Als Altbau-Elloks bzw. Altbau-Elektrotriebwagen werden in der Bundesbahnzeit gemäß gängiger Definition alle Baureihen mit einem Konstruktionsjahr vor 1945 bezeichnet. Dazu kommen in dieser Galerie die Triebwagen der Baureihe ET56 / 456, die als erste nach dem Krieg beschafften Neubau-Triebwagen (1952) zumindest im E-Teil noch weitgehend den Altbau-ET25/55 entsprachen.
Von den sechs süddeutschen Altbau-Ellok-Direktionen war die BD Karlsruhe die westlichste. Ihr Gebiet orientierte sich im wesentlichen an den Grenzen des Großherzogtums Baden vor der Gründung des deutschen Kaiserreichs. Damit reichte es von Osterburken im Norden, über den Großraum Mannheim/Heidelberg, Karlsruhe und den Oberrhein/Schwarzwald bis an den Bodensee.
Bereits 1913, also noch zur Länderbahnzeit, wurden die Strecken von Basel Badischer Bf. nach Zell (Wiesentalbahn) und die davon in Schopfheim abzweigende Querverbindung zur Hochrheinstrecke nach Säckingen (Wehratalbahn) elektrifiziert. Ziel war die Erprobung der neuartigen Traktionsweise, mit der die Badischen Staatsbahn echte Pionierarbeit leistete und dieses kleine elektrische Streckennetz im äußersten Südwesten zu einer der Keimzellen des elektrischen Betriebs in Deutschland machte.
Auch bei der nächsten in Baden elektrifizierten Strecke ging es um die Erprobung eines neuen Systems unter Alltags-Bedingungen, und zwar um die Verwendbarkeit von Industriestrom mit 50 Hz/20 kV in der Fahrleitung. Dieser Versuchsbetrieb dauerte von 1936 bis 1960, als die Höllentalbahn auf das reguläre 16 2/3 Hz/15 kV Stromsystem der DB umgestellt wurde.
Darüber hinaus erfolgte die Strecken-Elektrifizierung in Baden in großem Stil erst ab Mitte der 50er Jahre. Ein erster bedeutender Meilenstein war dabei die Umstellung der Oberrheinstrecke von Basel bis Mannheim (und weiter nach Ludwigshafen / Frankfurt) auf elektrischen Betrieb in mehreren Teilabschnitten bis 1958 und der Anschluss an das bestehende elektrische Netz in Süddeutschland. Weitere Stecken kamen nach und nach hinzu und heute sind alle wichtigen Hauptstrecken im Bereich der (ehemaligen) Direktion Karlsruhe elektrifiziert.
Altbau-Elloks und Altbau-ET waren in der Bundesbahnzeit im gesamten Direktionsbereich anzutreffen. Dabei handelte es sich sowohl um Fahrzeuge, die in der BD Karlsruhe beheimatet waren (Bw Basel, Freiburg, Haltingen, Heidelberg, Mannheim und Offenburg), als auch um solche, die aus den Nachbardirektionen hier hin kamen.
Meine Aufnahmen von Altbau-Elloks und Altbau-ETs in der BD Karlsruhe entstanden durchwegs bei der Durchreise zu/von anderen Zielen, die auf Eisenbahntouren, Urlaubsreisen oder sonstigen privaten und dienstlichen Anlässen angesteuert wurden. Aber auch so entstanden im Laufe der Zeit so zahlreiche Bilder, dass es mir möglich ist, in dieser Galerie einen kleinen Eindruck davon zu vermitteln, was hier in den Jahren zwischen 1967 und etwa 1980 unterwegs war (ohne Anspruch auf Vollständigkeit). Bewusst ausgelassen wurden die Aufnahmen von den Altbau-Elloks der BR 145 auf der Höllentalbahn, da es hierzu eine eigene Galerie mit dem Titel Höllentalbahn gibt.
Die Bilder sind im wesentlichen längs einer imaginären Reise durch die BD Karlsruhe von Nord nach Süd angeordnet.
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Ein ganz besonderer Exot im Karlsruher Altbau-ET Bestand war der ehemalige Höllentalbahn-Triebwagen ET45 01a/b, 445 101/401 - Bilder aus seinem "früheren Leben" als ET255 01a7b siehe Galerie Höllentalbahn. Leider war es mir nicht vergönnt, diesen formschönen Triebwagen im Einsatz zu erlegen; daher hier nur ein Bild als abgestellter Zug im Bw Heidelberg, aufgenommen am 21.06.71 aus einem vorbeifahrenden Zug. In Blickrichtung vorn der 445 401. |
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Der Rangierdient im Hauptbahnhof Heidelberg war bekanntlich fest in der Hand der unverwüstlichen Altbau-Rangier-Elloks E60 / 160. Bilder davon sind häufiger zu sehen, z.B. auch in der Bundesbahnzeit, Gästegalerie von Rolf Schulze Ein Tag Heidelberg. Umso überraschter war ich, 160 012 am 26.09.79 im Bahnhofsverschub in Mannheim Hbf anzutreffen. |
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Demselben Zug, also P7485, lauerte ich am 14.06.79 im Bahnhof Forchheim (b.Karlsruhe) an der badischen Hauptbahn auf. An diesem Tag wurde die Leistung mit 456 401 gefahren. |
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Ich hatte auf meiner Reise an den Bodensee extra einen Zwischenhalt in Baden-Oos eingeplant, um hier den nach Baden-Baden pendelnden ET45 zu erwischen. Aber ausgerechnet zu dieser Zeit war der Triebwagen im AW (siehe Bild 5 in der Galerie "ET-Direktion Stuttgart". Ersatzweise macht der Heidelberger ET25 024a Dienst; immerhin, in der bei den Reko-Triebwagen seltenen zweiteiligen Zusammenstellung ohne Mittelwagen; Baden-Oos, 23.08.67, P2230. |
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Zurück zum wettermäßig erheblich erfreulicheren 23.07.75. P7710 mit Zuglok 145 176 hat Ausfahrt in Richtung Zell. Lörrach, frühmorgens. |
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Bei Brombach überquert die Wiesentalbahn den namensgebenden Fluss. Zunächst passiert 145 177 mit P7716 die Brücke in Richtung Norden. |
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Und wo der Altbau-ET nun mal so schön im Licht steht, gibt es auch eine Porträtaufnahme des 485 005. |
Weitere Aufnahmen zum Thema siehe zugehörigen Beitrag in DS-online.

























































