Mit HS unterwegs – Mit der Straßenbahn durch Hattingen
Beitrag im DREHSCHEIBE Forum "Historische Bahn" vom 24.11.2012

Vor einiger Zeit zeigte Michael Krafft alias im historischen Forum zwei Bilder von der Straßenbahn in Hattingen (Ruhr) unter der Betreff Pommes + rot-weiß bitte – Hattingen, 1984 . Straßenbahn – das ist sowohl für mich wie für HS eher nur ein Randthema, aber bei seiner Heimat- und Jugendstadt Hattingen wird HS natürlich sofort hellhörig. Der Beitrag und die Bilder von Michael haben ihm sehr gut gefallen und viele Erinnerungen geweckt, das gebe ich hier gerne weiter.

Dabei fiel ihm ein, dass er selbst ja auch einige (wenige) Straßenbahnbilder in Hattingen gemacht hat und die möchte er einmal kurz vorstellen. Da die Straßennamen sicher nicht jedem geläufig sind, zunächst eine Skizze, die die Streckenführung der Linie 8 in der Innenstadt von Hattingen schematisch zeigt – hilfreich ist an dieser Stelle sicher auch ein Blick auf die Straßenkarte, wenngleich sich heute natürlich Vieles verändert hat.

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Alle Aufnahmen entstanden am 28.06.69. Zu den Bildern und den eingesetzten Fahrzeugen kann ich leider nicht viel mehr sagen als das, was man auf den Bildern sieht – ich bin halt eben Eisenbahner. Korrekturen und Ergänzungen werden daher dankbar angenommen.

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Wir befinden uns in der "Großen Weilstraße" in Höhe der Einmündung "Kleine Weilstraße" und sehen den Duewag-Sechsachser 277 von Recklinghausen kommend durch die hier schon recht enge Straße fahren. Wow, war das ein Laufweg: Recklinghausen – Blankenstein!

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283 ist an der gleichen Stelle in Gegenrichtung unterwegs. Nach Kreuzen der August-Bebel-Straße, die damals wahrscheinlich noch bei Weitem nicht so breit ausgebaut war, wie heute, geht’s geradeaus weiter in die Bahnhofsstraße zum Bahnhof Hattingen.

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Jetzt sind wir ein paar Meter weiter in der Innenstadt. Aus Blankenstein kommend biegt der Triebwagen 282 aus der Straße "Gelinde" in die große Weilstraße ein. Das Warnschild und die Ampel waren hier wirklich angebracht – da passt kein Auto mehr zwischen.

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Auch von dieser Stelle gibt’s ein Bild aus der Gegenrichtung: Tw 293 quält sich aus der "großen Weilstraße" in die "Gelinde". Das war sicher mit einem ordentlichen Kreischen verbunden, das die Anwohner nach Einstellung des Bahnbetriebs durch die Hattinger Innenstadt am 01.07.71 bestimmt vermisst haben werden...;-))

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Nach Passieren des Untermarkts verlief die Strecke weiter durch die Heggerstraße in Richtung Blankenstein. Die Einbahnstraße im Hintergrund hinter dem VW-Käfer dürfte die hohle Gasse sein, durch die in Hattingen die Straßenbahn kam – einen Namen hatte sie auch: Gelinde.

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Die Heggerstraße selbst ist dagegen schon wieder von ganz passabler Breite (für diese Zeit). Tw 277, der bereits auf dem ersten Bild zu sehen war, kommt aus Blankenstein zurück und hat jetzt noch eine lange strecke bis Recklinghausen vor sich.

Soweit die Bilder von HS zum "Thema Straßenbahn in seiner Heimatstadt Hattingen". Wir hoffen, dieser kleine Ausflug über den Tellerrand in den Stadtverkehr findet einige Interessenten. Demnächst geht’s dann wieder weiter mit Bildern von der "richtigen" Eisenbahn – das Pulver ist noch lange nicht verschossen.

Dieser Beitrag erscheint auch im Straßenbahn-Forum.

Schönen Tag noch
Herbert und Ulrich