Das Bw Hagen Gbf und seine G10

Mitte der 1960er Jahre verfügte Hagen noch über drei Dampflok-Bws:

  • Hagen-Vorhalle, ein Bw, wo ausschließlich Loks für den Güterverkehr und Rangierloks beheimatet waren, wurde im März 1966 nach Aufnahme des elektrischen Betriebs auf der Ruhr-Sieg-Strecke, stillgelegt.
  • Hagen-Eckesey (oder kurz Hagen Eck), war das Bw für die Reisezug-Maschinen. Mit Abstellung der 03.10 im September 1966 wurde die Dampflokunterhaltung hier komplett aufgegeben und die Dienstelle wandelte sich zum alleinigen Werk für sämtliche in Hagen beheimateten Diesel- und Elloks.
  • Übrig blieb Hagen Gbf als einziges Bw in der Stadt, wo noch Dampfloks anzutreffen waren. Beheimatet waren hier Loks der Baureihen 50 und 57.10, kurzzeitig auch 94.5 ex Hagen-Vorhalle. Daneben war es Wende-Bw für sämtliche Hagen anlaufenden Dampfloks, in erster Linie 23 und 50 aus Bestwig, die 44 und 50 aus dem Bw Wuppertal-Vohwinkel (über die Rheinische Strecke), sowie gelegentlich aus dem Ruhrgebiet kommende Maschinen.

Überregional bekannt wurde Hagen Gbf bei den Eisenbahnfreunden als Auslauf-Bw für die Baureihe 57.10 der DB. Von diesen fünfachsigen Güterzugmaschinen waren zwischen 1910 und 1927(!) 2580 Loks durch die preußische Staatsbahn (als Gattung G10) bzw. später durch die Deutsche Reichsbahn (zunächst noch als BR 33) beschafft worden, die in ganz Deutschland zum Einsatz kamen. Zum Stichtag 01.01.1968 hatte die DB noch 15 Loks im Bestand, davon sieben in Hagen: 57 1387, 1629, 1735, 2070, 2559, 2577 und 2721.
Die restlichen 57.10 waren in Haltingen stationiert, wo sie aber bis Ende 1968 abgestellt wurden, während die Hagener G10 noch bis 1970 im Dienst blieben.

Die letzten Jahre in Hagen verbrachten die 57.10 hauptsächlich mit Sonderdiensten vor Arbeits- und Bauzügen im Großraum Hagen; vereinzelt verrichteten sie auch leichten Rangierdienst als Dieselersatz für ausgefallene V60 und Köf11. Daran änderte sich zunächst auch nichts, als das Bw Hagen Gbf Ende September 1968 als eigenständige Dienststelle aufgelöst und dem Bw Bestwig als Außenstelle angegliedert wurde. Einige Maschinen kamen auch tatsächlich nach Bestwig, von wo aus sie bei den Elektrifizierungsarbeiten im Bf. Warburg als Bauzugloks eingesetzt wurden.

Von meinem damaligen Wohnort aus war Hagen Gbf das nächstgelegene aktive Dampf-Bw außerhalb der der Stadt. Die Fahrzeit von meinem Heimat-Bahnhof Wuppertal-Oberbarmen nach Hagen entsprach auf die Minute genau der nach Vohwinkel. Dementsprechend oft war ich in den Anfängen meiner Fotozeit in Hagen. Doch nachdem alle erreichbaren 57 und die meisten Bestwiger 23 "im Kasten" waren, wendete sich das Interesse anderen Zielen zu.

Mitgenommen wurden aber natürlich die diversen Sonderfahrten mit den Hagener G10, über die ich z.T. in DSo-Beiträgen berichtet habe:

  • 25.03.67: 57 2559 Wt.-Vohwinkel - Wülfrath - Heiligenhaus - Wülfrath - Ratingen West - Erkrath - Hochdahl - Wt.-Vohwinkel
  • 26.01.69: 57 1387 Hagen - Letmathe - Iserlohn - Menden - Binolen - Fröndenberg - Unna - Hagen
  • 26.10.69: 57 2070 + 055 567 Hagen - Brügge - Lüdenscheid - Marienheide

Die Anordnung der Bilder in dieser Galerie erfolgte in chronologischer Reihenfolge und dokumentiert damit auch die persönliche Abarbeitung des Themas durch den Fotografen.

Dienstag, 24.05.1966
Dienstag, 24.05.1966

01

Zu den ältesten Dias in meinem Fotoarchiv zählt die Aufnahme der 57 2501, die am 24.05.66 im Bw Hagen Gbf auf den Film kam - mein erster Diafilm überhaupt.

Vor der kalt abgestellten Lok steht 57 1735 unter Dampf und ganz hinten 57 2577.

Ziemlich genau drei Jahre vorher war die Maschine übrigens noch mit einem vierachsigen Tender 2'2'T16pr gekuppelt - siehe Galerie "Tief im Westen", Bild 54.

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02

Während die nicht frei stehende 57 1735 vmtl. zwecks Filmsparens verschmäht wurde, gelang mit dem Foto von 57 2577 (vor 50 1568) das erste "ordentliche" Lokporträt einer 57.10 der DB in meiner Sammlung.
Weitere Aufnahmen im Bw Hagen Gbf entstanden an diesem Tag nicht mehr.

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Donnerstag, 27.07.1967
Donnerstag, 27.07.1967

03

Kurzbesuch in Hagen-Eckesey. Hinter dem alt-ehrwürdigen 03.10-Bw rödelte die 57 2577 im dortigen Rangierbahnhof mit einem Arbeitszug herum.

Im Hintergrund sind die für museale Zwecke hinterstellten 03 1001 vor 03 1011 zu sehen - leider wurde daraus nichts außer einem Dauerrostversuch, so dass die schönsten Schnellzugloks der DB irgendwann den Weg allen alten Eisens gingen - siehe Galerie 03.10 - Die Legende lebt.

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Freitag, 20.10.1967
Freitag, 20.10.1967

04

An diesem Tag war endlich etwas mehr Zeit (und Filmmaterial) für eine Tour zum Bw Hagen Gbf vorhanden.

Schon gleich beim Betreten des Bw-Bereichs wurde ich von der altbekannten 57 2577 begrüßt, die an der zweiten Drehscheibe kurzzeitig kalt abgestellt war,

Typisch für das anfängerhafte Fotografierverhalten und dadurch fast schon wieder schön: Die Schultasche im Vordergrund, die hier bewusst nicht per Bildbearbeitung entfernt wurde.

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05

Nach Anmeldung bei der Lokleitung und der Genehmigung zum unbegleiteten Aufenthalt auf dem Bw-Gelände wurde als erstes an der Drehscheibe Position bezogen - gerade rechtzeitig, um die vermutlich aus Vorhalle einrückende Doppel-Lz, bestehend aus 57 2070 und 50 876, in der Bw-Einfahrt abzupassen.

Auch wenn die Farben des alten Dias schon etwas angegriffen sind - der völlig abgewirtschaftete Zustand der beiden Hagener Maschinen ist unübersehbar.

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06

Als 57 2070 dann auf die Scheibe fuhr, kam erstmals die probehalber ausgeliehene, mit einem schwarz/weiß-Film bestückte 6x6 Kamera zum Einsatz.

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07

Kurze Zeit darauf kam die Bestwiger 23 017 aus dem Schuppen, um zu ihrer nächsten Zugleistung Richtung Heimat aufzubrechen.

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08

Die Fahrt auf die Drehscheibe wurde wieder mit der s/w-Kamera festgehalten.

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09

Bevor es an den Zug ging, wurde noch einmal Wasser genommen und der Tender "bis zur Halskrause" gefüllt.

23 017 gehört zu den diversen Maschinen dieser Baureihe, die ihre aktive Laufbahn vorzeitig beim Bw Bestwig beendeten und nicht mehr an andere Dienststellen abgegeben wurden.

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10

Nach einem kurzen Aufenthalt im Lokschuppen brach auch die 57 2070 wieder auf zu neuen Taten.

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11

Um die späte Mittagszeit fand ein fliegender Wechsel bei den 23ern im Bw Hagen Gbf statt. Kaum war 23 017 verschwunden, rollte mit 23 049 schon das nächste Exemplar dieser formschönen Neubau-Dampfloks heran.
Nach Hagen gekommen war sie vermutlich mit dem E682, Hagen Hbf an 13:20 Uhr.

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12

Mit dem P2232, Hagen Hbf an 14:04 Uhr, folgte wenig später 23 045. Leider gab es zu dieser Zeit noch keine "Dampfgeführten Reisezüge" - die unverzichtbare Informationsquelle späterer Jahre. Und so wurde die Lok erst beim Eintreffen im Bw auf dem Kanal aufgenommen.

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Mittwoch, 27.12.1967
Mittwoch, 27.12.1967

13

Grottenschlechtes Wetter herrschte am "3. Weihnachtstag" 1967, als mir die einzige Betriebsaufnahme von 57 1629 in meiner Sammlung gelang. Und das ausgerechnet von der G10, von der ich Jahre später ein Lokschild (mit spitzen Ziffern) ergattern konnte.

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14

Die grausamen Lichtverhältnisse konnten mich aber nicht davon abhalten, sogar ein paar moderne Loks auf den Film zu bannen.
Erstes "Opfer" war die E40 567 vom Bw Hagen Eck - zwar kalt, aber noch mit richtigen Lokschildern.

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15

Auch V60 592, ebenfalls eine Eckeseyer Maschine, wurde nicht ausgelassen.

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16

Und klar, ein Schürzen-Jumbo in Gestalt von 44 488 aus dem heimatlichen Bw Wt.-Vohwinkel, musste auf jeden Fall auch auf den Film.

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17

Last not least an diesem trüben 27.12.67: Die Bestwiger 23 048, eine 23, die ich bis dahin noch nicht vor die Flinte bekommen hatte.

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Montag, 26.02.1968
Montag, 26.02.1968

18

Neues Jahr, neues Glück. Am Rosenmontag strahlte die Sonne von einem wolken-losen Himmel - nicht nur für "de Jeck", sondern auch für den jungen Fotografen, für den nach der Schule wieder einmal eine Tour nach Hagen Gbf auf dem Programm stand.

Das Empfangskomitee am Eingang bestand aus drei Loks von dreier Baureihen: Vorne am Kanal 23 027 vom Bw Bestwig - schon wieder eine Neue in meiner Sammlung.

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19

Trotz des etwas unglücklichen Mastschattens auf dem Triebwerk wurde natürlich auch eine Aufnahme in der Standard-Perspektive von schräg vorn angefertigt.

Das ungewöhnliche Führerhaus der Lok ist mir damals gar nicht aufgefallen - siehe Bauartunterschiede Baureihe 23, Pkt. 17.

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20

Dann auf dem Kanal die Vohwinkler 44 488, die auf dem vorangegangenen Bild bereits im Hintergrund sichtbar war.

Dafür hatte ich allerdings nur ein schwarz/weiß-Foto mit meiner neuen Kamera übrig, einer gebrauchten Uralt-Leica, die sich seit wenigen Tagen in meinem Besitz befand.

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21

Die dritte Lok aus dem Empfangskomitee war 57 2577, schon wieder kalt abgestellt an der hinteren Drehscheibe, aber dieses Mal anders herum als am 20.10.67 (siehe Bild 4).

Auch dafür hatte ich nur ein s/w-Foto übrig, schließlich hatte ich diese G10 schon mehrfach vor die Dia-Kamera bekommen.

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22

57 2721 - DIE dagegen war neu. Still vor sich hin schmauchend stand sie ganz am Anfang des Verbindungsgleises zwischen den beiden Drehscheiben des Bw Hagen Gbf.

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23

Und noch ein Vohwinkler Schürzen-Jumbo: 44 1192 in der nördlichen Bw-Ausfahrt.

Schade, dass ich für diese Lok kein Dia spendiert habe. Aber 44 mit Schürze hatte ich ja schon ein paar in meiner Sammlung und Filmsparen war nach wie vor angesagt.

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24

Aber als dann 23 018 aus dem Schuppen kam, war wieder die Dia-Kamera dran.

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25

In der Bw-Ausfahrt trifft 23 018 auf die gerade hereinkommende 23 027.

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26

Mit viel Dampf rollt 23 027 anschließend auf die Drehscheibe, um einen warmen Platz im Schuppen einzunehmen.
Wir schreiben immer noch den 26.02.68.

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27

Nachdem wieder eine 50er zum Restaurieren im Bw eingetroffen war, ging's zurück an den Kanal, wo zunächst ein "Vorschuss" auf 50 2760 (HgG) unter der imposanten Bekohlungsanlage entstand. Heute empfinde ich diese Aufnahme wegen des Umfeldes interessanter als das folgende Lokporträt in Standard-Perspektive.

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28

Obwohl, der "Hauptschuss" auf 50 2760 ist natürlich auch nicht übel, ist doch eine Lok der Baureihe 50 einfach eine schöne Lok. Und, oh Wunder, wurde bereits damals darauf geachtet, die beiden hohen Schornsteine des Bws voll ins Bild zu bekommen, was an dieser Stelle nicht selbstverständlich war.

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29

Inzwischen regte sich auch etwas bei 57 2721, auch wenn dieses nur in einem Vorziehen um eine Loklänge nach vorn bestand. Damit stand die Maschine jetzt schön vor dem charakteristischen Verwaltungsgebäude des Bw Hagen Gbf, womit ein weiteres Dia fällig wurde.

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30

Mit 57 1387 traf die nächste, für mich neue 57er in ihrem Heimat-Bw Hagen Gbf ein. Das war zu diesem Zeitpunkt die älteste G10 im Hagener Bestand und die einzige mit einem runden Führerhausdach ohne Aufsatz.

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31

Also zurück an den Schlackensumpf, wo 57 1387 jetzt erst einmal die übliche Prozedur in Form von Entschlacken, Lösche-Ziehen, Abschmieren und Wasser-nehmen über sich ergehen lassen musste.

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32

Auch auf eine Aufnahme von vorn wurde trotz Frontschattens nicht verzichtet.

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33

Zurück an die Drehscheibe, wo 57 1387 nach Abschluss der Restaurierungsarbeiten erwartungsgemäß nach einiger Zeit eintraf.

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34

Vor dem typischen Hägen Gbf-Panorama mit den Wohnhäusern über der Steilwand:
57 1387 auf der Drehscheibe in der totalen Seitenansicht.

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35

Krönender Abschluss der überaus erfolgreichen Fototour vom 26.02.68:
Mit 57 1735 stellte sich die letzte mir bis dahin noch fehlende Maschine aus dem Hagener G10-Bestand vor.

Diese Aufnahme markiert zugleich das vorläufige Ende der Farbfotografie bei mir, bis ich mir Ende 1972 eine zweite Kamera zulegen konnte.

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Montag, 26.08.1968
Montag, 26.08.1968

36

Auch von hinten machte eine G10 eine durchaus gute Figur; in diesem Fall 57 2070 vor dem Schuppen ihres Heimat-Bws.

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37

Als 57 2070 wenig später auf der Drehscheibe aufgenommen wurde, kommt im Hintergrund auch die Anfang der 80er Jahre ersatzlos abgerissene Harkortbrücke ins Bild. Diese überspannte unmittelbar nördlich des Bahnbetriebswerks die weit-läufigen Bahnanlagen und bot auch dem Eisenbahnfotografen einige Möglichkeiten.

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38

Bevor es zum nächsten Einsatz geht (vmtl. Vorhalle), gab es noch einen kurzen Halt an der Sprechsäule in der der Bw-Ausfahrt.
Das ermöglichte noch einmal eine klassische Porträtaufnahme von 57 2070, als schwarz/weißes Pendant zur farbigen Version in Bild 10.

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39

Der Umstand, dass 57 1387 die einzige Hagener G10 mit rundem Dach ohne Lüftungsaufsatz war, führte zu dieser Detailaufnahme des Führerhauses. Wie bei den meisten ihrer Artgenossen ist die Nummer am Führerhaus nur noch aufgemalt und auch das Bw-Schild hat bereits einen Liebhaber gefunden.

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40

23 014, die "Märklin-Lok", trägt dagegen noch ihre Schilder mit alter Nummer.

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41

Nein, das war kein bestellter Wasser-Überlauf; in diesem Fall schlichtes Glück für den Fotografen, dass der Heizer am Wasserkran einen Augenblick nicht aufgepasst hat. Geduscht wurde hier der Tender von 57 1735.

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42

Bereits 1966 hatte ich 57 2559 bei einer Sonderfahrt kennengelernt. Nun kommt sie auch in dieser Galerie zu Ehren.
Von Süden her, also aus Richtung Hauptbahnhof, reiht sie sich hinter 57 1735 auf den Lokbehandlungsgleisen ein.

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43

Damit bot sich die seltene Chance, gleich zwei unter Dampf stehende G10 im Betrieb auf ein Bild zu bekommen.
In der Ansicht von hinten: 57 2559 vor (oder eigentlich hinter) 57 1735; Bw Hagen Gbf, 26.08.68.

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44

Bevor 57 2559 auf die Scheibe fuhr, gab dazu das obligatorische Bild in der Zufahrt zum Lokschuppen.

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Montag, 06.01.1969
Montag, 06.01.1969

45

Bei dieser Tour führte der Weg ins Bw über die Harkortbrücke, weil hier zunächst eine Zugaufnahme des P2232 aus Bestwig auf der Agenda stand. Zuglok war 23 026, erfreulicherweise noch mit alter Nummer.

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46

Auch 50 278 vom Bw Wuppertal-Vohwinkel, die wenig später im Bw auf den Film gebannt wurde, besaß noch ihre Schilder mit alter Nummer.

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47

Als schließlich 23 026 im Bw auftauchte, hatte sich der Himmel schon wieder zugezogen, was einen vorzeitigen Abbruch dieser Fototour zur Folge hatte.

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Montag, 09.06.1969
Montag, 09.06.1969

48

Nachdem man sämtliche Hagener G10 zur Genüge im Bw fotografiert hatte, reifte die Erkenntnis, dass man die alten Preußen endlich auch einmal "richtig" im Einsatz fotografieren müsste, und das nicht nur bei Sonderfahrten. Die dafür notwendigen tagesaktuellen Informationen gab's allerdings nur bei der Lokleitung im Bw. Aber es sollte noch bis zum Sommer 1969 dauern, bevor dieses Vorhaben erstmals umgesetzt wurde.
Sozusagen im Vorbeigehen entstand dabei das Foto der 57 2559 mit ihrer großen Laterne oben am Kessel und der Rangierfunk-Kennung Nr.3 an der Kesseltür.

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49

Bei den noch voll in der Unterhaltung stehenden Dampfloks hatte mittlerweile die Zeit der neuen Nummern begonnen. So auch bei 050 281-5 vom Bw Vohwinkel, die vor dem Schuppen vor sich hin räucherte.

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50

"Zwei 57er machen Az-Dienst in Vorhalle" - mit dieser Auskunft der Lokleitung machte ich mich auf den Weg zu dem im Umbau befindlichen großen Rangier-bahnhof im Nordwesten der Stadt. Nach einigem Suchen war die erste Lok auch schnell gefunden:
57 2070 stand mit ein paar Schotterwagen mitten in den Gleisanlagen. Zugänglich nur, indem man sich über zahlreiche Betriebsgleise hinweg zu der Baustelle vorkämpfte. Erstaunlicherweise nahm daran keiner Anstoß - manchmal war die alte Zeit auch eine gute Zeit.

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51

Im gleichen Baustellenbereich war als zweite G10 auch 57 1387 tätig, zunächst allerdings "eingekeilt" zwischen zwei Wagengruppen vor und hinter der Lok.

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52

Deswegen ging's zurück zur 57 2070, die ihren Zug inzwischen vorgezogen hatte, und nun offensichtlich erst einmal eine Ruhepause hatte.

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53

Dafür drückte jetzt 57 1387 ihren Schotterzug in die Baustelle, um die frisch verlegten Gleise mit Material zu versorgen.

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54

Zur 57 1735 hatte ich die Auskunft erhalten, dass die Lok mit einem Unkraut-Spritzzug unterwegs sei und wohl in Hagen-Hengstey angetroffen werden könnte. Und richtig, am Rande des Rangierbahnhofs stand das Gespann. Leider waren die Gleise schon damals stark zugewachsen, so dass nur mit Mühe der alte Wasserturm im Hintergrund und die Hohensyburg hoch oben auf dem Berg mit ins Bild zu bekommen waren.

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Freitag, 13.06.1969
Freitag, 13.06.1969

55

Schon vier Tage später ging es erneut nach Hagen. Dieses Mal allerdings zuerst auf die Harkortbrücke. Dort wurde der E685 nach Bestwig erwartet, bespannt mit 023 045-8. Oh je, jetzt hatten also auch die Bestwiger 23 neue Nummern.

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56

Da der Zähler an der Kamera mittlerweile auf 37 stand, war ein Filmwechsel fällig. Aber man verschwendete ja nicht einfach ein Bild und da kam mir der Blick von der Brücke auf das Bw Hagen Gbf gerade recht - eine Aufnahme, die ich sonst wahrscheinlich nicht gemacht hätte.
Betriebsamkeit sieht anders aus, aber immerhin standen drei 57.10 draußen vor dem Verwaltungsgebäude - eher ungewöhnlich.

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57

Direkt hinter der Harkortbrücke führte von der Grimmestraße aus ein Fußweg hinunter ins Bw, und hier stieß man direkt auf das Ausfahrgleis Richtung Norden. Dort wollte sich gerade 023 014-4 auf den Weg machen; jetzt ebenfalls mit neuer Nummer (vgl. Bild 40).

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58

Vor dem Verwaltungsgebäude, schon von der Brücke aus gesichtet, präsentierte sich 57 1387 in bester Fotoposition.

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59

Zum Schluss der Tour vom 13.06.69 noch die Aufnahme einer schönen Allerwelts-Lok: 052 771-3, zur Abwechslung einmal eine 50er aus dem Bw Bestwig.

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Donnerstag, 29.01.1970
Donnerstag, 29.01.1970

60

Der nächste Versuch, eine 57.10 im Einsatz zu erwischen, wurde Ende Januar 1970 unternommen. Auch da ging's zuerst ins Bw, um die Einsätze an diesem Tag zu erfragen: Leider nur eine Lok in Vorhalle. Nun ja, da konnte man dann auch ein Bild an den Klimaschneepflug Wuppertal 6402 verschwenden, der im Bereich der Bekohlungsanlage einigermaßen passend im Licht stand.

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61

Dienst in Vorhalle hatte am 29.01.70 die älteste Hagener G10, 57 1387. Im Bereich der Nöhstraßenbrücke, die offensichtlich gerade komplett erneuert wurde, war die alte Preußin am Rande des Rangierbahnhofs mit kleineren Verschubaufgaben beschäftigt. Erstes Bild beim Vorziehen.

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62

Nachdem 57 1387 in ein anderes Gleis zurückgesetzt hatte, kam sie kurze Zeit später mit schöner, winterlicher Dampfentwicklung wieder unter der Brücken-baustelle hervor.

Das war das letzte Mal, dass mir eine 57.10 der DB im Planbetrieb vor die Kamera kam.

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Weitere Aufnahmen zum Thema siehe begleitenden DSo-Beitrag Das Bw Hagen Gbf und seine G10 in der Bundesbahnzeit.

Erstveröffentlichung: xx.xx.2018