Als Altbau-Elloks bzw. Altbau-Elektrotriebwagen werden in der Bundesbahnzeit gemäß gängiger Definition alle Baureihen mit einem Konstruktionsjahr vor 1945 bezeichnet..
Unter den sechs süddeutschen Bundesbahn-Direktionen gehörte Augsburg zu den eher kleinen bezüglich Streckenlänge und Verkehrsaufkommen. Dieses wurde ihr Ende der sechziger Jahre zum Verhängnis, als im Zuge der so genannten "Neuordnung der Mittelinstanzen" sechs der bis dahin sechzehn Bundesbahndirektionen aufgelöst wurden. Die BD Augsburg traf es als erste; zum 01.06.1971 wurde sie komplett der BD München zugeschlagen. Die Aufnahmen dieser Galerie entstanden zwar alle erst nach diesem Zeitpunkt, aber sämtlich im Bereich der ehemaligen BD Augsburg (Anm.: Wenn im Folgenden von der BD Augsburg die Rede ist, dann ist natürlich immer der Bereich der ehemaligen BD Augsburg gemeint).
Die elektrisch betriebenen Strecken im Direktionsbereich sind schnell aufgezählt. Von der Deutschen Reichsbahn schon vor 1945 elektrifiziert wurden die Ost – West und Nord – Süd Magistralen
- (München –) Nannhofen – Augsburg – Neu-Ulm (– Ulm – Stuttgart) und
- Augsburg – Donauwörth – Treuchtlingen (– Nürnberg – Leipzig).
Erst in der späten Bundesbahnzeit kamen als Umleiter- und Ergänzungsstrecken hinzu:
- (Augsburg –) Mering – Geltendorf – Grafrath (– München)
- (Ulm –) Neuoffingen – Donauwörth – Neuburg (Don) (– Ingolstadt) und
- Donauwörth – Nördlingen.
Auf all diesen Strecken waren im hier betrachteten Zeitraum Altbau-Elloks unterwegs. 117, 118, 144 und 194 bespannten selbst in den 70er Jahren noch die Mehrzahl der Züge auf den Kernstrecken von Augsburg nach Ulm, Treuchtlingen und München. Neben den 117, die ab 08.12.67 alle in Augsburg als Auslauf-Bw für diese Baureihe zusammen gezogen wurden, waren die drei nur in Augsburg anzutreffenden Elektro-Rangierloks der Baureihe 163, Bauart BBC, besondere Anziehungspunkte dieser Region. Auch die Nürnberger 119 waren Anfang der 70er Jahre noch regelmäßig auf den Augsburger Strecken zu sehen; Bilder von diesen Einsätzen finden sich in der Baureihen-Galerie über die "Nürnberger Edelhirsche".
So vielfältig und umfangreich der Betrieb mit Altbau-Elloks war, so selten waren in der BD Augsburg Altbau-ET. Lediglich der "Grenzbahnhof" Nördlingen wurde von Aalen her planmäßig mit 455 angefahren – siehe Galerie "ET-Direktion Stuttgart", Bild 27 ff.
Nach dem Ende der Ellok-Unterhaltung beim Bw Neu-Ulm am 28.02.59 war das Bw Augsburg das einzige im Direktionsbezirk, das elektrische Lokomotiven beheimatete, und zwar ausschließlich Altbau-Elloks. Am Stichtag 01.07.72, also etwa zu Beginn des in dieser Galerie betrachteten Zeitraums, waren in Augsburg neben einigen Dieselloks und ETAs folgende Maschinen beheimatet:
117
004, 005, 007, 012, 013, 014, 102, 103, 104, 105, 106, 107, 108, 109, 110, 111, 112, 113, 114, 115,
116, 118, 120, 121, 122
144
035, 036, 110, 111, 115, 120, 141, 142, 145, 150,
153, 156, 157, 159, 166, 171, 189
163
005, 006, 007
194
012, 018, 022, 038, 039, 041, 042, 043, 044, 046, 051, 070, 073, 080, 081, 085, 086, 087, 091, 107,
108, 111, 112, 117, 118, 124
Die Bilder in dieser Galerie sind in geografischer Folge längs der betrachteten Strecken angeordnet. Davor stehen die Aufnahmen aus dem Stadtgebiet Augsburg.
Augsburg, Bw und Hbf
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03
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Den größten Anteil am Augsburger Lokbestand hatte die Baureihe 194, von der hier gerade 194 018 im Schuppen verschwindet. Bw Augsburg, 30.04.80. |
Strecke Augsburg - Ulm
Strecke Augsburg - Muenchen
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Ein knappes Jahr später, am 16.07.77, wurde die Stelle bei Augsburg Hochzoll erneut aufgesucht, um hier den D783 mit 118 055 an der Spitze abzulichten. |
Strecke Augsburg - Treuchtlingen
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Auch drei Tage später, am 25.09.76, hatten wir mit einem zähen Morgennebel zu kämpfen. Etwas weiter nördlich bei Langweid (Lech) reichte es aber für 117 004 mit P5013 nach Augsburg. |
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Ebenfalls bei Langweid (Lech), nur ein Stückchen weiter und zehn Monate später, wurde 117 106 am 16.07.77 mit P5013 aufgenommen. |
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Jetzt wurde es Zeit für die nächste E18 - aber musste es denn wieder eine in der ungeliebten Farbgebung ozeanblau/beige sein? 118 049 mit E3008 nach Nürnberg bei Druisheim, 12.07.77. |
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Ganz klassisch präsentiert sich dagegen der Dg61163, den ich am Morgen des 16.07.77 mit 194 054 an der Spitze südlich von Mertingen aufs Celluloid bannen konnte. |
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P5013 von Donauwörth nach Augsburg hat soeben in Mertingen einen kurzen Halt eingelegt und nimmt nun in der lang gestreckten Kurve südlich von Mertingen Fahrt auf. 117 108 am 12.07.77. |
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Dieselbe Stelle bei km 32 südlich von Mertingen, jetzt aber durch ein kleines Tele etwas "gestaucht". Am 16.07.77 kurvt 117 122 mit P5007 durch die hier völlig flache Landschaft südlich der Donau. |
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Kurz vor dem Eilzug vom letzten Bild passierte noch ein Güterzug dieselbe Stelle in der Bahnhofseinfahrt von Mertingen: 194 042 vom Bw Augsburg hat den Dg54374 am Haken. |
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Kaum war ich den Bahndamm hochgeklettert, kam von Süden die Ingolstädter 194 119 mit Dg61163 – eine nette, aber ungeplante Zugabe an diesem Morgen. |
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Und noch einmal der D587, zwei Tage vorher am 16.07.77 auf dem Gundelsheimer Damm. Zuglok an diesem Tag war die 118 035. |
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Fast an der gleichen Stelle, nur 200 m weiter nach hinten und etwas mehr von der Seite, bot sich dieses Bild: 118 045 mit D905 am 01.05.80. |
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Später am Nachmittag waren auch Aufnahmen von der Innenkurven-Seite möglich. Diese Ansicht wurde für den Dg78439 gewählt, vor dem sich die Ingolstädter 194 043 nützlich macht. |
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In der nördlichen Einfahrt zum Bahnhof Möhren wurde am 13.08.72 mit P36247 eine weitere Augsburger 144-Leistung aufs Korn genommen. Die Umbaulok 144 189 mit den auffälligen zwei Frontfenstern und Neubaulok-Lüftungsgittern entstand 1960 aus der Höllentalbahnlok E244 22. - siehe Galerie Höllentalbahn, Bild 8 - und bildete mit ihrer Schwesterlok 144 188 (ex E244 11) den nummernmäßigen Abschluss der Baureihe E44. |
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Derselbe Zug wurde schon vorher bei der Bereitstellung im Bahnhof Treuchtlingen abgepasst. Treuchtlingen selbst gehörte zwar nicht mehr zum Bezirk der ehemaligen Direktion Augsburg, aber da die Direktionsgrenze unmittelbar südlich des Bahnhofs lag, ist das Zeigen dieses Bildes in der Augsburg-Galerie durchaus gerechtfertigt. Weitere Aufnahmen aus Treuchtlingen und Umgebung siehe Baureihen-Galerie |
Weitere Aufnahmen zum Thema siehe zugehörigen Beitrag in DS-online.



































































