E40 - Eine Lok für alle Fälle

Innerhalb der Baureihen-Familie der DB Einheits-Elloks war die E40 (140) die Baureihe mit dem universellsten Einsatzprofil. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass diese Baureihe auf eine Stückzahl von 879 gebauten Lokomotiven kommt; die meistgebaute Ellok in Deutschland.

Mit Ausnahme der ganz schnellen und ganz schweren Züge konnte mit diesen Maschinen alles gefahren werden, wobei das Haupteinsatzgebiet natürlich der Güterverkehr war. Aber selbst Schnellzüge gehörten zeitweise zu den Planleistungen. Mit Einführung der Vielfachsteuerung ab 140 757 (Unterbaureihe 140.7) wurden die Loks auch im S-Bahn ähnlichen Vorortverkehr und vor schwersten Zügen bis 4000t in Doppeltraktion verwendet.

Durch ihre große Stückzahl und Einsätze auf nahezu sämtlichen elektrifizierten Strecken der DB gehörten die Allerwelts-Loks der Baureihe 140 nicht zu den Objekten, denen man als Eisenbahn-Fotograf gezielt "hinterherlief" - diese Loks kamen einfach ständig und überall mit auf den Film. Während für die Seite Bauartunterschiede bei der Baureihe 139, 140 bevorzugt Porträtaufnahmen ausgewählt wurden, enthält diese Galerie ausschließlich Bilder vom Einsatz der Lokomotiven in ihren vielfältigen Verwendungs-gebieten. Zeitlich ist die Zusammenstellung auf die Bundesbahn-Zeit begrenzt, reicht also bis Ende 1993. In dieser Zeit war die grüne Farbgebung zwar noch vorherrschend, aber mit zunehmenden Datum mischen sich auch immer mehr blau/beige und sogar orientrote Fahrzeuge unter die grünen Loks.

Und da in der Bundesbahnzeit noch ganz andere Züge als heute (2017) verkehrten, sei als letzte Vorbemerkung darauf hingewiesen, dass auch die Wagen und Wagengarnituren hinter den Loks Beachtung verdienen.

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Eines meiner ersten Farb-Fotos von einer 140 im Zugdienst (bis dahin nur Standbilder) ist so ein typisches Mitnahmebild, entstanden bei der Jagd auf die Dampf-Tenderloks auf der Nebenbahn nach Beilngries - siehe Galerie Bubiköpfe und kleine Mikados. Dabei kam ich am 25.08.72 in den Bahnhof Neumarkt (Oberpf), wo die Regensburger 140 110 mit dem P4551 kurz an die Seite musste, um den D221 "Donau-Kurier" überholen zu lassen.

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Vom Rbf Seelze aus nahmen (und nehmen) die Güterzüge in Richtung Süden und Osten die südlich um Hannover herum führende Güterumgehungsbahn. Direkt hinter Seelze überquert diese Strecke den Stichkanal Hannover-Linden. Über diese Brücke ist soeben die Seelzer 140 745 mit einem für die 70er Jahre typischen Dg gerumpelt und befindet sich damit im Hannoveraner Stadtteil Ahlem, der bis vor 1½ Jahren noch eine eigenständige Gemeinde war. Von rechts fädelt sich die von Han.-Hainholz kommende Verbindungskurve in die GüB ein. Aufnahme vom 09.08.75.

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Nur ca. zwei Kilometer weiter südlich und ein paar Tage später wurde am 12.08.75 ein von 140 463 (See) gezogener Hilfs-/Kran-Zug auf den Film gebannt. In der Ansicht leicht von oben erkennt man, dass die Lok eine vorgesetzte Verschleißpufferbohle (ohne AK-Vorbereitung), besitzt. Durch den Stellungswechsel befand ich mich hier bereits im Hannoveraner Stadtteil Limmer.

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Ein schönes Nachmittags-Motiv an der Güterumgehungsbahn, mit den imposanten Fabrikanlagen der "Conti" (Continental AG) im Hintergrund, bot sich in Hannover-Limmer in dem 1975 städtebaulich noch weitgehend unerschlossenem Gebiet am Schleusengrund. Am 18.08.75 wurde dort 140 624 vom Bw Bebra mit einem südwärts fahrenden Güterzug abgelichtet.

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Zurück an den Abzweig Ahlem (vgl. Bild 2), wo der Güterzug mit 140 543 (See) an der Spitze nur einer von vielen war, die mir am 27.08.75 das Warten auf die planmäßige Dampfleistung einer Otbergener 44 versüßten - siehe Bild 1 im DSo-Beitrag Güterbahn Hannover in den Siebzigern.

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Es gehörte schon etwas Glück und/oder eine Menge Geduld dazu, einen Zug auf den Gütergleisen von Hannover-Hainholz nach Seelze Rbf zu erwischen. Am 03.11.75 passte es, und so konnte 140 498 (See) in Höhe des Haltepunkts Letter in der Ausfädelung der Güterumgehungsbahn im östlichen Kopf des Rangierbahnhofs Seelze abgelichtet werden.

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Typisch für den Güterverkehr im Ruhrgebiet waren die vielen, meist aus vierachsigen Selbstentladewagen der Bauart Fad (heute Fal) gebildeten Kohle- und Erzzüge - damals durchwegs ohne Graffiti. Einen solchen Zug hat die Oberhausener 140 228 am 14.08.76 im Rbf Recklinghausen Süd an den Haken genommen und bricht nun auf zu ihrer Fahrt in Richtung Norden.

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Noch vor wenigen Monaten war Kalkstaubzug nach Peine eine planmäßige Leistung der 44 vom Bw Ottbergen - siehe Galerie Lehrte - Braunschweig, Bild 9. Doch seit dem Fahrplanwechsel im Mai 76 läuft der elektrische Betrieb auf der Strecke von Lehrte nach Helmstadt und 140 und 151 haben die Bespannung der Güterzüge übernommen.
140 722 (See) am ehemaligen Posten 40 in Hämelerwald, 21.08.76.

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140 031 war eine der Seelzer Loks BR 140 mit niedriger Betriebsnummer. Am 21.08.76 begegnete sie mir in Ahlten, dem östlichen Ende der Güterumgehungsbahn zwischen Seelze und Lehrte. Mit Doppellampen, Doppel-Düsen-Lüftungsgittern und ohne Dach-rinne unterscheidet sie sich aber nicht mehr von ihren jüngeren Schwestern.

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Der Interzonenzug D402 nach Leipzig war über mehrere Fahrplanperioden eine planmäßige Schnellzug-Leistung der Nürnberger 140. Schmieriges Licht und motivlose Fotostelle hätten mich allerdings trotz des hochwertigen Zuges hinter einer 140 von einer Aufnahme abgehalten, hätte sich mit 140 153 nicht der Bauart-Exot mit den grünen Lüftungsgittern die Ehre gegeben. Hochstadt am Main, 18.09.76.

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An dieser Fotostelle bei Roth reizte mich hauptsächlich die alte Reichsbahn-Fahrleitung an Betonmasten, wie es sie nur im Raum Nürnberg zu sehen gab. Leider ließ sich am 22.09.76 keine Altbau-Ellok hier blicken, sondern nur die Nürnberger 140 278 mit dem Vorortzug P4275 nach Roth.

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Am Abend des 22.09.76 entstand kurz vor Treuchtlingen diese Silhouette der 140 424 (NüH) mit einem Tankzug gen Süden. Die Fahrzeugnummer ist keineswegs erfunden, wie bei einigen großen Meistern vor meiner Zeit, sondern wurde beim anschließenden Besuch des Bahnhofs Treuchtlingen festgestellt, wo der Zug wegen eines längeren Betriebshalts wieder angetroffen wurde.

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Zurück an die Strecke Lehrte - Braunschweig nach Woltorf. wo die Seelzer 140 721 am 02.02.77 mit dem Kohlezug Gdg47497 nach Berlin verewigt wurde. Auch dieser Zug war einst eine oft fotografierte Dampf-Leistung auf dieser Strecke.

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Bei objektiver Betrachtung muss man wohl konstatieren, dass der Betrieb in den 70er und 80er Jahren auf den meisten elektrifizierten Strecken "langweiliger" war als heute. Zum Beispiel auf der Strecke Hannover - Bremen, wo der Güterverkehr von der BR 140 dominiert wurde, neben einigen, ganz wenigen 150 und 151. Typisch für diese Zeit ist deshalb diese Begegnung zweier Güterzüge bei Neustadt am Rübenberge; beide bespannt mit 140. Südwärts fahrend die Seelzer 140 385 am 12.03.77.

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Von Oberhausen kommend, unterquert ein Güterzug mit 140 790 (Obh) an der Spitze soeben die Strecke von Duisburg Hbf nach Duisburg-Wedau, die hauptsächlich von den Personenzügen von und nach Duisburg-Entenfang benutzt wird, gelegentlich aber auch im Güter- und Umleiterverkehr. Ein Blick auf die Seitenwand zeigt, dass diese Lok ein negatives DB-Logo besitzt, was nicht allzu häufig vorkam. Duisburg-Wedau, 18.03.77.

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In Ramhorst (b.Lehrte) schnurrt am 21.05.77 ein 140er-Pärchen, bestehend aus der Dortmunder 140 780 und der Seelzer 140 787, mit dem Leerzug Gag58414 durch das flache Land. Eine Doppeltraktion war für diesen Zug sicher nicht nötig, wohl aber für die Hin-Leistung, einem 4000t Erzzug nach Beddingen.

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Shit happens - in diesem Fall hatte es 140 267 vom Bw Dortmund Bbf erwischt, die infolge einer Flankenfahrt umgestürzt war. Die anderen am Unfall beteiligten Fahrzeuge sind bereits weggebracht worden, die Fahrleitung abgeräumt und der Kran macht sich bereit, die Lok wieder aufs Gleis zu setzen. Lehrte Rbf, 21.05.77.

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Als die Autos noch quietsch-bunt waren: Die Osnabrücker 140 630 hat im nördlich von Lehrte gelegenen Vorbahnhof einen Autozug aus Wolfsburg übernommen und rumpelt nun am Bw vorbei in Richtung Westen. 11.06.77.

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Ebenfalls am 11.06.77 wurde in der Streckenverzweigung westlich des Rbfs Lehrte bei Ahlten die 140 080 (DoB) mit einem langen gemischten Güterzug aufgenommen. Die Dortmunder "Kollegin" 140 788 wird als Wagenlok mitgeschleppt.

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1977 ließ sich blau/beige nicht mehr umgehen. Im Rückblick war die damals so ungeliebte neue Farbgebung aber gar nicht so schlecht, vor allem, solange der Lack halbwegs frisch war. Noch mit Einfachlampen und Griffstange versehen, kämpft sich die Deutzerfelder 140 118 am 03.09.77 mit einem gut ausgelasteten Militärzug durch die Kurven bei Gondelsheim.

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Anders, als man bei einem Blick auf das Schild am Stellwerk zunächst glauben könnte, lag die Blockstelle Steinwedel keineswegs in der Ortschaft Steinwedel (nördl. Lehrte), sondern nur an der Steinwedeler Straße in Ramhorst, östlich von Lehrte, und damit an der Strecke nach Braunschweig. Am 29.04.78 passiert ein kurzer gemischter Güterzug mit 140 780 vom Bw Dortmund Bbf diese Blockstelle, im Schlepp eine weitere abgebügelte 140 als Wagenlok.

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Als ozeanblau/beige 140 mit alten Lamellen-Lüftungsgittern (Bauart Schweiger) war die Nürnberger 140 092 ein gesuchter Exot innerhalb der Baureihe 140. Genauso exotisch erscheint mir aber auch der Wagenpark des P5433, den diese Lok am 01.06.78 am Haken hatte, als sie bei Beratzhausen auf den Film kam.

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Für den Vorortverkehr u.a. auf der Strecke nach Altdorf wurden dem Bw Nürnberg Hbf fabrikneu einige 140.7 zugeteilt, die in den ersten Betriebsjahren nahezu ausschließlich im Reisezugdienst eingesetzt wurden. Dazu gehörte auch 140 859, die am 01.06.78 im Endbahnhof Altdorf (b. Nürnberg) vor dem P4477 angetroffen wurde. Im Hintergrund ist eine 432-Doppeleinheit zu sehen, die an diesem Tag ebenfalls auf dieser Strecke Dienst tat - vgl. Altbau-Elloks und Altbau-ET in der BD Nürnberg, Bild 57.

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Für die Erprobung der automatischen Mittelpufferkupplung wurden u.a. drei Loks der BR 140 damit ausgerüstet. 140 777 war eine dieser Loks, nicht jedoch 140 845 (beide Obh), die zweite Lok der Doppeltraktion. Daran erkennt man, dass die AK in diesem Stadium noch nicht zur Erhöhung der Zuglasten eingesetzt wurde, denn bis zu 4000t Zuglast konnten auch mit Schraubenkupplung gefahren werden.
Aufnahme bei Saarhölzbach am 29.08.78.

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Schnee im Revier - das war schon immer etwas Besonders, aber eine 140 aus Bebra in Essen erst recht. Auf dieses Bw achtete man damals vor allem, weil sich viele Loks dieser Dienststelle auch 1979 noch ein einem lieferzustandsnahen Zustand befanden. So auch 140 606, die am 06.01.79 mit einer kurzen, nur aus zwei Wagen bestehenden Übergabe das bahnsteiglose Durchfahr-Gleis 3 in Essen Hbf benutzt.

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Die gleiche Zustandsbeschreibung gilt für die Seelzer 140 376, die am 28.04.79 mit einem langen gemischten Güterzug, in den vorne etliche Kaliwagen eingestellt sind, durch Neustadt am Rübenberge gen Seelze bollerte.

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Hier muss man schon genau hingucken, um die technische Besonderheit auf dieser Aufnahme zu bemerken. Nein, es geht nicht um die Lok oder den Zug, sondern um die Fahrleitung. Zwischen Bochum-Langendreer und Dortmund-Dorstfeld gab es nämlich die m.W. einzige Einfach-Fahrleitung auf freier Strecke im Bereich der DB. Erkennbar ist das Fehlen des (oberen) Tragseils an u.a. an denAusgleichsgewichten in den Quertragwerken. Da diese Bauart für höhere Geschwindigkeiten ungeeignet ist, fand sie bei der DB keine weitere Anwendung.
140 696-6 (KDfd) in Dortmund-Somborn am 19.05.79.

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Jetzt geht's zur Abwechslung einmal in den Süden und zwar an die Rheintalbahn Mannheim - Basel. Am 14.06.79 rauscht die Bischofsheimer 140 774 mit einem für die damalige Zeit typischen gemischten Güterzug südwärts durch Forchheim (b. Karlsruhe).

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Etwas früher am selben Tag entstand nördlich von Karlsruhe bei Bad Schönborn-Langenbrücken die Aufnahme der Mannheimer 140 004 - eine Lok mit sehr niedriger Betriebsnummer, aber ohne besondere Bauartmerkmale. Trotz grüner Farbgebung und Einfachlampen ist die Maschine vom Lieferzustand weit entfernt.

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DB-Alltag 1979: 140 458 (See) rumpelt am 10.07.79 mit einem langen "Gemischten" ostwärts durch den Bremer Hauptbahnhof. Auch heute (2017) nehmen die Güterzüge aus Bremerhaven und Bremen Rbf genau diesen Weg, jetzt allerdings meist als Ganzzüge für Container- und Autotransporte. Und gar nicht selten sind sogar noch 140 vor diesen Zügen, allerdings nicht mehr von der DBAG, sondern von privaten EVUs.

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Bei Urspring hatte 140 018 (Off) am 01.09.79 die Geislinger Steige bereits hinter sich gebracht und damit den Aufstieg auf die schwäbische Alb geschafft. Die Fahrt über die Höhen der Alb wird die Maschine nicht groß fordern und ab Beimerstetten geht es dann ja schon wieder talwärts nach Ulm.

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Eine weitere Messkampagne mit dem Oberbaumesswagen - das ist der gelbe Wagen hinter der Lok, Krupp 50 80 09-29 520-7 P - wurde soeben erfolgreich abgeschlossen. Nun wird der Messwagen wieder zurück nach Essen befördert, und zwar ab Karlsruhe West zunächst mit dem Ng64689, vor den sich die Mannheimer 140 008 in Stellung gebracht hat. 26.09.79.

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Mit einem leeren Fal-Zug unterquert 140 843 vom Bw Oberhausen am 19.02.80 in Bergeborbeck die Probestrecke der weltbekannten Essener Lokfabrik Fried. Krupp, die als elektrifiziertes Mehrspurgleis bis kurz hinter die Brücke reichte. Ab dort ging es nur mit Regelspur weiter zum Hafen Essen am Rhein-Herne Kanal.
Diese 140.7 wurde später durch die nachträglich angebauten Doppel-Düsen-Lüftungs-gitter zu einem gesuchten Sonderling innerhalb dieser Unterbaureihe.

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Vom Bahnübergang, den man auf dem letzten Bild unter der Brücke hindurch sehen konnte, entstand am 22.02.80 die Aufnahme der 140 634 (Obh) mit einem Nahgüterzug auf der Strecke der ehemaligen Köln-Mindener Eisenbahn (KME).

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Wir bleiben an der "Köln-Mindener" und befinden uns jetzt etwas weiter westlich in Essen-Dellwig, wo hinter dem Zug die Gleise der nur im Güterverkehr genutzten Strecke nach Bottrop Hbf bzw. Bottrop Süd abzweigen. Der Kohlezug mit 140 834 (Obh) an der Spitze kommt aber natürlich aus Richtung Essen-Altenessen. Bemerkenswert, wie frei der Blick am 14.04.80 noch ist - heute haben hohe Bäume beidseits der Gleise dieses Motiv zunichte gemachte.

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Unter der alten Ripshorster Brücke hindurch, die Essen-Frintrop mit Oberhausen verbindet, rollt 140 669 (Obh) mit einem (leeren?) Erzzug westwärts in Richtung Oberhausen West. Typisch für die damalige Zeit: die niedrigen Selbstentladewagen der Bauart Fals 177 für den Transport schwerer Schüttgüter, also z.B. Erz, die früher auch als Erz IId bezeichnet wurden. Essen Frintrop, KME, 14.04.80.

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Noch immer an der Stadtgrenze zwischen Essen und Oberhausen, jetzt aber schon auf Oberhausener Gebiet, führt die Essener Straße über die "Köln-Mindener". Von der Brücke aus hatte man einen schönen Blick auf die Strecke und die Anlagen des dahinter liegenden Hüttenwerks Oberhausen AG (HOAG), das allerdings zum Zeitpunkt der Aufnahme am 15.04.80 die Stahlproduktion bereits eingestellt hatte und sich in der Endabwicklung befand.
Der Ein-Wagen-Zug ist an sich reichlich unspektakulär, wäre da nicht 140 633 (Obh) an der Spitze, die als erste Lok ihrer Baureihe am 21.10.88 nach Unfall ausgemustert werden musste (Hangrutsch Hochspeyer, 28.06.88).

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Dieselbe Fotostelle von unten zeigt die Dortmunder 140 747 vor den riesigen Anlagen der Hüttenwerke Oberhausen AG, am Haken wieder ein Erzzug mit den niedrigen Selbstentladewagen. Oberhausen, an der HOAG, 15.04.80.

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Besonders eindrucksvoll ist der kurze Zug hinter der Offenburger 140 160 zwar nicht, aber auch solche Übergaben gehörten zum Aufgabengebiet der Baureihe 140. Zudem vermittelt das Bild vom 05.06.80 einen Eindruck davon, wie die Strecke zwischen Würzburg und Rottendorf vor dem dreigleisigen Ausbau einmal aussah.

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An dieser Stelle konnte ich 1969 noch Dampfloks der Baureihen 38 und 44 aufnehmen. Am 28.04.82 ist die Gäubahn längst elektrifiziert und die Reisezüge sind mit 110 und 140 bespannt. Hier ist es die Mannheimer 140 498, die sich vor dem Doppel-Eilzug E3303+3327 nützlich macht und in wenigen Minuten ihr nächstes Etappenziel Rottweil erreichen wird.

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Das war natürlich ein Ärgernis, dass der planmäßig mit 144 bespannte Ng63409 von Regensburg nach Passau am 16.07.82 Vorspann durch die Nürnberger 140 817 erhielt. Da konnte sich 144 138 vom Bw Würzburg getrost abgebügelt mitschleppen lassen. Tiefbrunn, 16.07.82.

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Jahre-, wenn nicht sogar jahrzehntelang, war der Schiebebetrieb auf der Rampe von Altenhundem nach Welschen-Ennest fest in der Hand der Hagener, später Dortmunder 140. am 16.02.83 stehen im Bahnhof Altenhundem 140 518 und 140 522 als Schiebelok II und I bereit. Erfreulicherweise präsentieren sich beide Maschinen noch in einem lieferzustandsnahen Äußeren.

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Einige Zeit später muss Schiebelok II einem schweren, mit 150 bespannten Coilzug über den Berg helfen. 140 518 (DoB) als Schiebelok am Gdg57975, Benolpe, 16.02.83.

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Am gleichen Tag rollt die blau/beige 140 716 (Osn) mit einem in Richtung Hagen fahrenden Güterzug talwärts durch Benolpe.

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Ohne Dachrinne, mit weißen Frontfensterrahmen und Klatte-Lüftungsgittern macht die Oberhausener 140 245 einen durchaus modernen Eindruck. Westhofen, 24.09.83.

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1983 war die Hohenzollernbrücke in Köln erst viergleisig. Obwohl die Brücke seit jeher im Richtungsbetrieb befahren wird - die hintere Brücke in der Regel nur von Zügen von Köln-Deutz nach Köln Hbf -, kommt am 13.10.83 überraschenderweise ein Zug in Richtung Deutz über die hintere Brücke. Das war dem Fotografen natürlich sehr recht, konnte er doch so die grüne 140 249 unter der schönen alten Signalbrücke ablichten, die kurz darauf der Brückenerweiterung auf sechs Gleise zum Opfer fiel. Am Haken hatte die Deutzerfelder Maschine den P5715.

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Möglicherweise sind es nur die Kurswagen aus dem verspäteten D1322 aus Meran, die ab Duisburg von der Saarbrücker 140 178 nach Dortmund gebracht werden - planmäßig sollten diese Wagen zusammen D422 an ihr Ziel gelangen, aber für einen Doppelzug erscheinen mir die fünf Wagen denn doch zu wenig. Allerdings konnte ich diese Schnellzug-Leistung einer 140 mehrfach beobachten. Aufnahme am 31.12.85 in Bochum-Kornharpen, als die seltene Situation von Schnee im Revier für ein paar Fotos genutzt werden musste.

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Blau/beige 140 gibt es auf der Maintalstrecke zwischen Würzburg u. Gemünden heute nicht mehr zu sehen, jedenfalls nicht regulär. Aber ansonsten ist das Motiv nördlich von Retzbach nach wie vor genauso umsetzbar: mit Autozug, Baum und Rapsfeld, und bewuchsfreier Strecke. 140 766 (See) mit Autotransport zu den Nordseehäfen am 01.06.87.

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Nein, im IC-Dienst war die BR 140 regulär nicht anzutreffen. Aber die Überstellung von Leerreisezügen zwischen dem Münchener Hbf und dem Wagenwerk in Pasing gehörte lange Zeit zum täglichen Brot der 140 des Bw München Hbf. Hier bringt 140 012 die Leergarnitur für den IC624 "Bacchus" zum Hauptbahnhof, aufgenommen am 23.07.87 in Höhe des Bw München 1 (-Hbf).

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Trotz des unschönen Mastschattens auf der Lok wollte ich auf diese Aufnahme nicht verzichten, zeigt sie doch eine Stelle, die sich heute völlig verändert hat. Die Gleise links zum Übergabebahnhof Essen-Frintrop zur HOAG in Oberhausen sind ebenso verschwunden wie der Abzweig nach Dellwig Ost (das Gleis im Vordergrund). Statt endlos vieler Gleise hat sich auf dem Brachgelände ein dichte Birkenwald ausgebreitet. Übrig geblieben ist lediglich die sog. Walzwerkstrecke vom Rbf Oberhausen West nach Bottrop Süd. Diesen Weg nimmt auch das 40er-Pärchen, bestehend aus 140 791 und 140 843, mit einem langen Fal-Zug in Richtung Osten. Essen Frintrop, 01.10.88.

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Beim nächsten Zug hatte ich mich weiter vorne postiert und so kommen die beiden (restlichen) Gleise des Übergabebahnhofs Essen-Frintrop ins Bild. Das weiter hinten sichtbare Ausfahrsignal ist ein Zeichen dafür, dass die Gleise noch befahrbar sind. Als Zug sehen wir wieder eine grüne 140 mit Fal-Wagen - viel Abwechslung hatte der Güterverkehr im Revier damals nicht zu bieten. 140 253 (DoB) in Essen Frintrop am 01.10.88.

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So langsam kam man als Fotograf um die orientrote Farbgebung nicht mehr herum. Eher widerwillig wurde deshalb auch 140 578 (DoB) auf den Film gebannt, als sie am 09.04.89 den Bahnhof Gruiten mit dem E5424 in Richtung Köln verließ. Aber immerhin, am Anfang hatten die orientroten Loks wenigstens silberne Lüftungsgitter und ein "richtiges" DB-Logo.

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Der durch eine Wagen-Entgleisung ausgelöste Absturz des Reiterstellwerks "Eno" in Essen Nord führte zu der außergewöhnlichen Betriebssituation, dass die Züge zur Umfahrung der Unfallstelle das etwas tieferliegende Gleis durch den Gbf Essen Nord nutzen mussten. so auch die Seelzer 140 369 am 06.10.89.

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Neben den Kohle- und Erzzügen sind die Coil-Transporte typisch für den Güterverkehr im Ruhrgebiet. Mit einem solchen "Rollmops-Zug" verlässt 140 141 (KDfd) am 17.10.89 der Rbf Oberhausen West in Richtung Süden, wobei das ganz hintere Gleis für eine Fahrt via Duisburg-Meiderich und die Baerler Rheinbrücke spricht.

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Ein "after-work-fuzz" bei einer meiner zahlreichen Dienstreisen nach München führte mich am 26.10.89 nach Kirchseeon an der Strecke nach Rosenheim. Nach mehreren blau/beigen Fehlfarben ließ sich mit 140 053 (MüH) endlich auch eine grüne 140 sehen. Leider etwas zu spät, denn das Licht hatte sich bereits so weit gedreht, dass die Lok vorne im Schatten lag.

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Für die Gegenrichtung passte es da schon besser mit dem Licht: 140 153 (Man) ist mit einem "Gemischten" an die Seite gegangen, um einen Fernzug überholen zu lassen. Kirchseeon, 26.10.89.

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In Letmathe gab sich am 17.02.90 mit 140 764 eine der wenigen blau/beigen 140.7 die Ehre mit einem Zug in Richtung Norden.

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Das war damals die Zukunft: Artreine Container-Züge waren 1990 noch recht selten und fielen deshalb besonders auf. Die Osnabrücker 140 581 brauchte sich mit dem kurzen Zug sicher nicht besonders anzustrengen, als sie am 17.03.90 in Porz-Lind den Fotografen beglückte.

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Die Gegenwart sah 1990 so aus: Grüne 140 mit gemischtem Güterzug - innerhalb einer guten Stunde gab's davon gleich vier Stück. Hier 140 674 (KDfd), ebenfalls in Porz-Lind am 17.03.90.

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Am 04.05.90 stand wieder eine Dienstreise nach München auf dem Programm, bei der die freie Zeit bis zum Rückflug für ein paar Aufnahmen in Walpertshofen genutzt wurde. Zunächst die Seelzer 140 780 mit einem Autozug auf dem Weg nach München.

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Im Laufe des Nachmittags kamen dann auch die Nord-Fahrer besser ins Licht. Z.B. die "einäugige" 140 036 vom Bw München Hbf mit einem Lgo (Autotransport-Leerzug) an genau derselben Stelle wie das Bild vorher; Walpertshofen, 04.05.90.

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In Köln West entstand am 26.05.90 das Bild der 140 210 - übrigens seinerzeit das erste brauchbare H0-Modell einer E40; bei Märklin, in grün und mit alter Nummer. Inzwischen ist die Lok allerdings blau/beige und nicht mehr im Bw Koblenz-Mosel, sondern in Köln-Deutzerfeld beheimatet. Interessant auch die stark geknickten Kesselwagen weiter hinten im Zug.

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Nicht häufig, aber doch regelmäßig, fuhren auch Güterzüge durch den Dortmunder Hauptbahnhof. Einen solchen Zug erwischte ich am 09.08.90 im östlichen Bahnhofs-Vorfeld, wo 140 828 und 140 831 (beide DoB) mit einem stattlichen Erzzug durch die weitläufigen Weichenstraßen kreuzen.

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Die Idee der Wechselauflieger für Straße und Bahn konnte sich im Gegensatz zu den Containern nicht durchsetzen - heute werden im kombinierten Verkehr in der Regel die kompletten Trailer auf/in spezielle Taschenwagen gesetzt. Aber darüber habe ich mir am 12.10.90 keine Gedanken gemacht, sondern mich einfach über den fotogenen, bunten Zug gefreut, der da mit der grünen 140 381 vom Bw Seelze durch Mecklar gen Süden rauschte.

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Als "Mädchen für alles" musste die BR 140 gelegentlich auch Bauzüge fahren. Wie hier 140 421 (See), aufgenommen bei Marbach (Haune) am 12.10.90.

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Ähnlich wie in München wurden auch in Hamburg die 140er dazu herangezogen, Leerzüge zwischen Altona und dem Wagenwerk in Langenfelde bzw. umgekehrt zu befördern, hier allerdings nur gelegentlich. Am 24.05.91 wurde die Eidelstedter 140 748 in Hamburg-Diebsteich dabei beobachtet, wie sie den Leerpark für einen IC nach Altona bringt.

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In Wanne-Röhlinghausen sind wir wieder an der Köln-Mindener Bahn. 140 572 (DoB) hat soeben mit ihrem Güterzug die Werksbahn zum Hafen Grimberg unterquert und rollt nun gemächlich weiter in Richtung Wanne-Eickel, Hbf oder Rbf. 31.08.91.

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Etwas später am selben Tag der Blick von der anderen Seite auf die Brücke der auch "Erzbahntrasse" genannten Verbindung vom Hafen Grimberg am Rhein-Herne Kanal zum Stahlwerk Bochumer Verein in Bochum, und auch zur Zeche Zollverein in Essen:
140 270 (KDfd) mit einem fotogenen Ganzzug aus Druckgas-Kesselwagen in Wanne-Röhlinghausen am 31.08.91.

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Ein solches Foto würde heute höchstwahrscheinlich - und unter heutigen Bedingungen zu Recht -, eine sofortige Streckensperrung auslösen. Damals registrierte der Lokführer allenfalls einen Fotografen, der dort zwar nichts zu suchen hatte, aber an sicherer Position neben einem Signal stand. Die gute alte Bundesbahnzeit ermöglichte so ein Foto der beiden AK-Loks 140 793 und 140 776 (beide DoB) mit der Leergarnitur eines 4000t Erzzuges auf der Rückfahrt von der Saar nach Emden. Wanne-Eickel, 28.08.93.

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Die letzte Aufnahme dieser Galerie fällt mit Aufnahmedatum 03.05.94 zwar schon nicht mehr in die Bundesbahnzeit. Aber noch trägt die Lok das alte DB-Logo, das eigentlich seit dem 01.04.94 durch den Magerkeks der DBAG ersetzt sein sollte. 140 501 (Man) besitzt außerdem Fernlicht und hat den P5765 nach Nürnberg am Haken.
An der Fotostelle in Fürth-Unterfarrnbach reizte mich mal wieder die Fahrleitungsbauart: Alte Ausleger an Betonmasten der ersten Generation.

Weitere Aufnahmen zum Thema siehe begleitenden DSo-Beitrag Die Baureihe 140 in der Bundesbahnzeit.