten es für mich, gemessen
an anderen Dampflok-Hochburgen, vergleichsweise
unattraktiv. Beachtenswert der Kohleberg im Tender
- bei der BR 44 eher die Regel als die Ausnahme!
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So ein Jumbo war wirklich ein dicker Broken!
Um die Lok auf der Drehscheibe überhaupt ganz
ins Bild zu kriegen, musste man schon bis an die
Schuppentore zurücktreten. 044 210 im Bw
Ottbergen.
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10:00 Uhr morgens, Frühschicht beendet - nach
getaner Arbeit ruht sich 044 210 vor dem
Schuppen aus. Auch der Fotograf kann jetzt ins
Hotel zurück und endlich in aller Ruhe frühstücken.
Bis zum frühen Nachmittag tat sich nämlich dampfmäßig
nichts mehr.
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Der erste Zug nach der Mittagspause war Dg 53849
nach Herzberg. Dieser Zug ist hier kurz vor Karlshafen
zu sehen, wo die Strecke direkt am Ufer der Weser
entlang führt. Noch kann es 044 085 ruhig
angehen lassen, denn erst hinter Bodenfelde geht
es mit dem Anstieg über den Solling wieder richtig
zur Sache.
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Dieses Mal sollte es für den Jumbo-Doppelpack
eine andere Stelle als Hembsen sein; gesucht und
gefunden bei Herste, wo man vom Rande eines Einschnitts
einen schönen Blick über die Strecke hatte. Und
dann das: Wegen Überlast wird Dg 53842 in Ottbergen
geteilt und portionsweise nach Altenbeken gefahren.
Der erste Teil kommt mit 044 210, …
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… und der zweite im Blockabstand mit 044 534.
Die gut 500t des ersten Zuges, wahrscheinlich
aus den Steinbrüchen von Adelebsen, konnten diesem
ohnehin schon ausgewachsenem Güterzug wohl nicht
mehr angehängt werden, ohne die zulässige Zughaken-Beanspruchung
und/oder Zuglänge zu überschreiten.
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An einem kleinen Feldwegübergang bei Riesel wird
die Rückleistung für 044 210, der Dg 53853
abgewartet. Die leichte Vernebelung durch die
räuchernde Lok und das Streiflicht der tief stehenden
Sonne verleiht dieser Aufnahme eine besondere
Atmosphäre.
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Exakt an derselben Stelle wie auf dem letzten
Bild, nur von der anderen Seite aus fotografiert,
sehen wir am nächsten, wiederum sehr frühen Morgen
044 678 mit Dg 53845 ostwärts die Gefällestrecke
hinabrollen. Dieses Mal war das frühe Verlassen
des Hotels übrigens mit der Rezeption abgesprochen.
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Nach drei Tagen vor Ort waren die möglichen Fotostellen
natürlich vorerkundet. Die Weserbrücke bei Wehrden
sollte es heute sein. Viel Zeit blieb da nicht,
zumal der Weg auf die andere Weserseite zu Fuß
über die Brücke führte. Aber alles ging nach Plan:
Rechtzeitig für Dg 53845 mit 044 678 stand
ich in Fotoposition.
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Die nur noch eingleisig befahrene Brücke mit
einzelnen Überbau-Resten des zweiten Gleises reizte
zu einem weiteren Bild aus der Nähe.
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Nun war allerhöchste Eile angesagt. In Lauenförde,
dem nächstgelegenen Kreuzungsbahnhof weseraufwärts,
wartete (hörbar!) schon der Gegenzug darauf, nach
dem Dg in den eingleisigen Abschnitt einfahren
zu können. Da war schon eine reife sportliche
Leistung erforderlich, um dieses Bild des Ng 63242
mit 044 210 hinzukriegen.
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Was jetzt folgte, war das gleiche Programm wie
am Vortag: Ab nach Holzminden für Ng 64442. Planmäßig
ist Schürzenlok 044 067 am Zug, aufgenommen
unter dem schon gezeigten Reiterstellwerk Hwf
an der Südseite des Rangierbahnhofs. Da nur rangiert
wird, macht's das Personal dieses Mal mit etwas
weniger Dampf. Die tiefschwarze Stelle an der
Stellwerkswand über dem Gleis zeigt aber,
wie es hier sonst zugeht (vgl. Bild 34).
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Die Strecke von Holzminden nach Ottbergen bot,
unter Berücksichtigung des Sonnenstands, nur wenige
brauchbare Motive für den morgendlichen Nahgüter-
zug. Bei Godelheim war wenigstens ein Großteil
des Zuges auf's Bild zu kriegen. Und die große
Baggerschaufel auf dem ersten Wagen hinter der
Lok ist eine nicht ganz gewöhnliche Ladung.
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Im Bw wird's wieder eng. 044 067 ist nur
ziemlich spitz von hinten aufnehmbar, wo zwar
der wie üblich hoch beladene Tender gut zur Geltung
kommt, nicht aber die damals schon eher seltene
Schürze. Der gewaltige Löscheberg zwischen den
Gleisen lässt erahnen, dass der Dienst auf den
Jumbos schon eine echte Knochenarbeit war.
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Dg 53840 ist das samstägliche Pendant zu Dg 53842,
allerdings ohne plan-mäßigen Vorspann ab Ottbergen.
Das machte die Motivwahl etwas einfacher. Aber
dass der Zug mit 044 678 an der Spitze
nun so völlig saft- und kraftlos die leichte Steigung
bei Istrup hinauffährt, hatte ich nicht erwartet.
Da gab die zuvor gemachte Aufnahme des E3658 mit
220 066 mehr her.
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Ab jetzt standen mir, berufsbedingt, nur noch
die Wochenenden für weitere Ausflüge ins Weserbergland
zur Verfügung. Aber auch das führte noch zu ein
paar schönen Aufnahmen, die ich heute nicht missen
möchte.
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Man musste schon sehr früh aufbrechen, um trotz
Anreise von Essen den Frühzug Dg 53845 zu erwischen.
Gegen 5:45 Uhr gelang die erste Aufnahme in der
Kurve am BÜ in Hembsen. Hinter der auf alte Nummer
umfrisierten 44 256
ist ein Begleitwagen für Fans eingereiht,
der aber offensichtlich auf der Hinfahrt noch
nicht besetzt ist.
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Zum Glück erhielt Dg 53845 zunächst keine Einfahrt
nach Ottbergen, so dass ich noch zu einer weiteren
Aufnahmen dieses Zuges kam. Nachdem die Einfahrt
mit Hp2 gezogen ist, legt 44 256 eine zünftige
Anfahrt hin, die wahrscheinlich so gar nicht erforderlich
war, dafür aber ganz nach dem Geschmack der Fotografen.
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Vom Nahgüterzug 64442 aus Kreiensen via Holzminden
gelang an diesem Tag kein brauchbares Bild, so
dass ich hier nur die 044 682 bei der Einfahrt
in den Schuppen zeige. Diese Lok gehörte
zu der letzten Tranche von Neuzugängen beim
Bw Ottbergen, die im Januar 1976 vom Bw Emden
kam, um den mittler- weile arg dezimierten Lokbestand
aufzustocken.
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Inzwischen ist 44 256 planmäßig
mit Dg 53840 aus Herzberg zurückgekommen.
Statt einer vermurksten Aufnahme an der Weser
zeige ich die Lok hier bei einem kurzen Zwischenbesuch
des Bw Ottergen. Das war bei diesem Zug zwar nicht
die Regel, aber sicher ganz im Sinne der zahlreich
anwesenden Eisenbahn- freunde.
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Frühling im Weserbergland, Herbst für die Ottbergener
Jumbos.
Durch blühende Landschaften rollt 44 256
mit ihrem Dg 53840 das leichte Gefälle bei Istrup
hinab in Richtung Altenbeken. Der Begleitwagen
für die Fans ist zum Glück ganz hinten im
Zug eingereiht und daher kaum auszumachen.
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Der nachmittägliche Nahgüterzug von Altenbeken
nach Ottbergen, Samstags als Ng 63245, Altenbeken
ab 15:55 Uhr, lag im Abschnitt Reelsen - Bad Driburg
bestens im Licht. Hier ging's allerdings in dieser
Fahrtrichtung bergab, so dass 044 462 keinen
großen Einsatz zu zeigen braucht.
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Hinter Bad Driburg steigt die Strecke wieder
leicht an. Aber der kurze Zug ist nun wirklich
keine Herausforderung für einen Jumbo ist. Und
so braucht 044 462 nur wenig Dampf zu geben,
um Ng 64245 locker über diesen Streckenabschnitt
bei Istrup zu bringen.
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Und noch ein Nahgüterzug auf dem Weg nach Ottbergen:
Von Kreiensen her kommt Ng 64444 mit 044 149,
aufgenommen bei Stadtoldendorf. Der Zug ist zwar
nur kurz, aber man beachte die Wagenreihung: keine
zwei Wagen gleichen Typs, wo gibt's das heute
noch?
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Das Finale: Das letzte Wochenende mit Dampfbetrieb
im Weserbergland ist angebrochen. Dafür wird
ein weiterer Urlaubstag erstritten um bereits
Freitag vor Ort sein zu können. Das erschien
mir lohnenswerter als der Samstag, bei dem ein
Aufmarsch von Eisenbahnfans längs der Strecke
wie bei Sonderfahrten zu erwarten war.
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Am letzten Wochenende des Dampfbetriebs im Weserbergland
waren alle fast Loks mehr oder weniger gekonnt
verziert und/oder beschriftet. 044 534
trägt an der Rauchkammertür ein Schild mit der
Aufschrift "Letzter Dampfzug 29.05.76". Dieses
Schild soll wohl schon für den nächsten Tag sein,
denn Dg 53849 ist weder der letzte Dampfzug, noch
schreiben wir schon den 29.05.76!
Bodenfelde, 28.05.76.
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Auch der Gegenzug, der berühmte Dg 53842 mit
Zuglok 044 552, ist mit Zweigen an der
Front geschmückt. Mir gefiel das damals gar nicht,
aber heute sehe ich es als Dokumentation dieses
speziellen Wochenendes.
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In Ottbergen haben offensichtlich die Eisenbahnfreunde
das Kommando über-nommen und die Zeichen wehmütiger
Abschiedsstimmung bei den Berufs-Eisenbahnern
kompromisslos beiseite geräumt: Mit alter Nummer
als 44 1552, sonst aber ohne verunzierendes
Beiwerk, steht die Lok vor Dg 53842 in Fotoposition
im Rbf Ottbergen.
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Leider gibt's an diesem Tag keinen Vorspann,
so dass unser Jumbo, jetzt wieder zeitgemäß mit
neuer Nummer als 044 552 beschriftet, den
Dg 53842 allein nach Altenbeken bringen muss.
Obwohl die Strecke bei Istrup leicht bergab geht,
legt die Lok, sehr zur Freude des Fotografen,
eine schöne Rauchfahne hin.
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Der lichtmäßig so schwierig aufzunehmende Dg
53853 wurde von mir am BÜ östlich von Brakel abgepasst.
Von den vorher noch so zahlreich vertretenen Fotografen
ist erstaunlicherweise keiner mehr anwesend, um
044 671 auf's Celluloid zu bannen.
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Beim Nachschuss auf 044 671 kommt auch
der Schrankenposten mit ins Bild. Leider nur eine
kleine Ecke, denn nach heutigen Maßstäben wäre
natürlich ein Standpunkt etwas weiter weg, mit
dem ganzen Posten im Bild, besser gewesen.
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Aber noch ist der Tag nicht zu Ende. Hinter
Ottbergen, wo die Strecke auf einem hohen Damm
das Nethetal überquert, wird Dg 53853 ein weiteres
Mal "erlegt". 044 671 nimmt mit voller
Kraftentfaltung und passendem Getöse den nächsten
Teil der langen Fahrt nach Herzberg in Angriff.
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Der Nachschuss auf 044 671 und Zug auf
der Nethebrücke zeigt, dass die Nethe zwar nur
ein kleines Flüsschen ist, das sich dem Fotografen
aber so manches Mal als unüberwindbares Hindernis
in den Weg stellte.
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Diesen Tag verbrachte ich nicht im Weserbergland,
sondern im Vorharz, gab es hier doch nicht nur
die letzten Ottbergener 44er, sondern auch die
letzten Lehrter 50er zu erleben. Morgens verkehrten
von Bad Harzburg aus die beiden letzten planmäßig
mit Dampf bespannten Personenzüge der DB überhaupt
- und, wie passend, der eine mit einer 44 (044
067) und der andere mit einer 50 (052 223). Erst
am Nachmittag verschlug es mich dann doch wieder
zumindest an den Rand des Weserberglands.
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Am Samstag-Nachmittag begann die DB damit, die
nunmehr arbeitslosen Dampfer aus allen Teilen
des Einsatzgebiets in ihre Heimatdienststellen
zurück- zuführen. Bei Moringen, kurz hinter Northeim,
kommt als erstes eine Doppel-Lz, bestehend aus
044 360 und 050 249. Für die 44
war es allerdings nicht wirklich die letzte Fahrt,
denn die Lok gelangte noch zum Bw Gelsenkirchen
Bismarck, während die 50er in Ottbergen verschrottet
wurde.
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Nur kurze Zeit später und ebenfalls bei Mohringen
aufgenommen, folgten
044 209 und 044 682. Auch diese
beiden wurden nach Gelsenkirchen-Bismarck weitergereicht,
ohne dass es dort aber noch zu nennenswerten Einsätzen
gekommen wäre.
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Mein letztes gescheites Bild einer Ottbergener
44er entstand am späten Nach- mittag vom talseitigen
Portal des Ippenser Tunnels aus: Mit dem abendlichen
Ng 64444 von Braunschweig über Kreiensen nach
Ottbergen kämpft sich
044 389 aus dem Leinetal heraus auf die
Höhen des Weserberglands. Ein allerletztes Mal
demonstriert die bullige Dreizylinderlok ihre
unbändige Kraft.
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Mögen diese Bilder die Erinnerung
wachhalten an eine der eindrucksvollsten Dampflokbaureihen
der Bundesbahnzeit:
Baureihe 44 - Die Königin der
Mittelgebirge
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