Altbau-Elloks und Altbau-ET in der BD München - Stadtgebiet München

Zunächst einige für diesen Themenblock wichtige Begriffsfestlegungen:
1. Als Altbau-Elloks bzw. Altbau-ET werden in der Bundesbahnzeit Baureihen mit einem Konstruktionsjahr vor 1945 bezeichnet.
2. Die Ausdehnung der jeweils betrachteten Bundesbahn-Direktion bezieht sich immer auf das Streckennetz vor der Neuordnung der Mittelinstanzen in den Jahren 1971 - 76, auch wenn die Mehrzahl der Aufnahmen aus der Zeit danach stammt.

Die BD München war stets DIE Altbau-Ellok Direktion schlechthin. Das war historisch bedingt, bestand doch in Bayern (neben Mitteldeutschland und Schlesien) auch schon vor dem Krieg ein größeres Netz von elektrisch betriebenen Strecken, das sich von München aus sternförmig ausbreitete und kontinuierlich weiter ausgebaut wurde. So ist es nicht weiter verwunderlich, dass zu Beginn des in der Bundesbahnzeit betrachteten Zeitraums ab Mitte der 60er Jahre noch unglaublich viele verschiedene Altbau-Ellok Baureihen im Bereich der BD München anzutreffen waren: E04, E16, E17, E18, E19, E32, E32.1, E44, E44.5, E60, E69, E75, E91, E91.9, E94 und E94.2. Da fehlten nur die E52 und E63; aber auch die kamen regelmäßig nach München, war doch das AW Freimann zuständig für die Unterhaltung sämtlicher Altbau-Elloks der DB.

Bei den Altbau-ET war die große Zeit allerdings bereits schon weitgehend vorbei. Neben dem allgegenwärtigen "Gläsernen Zug" ET91 waren nur noch die Uralt-Triebwagen der Baureihen ET85 und ET90 im Einsatz. Als besonderes Schmankerl kam dazu noch der "Versuchs-ET" der VersA München, ex ET11.

Das Altbau-Ellok Eldorado in der BD München hatte mich schon frühzeitig in seinen Bann gezogen. Selbst in einer Zeit, als es anderswo noch kräftig dampfte, wurde jede Gelegenheit genutzt, um hier Jagd auf die Veteranen der E-Traktion zu machen. Ab Mitte der 70er Jahre war ich dann aus beruflichen Gründen sehr häufig in München und Umgebung; und wenn der dienstliche Teil beendet war, blieb oft noch Zeit fürs Hobby. Auf diese Weise sind im Laufe der Zeit so viele Bilder zusammen gekommen, dass eine Aufteilung auf mehrere Galerien (mit bis hierhin identischem Einleitungstext) sinnvoll erscheint:

Dazu kommen die themenverwandten Galerien:
Die Anordnung der Bilder erfolgt mangels anderer sinnvoller Kriterien wieder einmal nach Fahrzeugnummern.

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P4504: Rosenheim ab 6:44 Uhr - München an 7:50 Uhr, mit Halt an jeder Milchkanne. Aber jetzt ist das Fahrtziel bald erreicht. Am 14.05.77 biegt die Freilassinger 116 009 in Höhe des Bw München Hbf in die Zielgerade ein. Auf dem gesamten Laufweg war das so ziemlich die einzige Stelle, wo man den Frühzug richtig im Licht, also ohne Frontschatten, vor die Kamera bekam. Hinten im Bw steht 144 175 einsam vor dem Lokschuppen.

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Neben den großen Wagenwerken am Hauptbahnhof und in Pasing diente auch der Bahnhof München Allach schon immer als Ausweich-Abstellplatz für Leergarnituren. Und wenn solch ein Leerzug von einer 116 nach Allach gebracht wurde und dazu noch stilrein aus Vorkriegs-Eilzugwagen gebildet war, dann war des Fotografen Glück vollkommen. 116 014 am 24.06.68 vor den Fabrikanlagen der Firma Krauss-Maffei, wo sie 1929 (damals noch Krauss & Co) gebaut wurde.

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Auch 116 018 (Frl) war am 14.05.77 im Abstelldienst tätig. Mit dem Lr31514 verlässt sie hier den großen Abstellbahnhof im Vorfeld des Wagenwerk München Pasing.

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Trotz des totalen Gegenlichts erscheint mir dieser Blick von der Friedenheimer Brücke in Richtung Hauptbahnhof zeigenswert, sieht man doch viel von den ausgedehnten Bahnanlagen westlich des Hbfs. Am 14.05.77 war hier 116 018 mit dem Lr30301 nach Pasing unterwegs, während ihr auf dem Gegengleis ein mit 144.0 bespannter Leerzug für einen IC begegnet. Im Hintergrund rechts ist im Bw München Hbf ein Triebzug der Baureihe 403 auszumachen.

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Bedauerlicherweise habe ich nur wenige Aufnahmen von Altbau-Elloks auf dem Münchener Südring zustande gebracht. Deshalb muss ein Schlechtwetterfoto vom 12.05.77 mit 116 019 vor P4509 als Platzhalter für diese wichtige innerstädtische Verbindung herhalten.

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Südlich am Bw München Hbf vorbei führte der Laufweg des Ng66865 von München Hbf, Eilgutbf., zum Rbf München Laim. Am 12.05.77 hatte die Augsburger 117 106 die Aufgabe, diesen Zug zu befördern. Wie man sieht, hatte das Bw Hbf damals noch zwei Drehscheiben.

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Von der Donnersbergerbrücke aus wurde am 06.05.77 dieser krasse Gleiswechsel beobachtet, den 117 114 mit dem Lr30599 vollzog. Daneben rollt 420 038 als S2 seinem nächsten Halt an der gleichnamigen S-Bahn Station direkt hinter der Brücke entgegen.

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Im frühabendlichen Berufsverkehr hatten auch einfache Personenzüge eine recht beachtliche Länge. Bei P4026, bespannt mit 117 122, ist sogar ein Postwagen dabei. München Laim, in Höhe des S-Bahnhofs, 04.05.77.

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Kurz vor der 117 122 von Bild 6 war die Würzburger 118 021 mit dem E3008 nach Nürnberg vorbeigerauscht. Auf der Bündelungsstrecke zwischen Hauptbahnhof und Abzweig Laim kamen die Züge zu dieser Zeit im Minutentakt, viele davon mit Altbau-Ellok, sowohl die Planzüge als auch die Leerzüge zum Wagenwerk Pasing West.

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Noch einmal E3008, dieses Mal mit 118 026 (Wür) am 12.05.77, bei der Einfahrt in den Bahnhof München Pasing.

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Ein reizvolles Motiv und darüber hinaus eine sehr ergiebige Fotostelle im Münchener Stadtgebiet war der Abzweig Obermenzing, wenn man sich nachmittags westlich der nach Regensburg bzw. Ingolstadt führenden Strecken gegenüber dem Nymphenburg Park postierte. Am 12.05.77 rauschte hier 118 038 (Wür) mit dem Regensburger Eilzug E3308 um die Kurve.

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Bei gleicher Gelegenheit wurde auch 118 055 mit dem Expressgutzug Ex14132 fotografiert, der am 12.05.77 leider nur aus einem einzigen Wagen bestand. Weitere Bilder vom Abzweig Obermenzing finden sich in der Galerie "100 Jahre elektrische Eisenbahn - das Rahmenprogramm".

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Da ich die E32 leider nicht mehr auf der Strecke erwischt habe, muss ich hier das Bild einer abgestellten Lok im AW Freimann zeigen.
Sowohl E32 105 (MüH, Z:31.07.64) als auch E75 12 (Ing, Z:03.08.67) sind zwar beide noch nicht ausgemustert, aber der Abstellplatz auf den Schrottgleisen des AW München Freimann deutet bereits darauf hin, dass mit einer Wiederinbetriebnahme nicht mehr zu rechnen ist. Trotzdem sollte es noch mehr als ein Jahr (E32) bzw. drei Jahre (E75) dauern, bis die formale Ausmusterung erfolgte. 24.06.68.

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Hinter E32 105 war noch eine weitere E75 abgestellt, und zwar E75 60 (Z: 17.03.67) vom Bw Ingolstadt.
Noch mal zur Erinnerung: Bei E32 105 handelt es sich um eine Maschine der schnelleren Version für vmax=90 km/h, Unterbaureihe E32.1. Umbau in diesem Fall 1936 aus E32 32; AW München Freimann, 24.06.68.

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Auch nachdem die Baureihe 144 komplett aus den Münchener Bahnbetriebswerken Hbf und Ost abgezogen worden war, blieb München der größte und bedeutendste Einsatzschwerpunkt für diese unverwüstlichen Universal-Loks. Die Maschinen aus Augsburg, Garmisch und Rosenheim verrichten einen Großteil ihrer Dienste in der bayrischen Landeshauptstadt. So auch 144 025 (Ros), hier am 29.04.80 in der Einfahrt zum Abstellbahnhof München Pasing.

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Zu den ersten 144, die mit Hauptluftbehälterleitung ausgerüstet wurden (notwendig zur Versorgung der Türschließeinrichtung von Reisezugwagen), gehörte die Stuttgarter 144 040. Am 05.09.79 verlässt sie das AW Mü. Freimann nach dem Umbau auf Hauptluftbehälterleitung und anscheinend hat man ihr auch gleich eine Zwischenuntersuchung verpasst.

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Ein kurzer Blick vor Dienstbeginn in den Rbf München Freimann bescherte mir am 24.11.78 ein Foto der Rosenheimer 144 078 vor Ng64709.
Solche Rund-um-den-Kirchturm Leistungen waren damals typisch für die Einsätze der 144 in und um München.

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Noch einmal die 144 078, jetzt aber mit einem edlen Zug am Haken, auch wenn es nur ein Leerzug ist: Am 29.04.80 bei der Einfahrt in den Abstellbahnhof München Pasing mit Lr30681, der Leerwagengarnitur aus IC 681 "Nordwind".

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Ebenfalls einen Leerzug, aber leider ohne bekannte Zugnummer, hatte 144 087 vom Bw Rosenheim nach Pasing zu bringen, als ich am 04.05.77 meinen Feierabend am S-Bahnhof München Laim verbrachte.

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Na endlich. 144 089 war die letzte mir noch fehlende 144 im Bereich der BD München und es brauchte schon einen Anruf bei der Lokleitung in Rosenheim, um dieser Lok gezielt hinterher fahren zu können. Wie angekündigt tauchte die Lok dann auch am 29.04.80 zur angegebenen Zeit im Abf München Pasing auf.

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Auch im Rbf München Laim traf man eigentlich fast immer eine 144 an. Am 12.05.77 waren es sogar gleich zwei, die hier vor Nahgüterzügen standen bzw. mit ein paar Güterwagen herumrangierten. Beide Loks, 144 091 und 144 028, sind ehemalige Maschinen des Bw München Ost, erkennbar an dem weißen Zierstreifen an der Rahmenoberkante; inzwischen sind aber beide beim Bw Rosenheim beheimatet.

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Bei einem derartigen Altbau-Ellok Aufmarsch war natürlich auch bei "ohne Sonne" ein Foto fällig: 118 045 (Wür), 194 122 (Ing), 144 091 (Ros) und 144 096 (Ros) im Rbf München Laim am 12.05.77.

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Kurze Zeit später verließ 144 096 mit einem ganz ordentlichen Güterzug den Rbf München Laim in Richtung Ostbahnhof. Jetzt blinzelte auch die Sonne ein wenig durch die Wolkendecke; aber wie man sieht, hatte das auch gleich wieder einen unschönen Frontschatten zur Folge.

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Nahverkehr im Großraum München in der Vor-S-Bahn-Zeit: Vor dem P3741 wartet E44 098 am 24.06.68 in München Allach auf die Weiterfahrt nach Petershausen. Noch besitzt die Lok alte Lampen und Alu-Guss Lokschilder mit spitzen Ziffern, von denen später eines in meine Sammlung gelangte.

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Zwölf Jahre später trug dieselbe Lok nicht nur die neue Nummer 144 098-1, sondern war auch inzwischen mit neuen Lampen ausgestattet. Mit einer schönen Garnitur alter Eilzugwagen traf ich sie am 03.09.80 im Bahnhof München Ost an. Als Zugnummer wurde Lr32412 notiert.

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Mit der Leergarnitur aus dem Werkspersonenzug P6951 (Mü. Freimann - Hbf) war die Augsburger 144 145 am 04.05.77 in Richtung Allach unterwegs, wo der Zug bis zum nächsten Morgen für den Frühzug ins AW abgestellt blieb; Aufnahme an der schon mehrfach gezeigten Fotostelle gegenüber der S-Bahn Station München Laim.

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Auch dieser Zug war zweifellos ein Leerzug, den 144 157 (Aug) am 12.05.77 am Haken hatte. Am Abzweig Obermenzing biegt der Zug in Richtung Hauptbahnhof in die westliche Stammstrecke ein.

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Und noch einmal der Leerzug aus P6951, am 12.05.77 am Abzweig Obermenzing, bespannt mit 144 166 vom Bw Augsburg.

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Während 144 183 (Ros) gerade mit einem Leerzug aus Rosenheim in München Ost eingetroffen war, wartete 144 024 (Gar) als Lz auf die Ausfahrt in Richtung Hbf/Laim. 13.07.78.

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E44 186G vom Bw Rosenheim gehörte zu den Nachkriegs-Nachbauten der Baureihe E44. Da sie mit Wendezugsteuerung ausgerüstet war, erhielt sie korrekterweise ein hochgestelltes "G" hinter der Betriebsnummer. Bw München Ost, 01.09.67.

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Im Abstellbahnhof München Pasing warteten am 29.04.80 gleich zwei 144 darauf, ihre Leerwagenzüge zum Münchener Hbf zu überstellen: 144 098 (Ros) mit Lr30284 und 144 188 (Ros) mit Lr32526.
Die 144 188 entstand 1963 durch Umbau aus der 50Hz-Versuchslok E211 11, wobei zahlreiche Komponenten aus dem laufenden Beschaffungsprogramm der Einheits-Elloks zu Einbau kamen; davon äußerlich zu sehen in erster Linie die Stromabnehmer, Lüftungsgitter und Frontfenster.

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Als Baureihen-Exot war mir 144 188 natürlich ein weiteres Foto bei der Ausfahrt des Lr32526 aus dem Abstellbahnhof München Pasing wert. 29.04.80.

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Mit einer E44.5 in München hatte ich nun gar nicht gerechnet, als ich am 19.08.72 auf dem Bahnsteig des S-Bahnhofs Berg am Laim stand, um den Betrieb in dem nebenan liegenden Rangierbahnhof zu sondieren. Dabei kamen die Freilassinger Maschinen offensichtlich immer wieder einmal, wenn auch nicht regelmäßig, in die bayrische Landeshauptstadt (siehe auch Galerie Altbau-Elloks BD München - Region, Bild 43). Dass der Zug am Rbf Berg am Laim vorbei fährt, wirft die Frage auf, wohin 144 507 den Zug wohl gebracht hat.

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Lange Zeit waren die E44 mit elektrischer Widerstandsbremse, neu BR 145, im Bw Freiburg konzentriert und hauptsächlich auf der Höllentalbahn sowie im Wiesental unterwegs (siehe Galerie Altbau-Elloks BD Karlsruhe). Nach der dortigen Ablösung durch modernere Triebfahrzeuge kamen die restlichen, noch betriebsfähigen 145 zum Bw Rosenheim, wo sie zusammen mit den normalen 144.0 eingesetzt wurden. Zunächst 145 170 am 29.04.80 im Bw München Ost.

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Mit einem Leerzug wurde 145 172 am 12.10.79 im Rbf München Laim aufgenommen, nicht zu verwechseln mit Berg am Laim.

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Eine spezielle, in Fan-Kreisen wohlbekannte Planleistung der Baureihe 144 war der nachmittägliche Werkspersonenzug P6951 vom AW Freimann zum Hauptbahnhof. Am 22.06.82 stand 145 172 am AW-Bahnsteig vor der Werkskantine bereit, die Mitarbeiter der Frühschicht nach getaner Arbeit nach Hause zu bringen.

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In der Seitenansicht sind sehr schön die Ablufthutzen auf dem Dach zu erkennen, über die die in den Bremswiderständen erzeugte Wärme abgeführt wird.
145 180 (Ros) am 26.05.82 im Rbf München Laim.

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Eine der wenigen Altbau-Ellok Baureihen, die in der Bundesbahnzeit nicht mehr in der BD München eingesetzt wurden, war die E52. Aber für Hauptuntersuchungen und größere Reparaturen kam auch sie regelmäßig ins AW Mü.Freimann. So zum Beispiel E52 34 vom Bw Kaiserslautern, die am 24.06.68 vor der großen Richthalle auf die Aufnahme der Arbeiten wartete. Dahinter stand mit E91 02 eine weitere große Stangenlok, die zu diesem Zeitpunkt offiziell bereits zum Bw Oberhausen Osterfeld gehörte.

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Auch die Rangierloks der BR E63 waren nicht in der BD München heimisch, sieht man von dem nur wenigen Tage währenden Einsatz der 163 002 in Garmisch 1979 ab. Die Stuttgarter 163 008 ist denn auch schon mehr als zehn Jahre ausgemustert, als sie mir am 09.03.89 im Bw München Ost vor die Kamera kam. Sie war dort für museale Zwecke hinterstellt. Über mehrere Standort ist sie schließlich heute beim SEH in Heilbronn gelandet, wo sie aber nach wie vor einer gründlichen Aufarbeitung harrt.

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Die kleinen Lokalbahnloks der Baureihe E69 spielten stets eine besondere Rolle im großen Ellok-Bestand der Deutschen Bundesbahn. Ebenfalls außergewöhnlich ist die Tatsache, dass alle fünf Exemplare der Nachwelt als Denkmal- oder Museumsloks erhalten blieben.
Die allererste Lok, bei der DB zuletzt unter der Nummer E69 01 im Einsatz, erhielt einen Ehrenplatz im AW Freimann. Zurückversetzt in den Ursprungszustand, und dementsprechend als Lok 1 der LAG beschildert, war sie mir am 06.04.82 ein Foto wert.

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Im AW Freimann stieß man auch immer wieder auf interessante Schrottloks. Für museale Zwecke aufbewahrt wurde E71 28, zuletzt Bw Basel, die ich bei meinem ersten Besuch im AW Freimann am 26.06.68 dort antraf. Im Gegensatz zu manch anderem Exponat wurde sie tatsächlich aufgearbeitet und erstmals 1979 bei der Ausstellung "100 Jahre elektrische Eisenbahn" der Öffentlichkeit präsentiert. Bilder davon siehe Galerie 100 Jahre elektrische Eisenbahn - Die Ausstellung.

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Mit einem langen (Nah-)Güterzug konnte die Ingolstädter 175 005 am 24.06.68 im Bahnhof München Allach aufs Celluloid gebannt werden. Die Beladung des vorderen Zugteils mit etlichen Panzern ist natürlich sehr fotogen; möglicherweise handelte es sich dabei um neue Ketten-Fahrzeuge aus der Panzerschmiede Krauss-Maffei.

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Als ich am 11.03.80 die ex Wetzlarer Heizlok 175 009 auf den Schrottlokgleisen im AW Freimann antraf, hieß es noch, diese Maschine solle als Museumslok aufgearbeitet werden. Das war mir insofern unverständlich, handelte es sich doch um eine der drei Reko-E75 mit neugestalteter Frontpartie. Tatsächlich wurde dann auch 175 059 betriebsfähig als Museumslok hergerichtet. Da diese Lok aber ursprünglich an das mitteldeutsche E-Netz geliefert worden war, die Museumslok jedoch aus lokalpolitischen Gründen unbedingt eine aus dem bayrischen Netz sein musste, verpasste man der 059 einfach die Nummer E75 09 - ein klassischer Fall von Geschichtsklitterung.

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Als Z-Lok wurde E75 62 am 24.06.68 im AW Freimann fotografiert. Wahrscheinlich aus diesem Grund ist die Maschine auch noch vollständig mit Stromabnehmern, Lampen und Stangen ausgestattet. Aber natürlich kam die am 16.11.67 beim Bw Treuchtlingen z-gestellte Maschine nicht wieder in Fahrt, sondern wurde am 25.07.68 ausgemustert und wenig später verschrottet.

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Ähnlich war die Situation bei E75 68 und E75 65. Auch diese beiden waren bereits in Treuchtlingen z-gestellt und als Z-Loks noch nach Ingolstadt umbeheimatet worden, ohne dort noch einmal zum Einsatz zu kommen. AW München Freimann, 24.06.68.

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Nach so vielen abgestellten Altbau-Elloks mal wieder ein Oldie im regulären Alltags-Einsatz: 191 002 war die einzige von insgesamt 13 Loks der Baureihe 191, die das dreieinhalbjährige Exil in Oberhausen überlebte und in ihre bayrische Heimat zurückkehrte - siehe Galerie "Altbau-Elloks im Revier". Vom Bw München Ost aus wurde sie noch rund drei Jahre im schweren Abdrückbetrieb in den Münchener Rangierbahnhöfen Laim und Berg am Laim eingesetzt. Hier am 19.08.72 auf den Ausziehgleisen des Rbfs München Laim.

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Und noch eine zweite 191 war am 19.08.72 im Rbf München Laim im Einsatz: Soeben drückt 191 011 den nächsten Zug über den Berg.
Da drängt sich geradezu das Wortspiel auf: Dieses Bild zeigt eine 191 am Berg in Laim, während auf Bild 49 eine 191 in Berg am Laim zu sehen ist.

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Und kaum war der eine Zug über'm Berg und damit aufgelöst, schnappte sie sich den nächsten, um die gleiche Prozedur zu wiederholen. 191 011 vom Bw München Ost im Rbf München Laim, 19.08.72.

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Eine besondere Aufgabe hatte dagegen 191 100 (MüO) am 17.08.72 zu erledigen. Mit einem "Dummy-Zug" aus Altbau-Reisezugwagen wurde kurz vor Beginn der olympischen Spiele das Abstellen der zahlreichen Olympia-Sonderzüge eingeübt. Einer der vorgesehenen Abstellplätze für diese Züge war der Rbf München Berg am Laim, wo auch diese Aufnahme entstand.

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Im Rbf München Berg am Laim trafen sich am 03.09.80 die Ingolstädter 194 035 und ihre österreichische Schwester 1020.29 (ex E94 068) von der Zfl Innsbruck. Während das deutsche Krokodil den Dg55333 von Würzburg nach München gebracht hat, wird die 1020 in Kürze den Dg44871 zum Brenner schleppen.

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Natürlich wurde das deutsch/österreichsche E94 Doppel auch von vorne fotografiert, obwohl die Beleuchtung von hinten für einen heftigen Frontschatten sorgte. Aber auch so ist im direkten Vergleich gut zu erkennen, wie sehr sich das Aussehen der ÖBB 1020 nach der als "Generalreparatur" bezeichneten grundlegenden Modernisierung gewandelt hat. 194 035 und 1020.29 im Rbf München Berg am Laim, 03.09.80.

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Von Salzburg kam dagegen die Freilassinger 194 041, als ich am 29.04.80 nach Beendigung meiner dienstlichen Verpflichtungen noch ein paar Aufnahmen in München Trudering machen wollte.

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Auf dem nur von Güterzügen befahrenen Münchener Nordring waren 194 jeglicher Heimat-Bws ständig zu sehen. Zum Beispiel 194 043 vom Bw Ingolstadt, die am 26.05.79 soeben mit dem Dg53117 die Isar überquert hat und nun durch Unterföhring in Richtung Osten brummt.

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Vom Rbf München Laim aus fuhren die Güterzüge über eine Eckverbindung am Münchener Hauptbahnhof vorbei direkt auf den Südring in Richtung Ostbahnhof. Hier wurde 194 047 (Ing) am 12.05.77 auf den Film gebannt.

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An gleicher Stelle und ebenfalls am 12.05.77 entstand das Bild der 194 071 (Ing), die hier jedoch genau in der Gegenrichtung unterwegs war und die jetzt nur noch die Pz-Gleise unterqueren musste, um danach in den Rbf Laim zu gelangen. Im Hintergrund ist die westliche Zufahrt zum Bw München Hbf zu erkennen, die unter der Friedenheimer Brücke hindurch führt.

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Als die Flugzeuge in München noch in Riem landeten, führte die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln in die Innenstadt über den S-Bahnhof Riem, wo mich am 03.09.80 die Ingolstädter 194 085 begrüßte, die wahrscheinlich einen Containerzug in den nahegelegenen Umschlagplatz gebracht hatte.

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Mit dem Dg55321 aus Regensburg nach München Ost war 194 092 (Ing) am 27.05.82 unterwegs, als sie mir in München Süd vor die Kamera fuhr. Interessant, dass der Zug die Route über den Südring nahm, statt auf kurzem Weg über den Nordring nach München Ost zu gelangen.

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Den üblichen Weg über den Nordring nahm dagegen die Nürnberger 194 189 mit dem Dg54174 nach Würzburg. München Moosach, BÜ Lassallestraße, 30.08.85.

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Am 05.09.79 gab es mal wieder eine der 194.5 Exoten mit Hochspannungssteuerung im AW Freimann zu sehen. 194 571 (NüR) repräsentierte die Siemens-Variante mit der großen Dachhaube, die stark denen der Einheits-Elloks ähnelte. 05.09.79 - siehe auch Bauartunterschiede Baureihe 194, Punkt 18.

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Die 100 km/h schnellen Nürnberger 194.5 kamen zwar regelmäßig nach München, waren aber im Vergleich zu den zahlreich vertretenen 194.0 klar in der Minderheit. Am 26.05.82 war es 194 575, die mir im Rbf München Laim eine solche eher seltene Begegnung verschaffte.

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In der hintersten Ecke des AW Geländes traf ich am 24.06.68 den ET85 09 vom Bw München Ost bei meinem ersten Besuch in Freimann an.
Etwa in diesem Bereich wurde 1975 der im Rahmen des Rad/Schiene Forschungs-programms finanzierte Rollprüfstand errichtet, mit dem ich später beruflich viel zu tun bekam.

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Im Werksverkehr der Firma Krauss-Maffei wurde außerhalb der Hauptverkehrszeiten auf einen einzelnen Altbau-Triebwagen der Baureihe 485 zurückgegriffen, mit dem aber sicher kein größerer Ansturm von Mitarbeitern zu bewältigen war. Am 17.08.72 wartete 485 019 (MüO) in einem Abstellgleis im Bahnhof München Allach auf seinen nächsten Einsatz.

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Erheblich mehr Plätze bot dagegen der Werkpersonenzug, der zwischen dem AW München Neuaubing und München Hbf(?) verkehrte. Am 18.08.72 steht die fünfteilige Einheit mit 485 022 an der Spitze im Bf. München Pasing.

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Den Schluss dieses Zuges bildete 485 023 (MüO), der als Besonderheit noch einen Stromabnehmer der seltenen Bauart SBS11 besitzt, erkennbar an den zusätzlichen Querstreben in der Unterschere. Auch ein Beiwagen 885.0 in der Bauart der Dreiachs-Umbauwagen war damals bereits recht selten im Fahrgastbetrieb zu sehen.

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Auch der Nachschuss auf den ausfahrenden Zug mit Blick in das östliche Gleisvorfeld in Pasing erscheint mir zeigenswert, selbst wenn dabei ein Mitarbeiter ins Bild kommt, der sich ziemlich vorschriftswidrig verhält, indem er mit seinem Gepäckkarren mitten auf dem Gegengleis das Freiwerden des Übergangs abwartet. München Pasing, 18.08.72.

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Das Bild des 491 001 entstand ebenfalls in München Pasing; und zwar westlich des Personenbahnhofs, wo sich die Strecken nach Augsburg, Lindau, Herrsching und Garmisch verzweigen. Am 07.05.77 befand sich der "Gläserne Zug" auf einer Tagestour nach Dinkelsbühl an der romantischen Straße.

Weitere Aufnahmen zum Thema siehe begleitenden DSo-Beitrag Altbau-Elloks in der BD München – Stadtgebiet.